Der renommierte lettische Regisseur Alvis Hermanis erklärt, warum er seine Arbeit auf deutsche Bühnen eingestellt hat. Er beschreibt, wie seine Kritik an der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel 2015 dazu führte, dass er von der deutschen Kunstszene isoliert wurde. Nach einem terroristischen Anschlag nahe der Opéra Bastille in Paris schrieb er einen Brief an den Intendanten des Thalia Theaters in Hamburg, in dem er die Flüchtlingskrise mit der Sicherheitslage in Verbindung brachte. Dieser Brief wurde öffentlich gemacht und löste eine Debatte aus, da die deutsche Kunstszene stark linksgerichtet ist. Hermanis betont, dass seine Inszenierungen nicht politische Botschaften transportiert, sondern die politische Stimmung der Zeit ihn zum Außenseiter gemacht haben.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel betont die Linksorientierung der deutschen Kunstszene und stellt Hermanis' Kritik an der Flüchtlingspolitik in einen Kontext, der rechte Positionen als "Ausnahme" darstellt.






