Der Flughafen in Catania, Sizilien, ist wegen der Vulkanasche des Ätna geschlossen geblieben, was alle Starts und Landungen verhindert. Nach Angaben des Flughafenbetreibers wird die Anlage bis morgen mindestens 02:00 Uhr geschlossen bleiben. Ob die Flüge danach wieder aufgenommen werden können, bleibt ungewiss. Der jüngste Ausbruch des aktivsten Vulkans Europas hat den Flugverkehr auf Sizilien seit mehreren Tagen gestört, was zu Hunderten von gestrichenen, verzögerten oder umgeleiteten Flügen geführt hat. Die Schließung in Catania wurde in den letzten Tagen mehrfach verlängert.
Die Behörden berichteten, dass bis Dienstag etwa 700 Flüge betroffen waren, wobei rund 450 komplett abgesagt und weitere 250 auf andere Flughäfen der Insel umgeleitet wurden, wie den kleineren Flughafen in Comiso in der Nähe von Ragusa oder den Hauptflughafen in Palermo im Norden Siziliens.
Die Situation hatte sich am Wochenende nach der Herabsetzung des Vulkanalarmniveaus leicht erleichtert. Zuvor waren die Flugreisen nach Eruptionen, die wiederholt Vulkanasche freisetzten und erhebliche Störungen verursachten, für mehr als eine Woche erheblich eingeschränkt worden. Tausende von Urlaubern wurden von Flugannullierungen oder Umleitungen betroffen. Am Samstag wurde schließlich der Vulkanwarnpegel gesenkt, so dass die Flüge wieder in den normalen Betrieb zurückkehren konnten.
Nach Angaben des italienischen Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) blieb das Luftfahrt-Warnniveau (VONA) auf Orange. Es besteht die Befürchtung, dass der Flughafen wieder geschlossen werden könnte. Lavaströme wurden von Öffnungen in Höhen von 2.750 Metern und 1.990 Metern über dem Meeresspiegel emittiert. Die weitreichendsten Lavaströme erreichten eine Höhe von 1.395 Metern. Zwischen 9:40 Uhr und 12:40 Uhr ereignete sich eine Reihe von kurzen Explosionen am Nordostkrater, die eine Aschewolke erzeugten, die sich im Gipfelgebiet nach Südosten ausbreitete.
Nach Angaben des Betreibers wurden zwischen dem 6. und 12. August etwa 36 Prozent der geplanten Flüge nach Catania gestrichen. Der Flughafenbetreiber SAC bezeichnete die Auswirkungen auf die Flughafeninfrastruktur als die schlimmsten in den letzten 20 Jahren. Am Sonntag verlief der Flugverkehr am größten Flughafen der Insel normal.
Das Problem wurde noch verschärft durch die konstanten Winde, die nach Süden wehten und die Asche direkt über den Flughafen trugen. Die anhaltende vulkanische Aktivität stellt weiterhin Herausforderungen für die lokalen Behörden und Flughafenbetreiber dar, die die Störungen des Flugverkehrs bewältigen. Der Flughafenbetreiber hat eng mit den Luftfahrtbehörden zusammengearbeitet, um die Situation zu überwachen und festzustellen, wann es sicher sein könnte, den Flughafen wieder zu öffnen. In der Zwischenzeit werden die Passagiere aufgefordert, über ihre Fluggesellschaften über mögliche Änderungen ihrer Reisepläne informiert zu bleiben. Das Ausmaß der Störung unterstreicht die Anfälligkeit des regionalen Flugverkehrs für natürliche Phänomene wie Vulkanausbrüche.
Die örtlichen Beamten haben ihre Besorgnis über die anhaltenden Auswirkungen auf den Tourismus und die allgemeine Wirtschaft Siziliens, die stark von der Luftverbindung abhängt, geäußert. Sie beobachten die Situation genau und bereiten Notfallpläne vor, falls weitere Schließungen erforderlich werden. Die vulkanische Aktivität zeigt keine unmittelbaren Anzeichen eines Abschwungs, was zu laufenden Bewertungen ihrer Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf die menschlichen Aktivitäten in der Region führt.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden