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Alejandra Jalof: "Schreiben und Psychoanalyse haben eine große Übereinstimmung"
AR🏛️ PolitikEher progressivvor 11 Tagen

Alejandra Jalof: "Schreiben und Psychoanalyse haben eine große Übereinstimmung"

Alejandra Jalof, eine Schriftstellerin und Psychoanalytikerin, diskutiert die Parallelen zwischen Schreiben und Psychoanalyse in einem Interview mit +Perfil. Sie argumentiert, dass beide Bereiche herausfordernde Allgemeingänge in der Sprache, alltägliche Ausdrücke und geteilte Bedeutungen beinhalten, die Menschen für selbstverständlich halten. Jalof erklärt, dass die tägliche Kommunikation sich auf diese geteilten Verständnisse stützt, Literatur aber darauf abzielt, sie in Frage zu stellen. Sie betont, dass Schriftsteller oft nicht genau wissen, was sie schaffen wollen, aber erkennen können, was sie aus ihrer Arbeit ausschließen möchten. Dieser Ansatz spiegelt die Psychoanalyse wider, die versteckte Bedeutungen in der Sprache aufdecken will, die Individuen möglicherweise nicht bewusst erkennen.

In Buenos Aires hat sich eine literarische Debatte über die Rolle der Sprache in der Gesellschaft entwickelt, wobei ein Schriftsteller argumentiert, dass Schriftsteller gemeinsame Annahmen in Frage stellen und ihr Handwerk als Werkzeug für kritisches Denken nutzen müssen.

Beide Disziplinen, so argumentierte sie, beinhalten die Entdeckung versteckter Bedeutungen in scheinbar gewöhnlichen Ausdrücken. Schreiben erlaubt eine radikalere Befragung dieser Normen. Für sie ist Schreiben nicht nur ein Mittel, Informationen zu vermitteln, sondern ein Akt des Widerstands gegen die passive Akzeptanz etablierter Bedeutungen. Sie wies darauf hin, dass dieser Prozess besonders relevant ist in Zeiten, in denen autoritäre Figuren den öffentlichen Diskurs kontrollieren wollen. Laut Jalof ist die Ausübung des professionellen und kritischen Journalismus für die Demokratie unerlässlich, und es provoziert oft Unbehagen bei denen, die glauben, dass sie exklusiven Zugang zur Wahrheit haben.

Ihr Argument legt nahe, dass auch die Literatur eine wichtige Rolle bei der Herausforderung dominanter Erzählungen spielt und die subtilen Wege aufdeckt, auf denen Bedeutung geformt und kontrolliert wird. Jalof beschrieb das Konzept des "Gewöhnlichen Menschenverstands" als eine Art Hindernis, dem sich Schriftsteller aktiv stellen müssen. Statt vertraute Ausdrücke die Richtung eines Textes bestimmen zu lassen, glauben sie, dass Schriftsteller sie in Frage stellen und alternative Interpretationen aufdecken sollten. Dies, sagte sie, ähnelt der Arbeit eines Psychoanalytikers, der unbewusste Muster identifiziert, die in der Sprache verankert sind, die vom Sprecher selbst unbemerkt bleiben.

Sie bezeichnete dieses Phänomen als "das, was im Sprechen als Schmuggelware gilt", was darauf hindeutet, dass solche Einsichten zu Momenten der Offenbarung oder Erleuchtung führen können. Die Autorin betonte auch, wie sich diese Methode in ihrem eigenen Schreiben manifestiert. Sie beschrieb bestimmte kleine, scheinbar unbedeutende Details als "göttliche Details", Momente, die, wenn sie erforscht werden, tiefere Bedeutungslagen offenbaren. Diese Details, so argumentierte sie, sind nicht nur ästhetische Entscheidungen, sondern entscheidende Elemente, die es dem geschriebenen Wort ermöglichen, die bloße Kommunikation zu überschreiten und zu einem Akt der Erforschung und Intervention zu werden.

Für Jalof ist das Ziel des Schreibens nicht einfach, vorhandene Bedeutungen zu reproduzieren, sondern vor ihnen innezuhalten, um zu untersuchen, was übersehen oder unterdrückt werden könnte. Sie sieht dies als einen Kernaspekt sowohl der literarischen Schöpfung als auch der Psychoanalyse, wo der Akt des Stopps, um genau hinzuschauen, was offensichtlich erscheint, neue Möglichkeiten für das Verständnis eröffnen kann. Ihre neuesten Werke, Fotosíntesis und Linaje Caníbal, spiegeln diese Philosophie wider. Durch sie lädt sie die Leser ein, sich mit der Sprache nicht als einem festen System zu beschäftigen, sondern als einem dynamischen Raum, der in Frage gestellt, herausgefordert und transformiert werden kann.

Auf diese Weise, so argumentiert sie, wird das Schreiben mehr als eine Form des Ausdrucks, es wird zu einem Ort des politischen und intellektuellen Engagements.

2 Berichte

Perfil logoPerfilUnabhängigMitteFaktentreue 90Objektivität 80vor 11 Tagen
Alejandra Jalof: "Schreiben und Psychoanalyse haben eine große Übereinstimmung"

Alejandra Jalof, eine Schriftstellerin und Psychoanalytikerin, diskutiert die Parallelen zwischen Schreiben und Psychoanalyse in einem Interview mit +Perfil. Sie argumentiert, dass beide Bereiche herausfordernde Allgemeingänge in der Sprache, alltägliche Ausdrücke und geteilte Bedeutungen beinhalten, die Menschen für selbstverständlich halten. Jalof erklärt, dass die tägliche Kommunikation sich auf diese geteilten Verständnisse stützt, Literatur aber darauf abzielt, sie in Frage zu stellen. Sie betont, dass Schriftsteller oft nicht genau wissen, was sie schaffen wollen, aber erkennen können, was sie aus ihrer Arbeit ausschließen möchten. Dieser Ansatz spiegelt die Psychoanalyse wider, die versteckte Bedeutungen in der Sprache aufdecken will, die Individuen möglicherweise nicht bewusst erkennen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel konzentriert sich auf die literarische und psychologische Theorie, anstatt sich direkt mit politischen Fragen, Politik oder Zahlen zu befassen.

Warum Faktentreue (90): The article provides detailed and accurate reporting on Alejandra Jalof’s views on the relationship between writing and psychoanalysis. The statements made by Jalof are clearly attributed and align with the cross-source consensus on her perspectives.

Warum Objektivität (80): The article maintains a balanced tone throughout, presenting Jalof’s views without apparent bias. While it includes some interpretive commentary, it remains largely objective and avoids overtly emotional or biased language.

Página/12 logoPágina/12ParteinahProgressivFaktentreue 85Objektivität 75vor 11 Tagen
Wir benutzen Pipetten als Waffen und das Wort als einziges Schild

Die Überschrift "Usamos pipetas como armas y la palabra como único escudo" suggeriert eine metaphorische Diskussion über die Verwendung einfacher Werkzeuge wie Augentropfen (Pipette) als Waffen und Worte als einzige Verteidigung.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Die Metapher "Worte als einziges Schild" deutet auf eine Kritik an traditionellen Machtstrukturen hin und betont die Bedeutung von Rhetorik und Kommunikation im politischen Kampf, wobei sie sich an die linken Perspektiven orientiert, die Diskurs und ideologische Klarheit gegenüber brutaler Gewalt schätzen.

Warum Faktentreue (85): The article accurately quotes the statement 'Usamos pipetas como armas y la palabra como único escudo' as reported by Página/12. The content aligns with the cross-source consensus regarding the themes of using language as resistance. However, there is limited contextual information provided beyond t

Warum Objektivität (75): The article presents the quote neutrally but lacks broader context or explanation, which may leave readers with an incomplete understanding. It does not appear to favor any particular perspective, though it could have offered more background to maintain full neutrality.

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

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