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Martin Kohan: Wer zurückgelassen wurde, kann nicht aufhören, sich zu fragen, was passiert ist
AR🎭 Kulturvorgestern

Martin Kohan: Wer zurückgelassen wurde, kann nicht aufhören, sich zu fragen, was passiert ist

Der Schriftsteller Martín Kohan diskutiert seinen neuesten Roman "La separación", der Themen der Unsicherheit, Intimität und ruhigen Momente zwischen Menschen untersucht. Das Buch folgt einem Mann, der von Buenos Aires in eine kleine Stadt in Córdoba reist, um seinen kürzlich getrennten Bruder zu besuchen. Während eines Gesprächs in einem Café reflektiert Kohan über die Auswirkungen der modernen Technologie auf die Kommunikation, insbesondere den Übergang von Telefonanrufen zu digitalen Interaktionen. Er kritisiert die Ablenkung durch den ständigen Zugang zu Bildschirmen und stellt fest, wie dies die Aufmerksamkeitsspanne beeinflusst, insbesondere bei Studenten. Kohan erwähnt sein Buch "Hola? Un réquiem para el teléfono" als eine Reflexion über diese Trennung zwischen dem Wort und dem Ding und hebt hervor, wie sich Menschen jetzt mit Medien durch Geräte statt durch direkte Interaktion beschäftigen.

Martín Kohan, ein argentinischer Schriftsteller und Professor für Literaturtheorie an der Universität von Buenos Aires, sprach kürzlich über seinen neuesten Roman La separación, der Themen der Unsicherheit, Intimität und menschlichen Verbindung durch die Geschichte eines Mannes erforscht, der von Retiro nach La Paz, einer kleinen Stadt in Córdoba, reist, um seinen kürzlich getrennten Bruder zu besuchen.

Kohan beschrieb seine Erfahrung mit einem Mobiltelefon ohne Kamera oder Internet-Funktionen, im Wesentlichen ein Gerät zum Anrufen und SMSen. Er stellte fest, dass er solche Geräte zwar ansprechend findet, aber aufgrund ihrer Integration in andere Technologien zunehmend aus dem täglichen Leben fehlen. Diese Beobachtung führte ihn dazu, ¿Hola? Un réquiem para el teléfono zu schreiben, ein Buch, das die Dissonanz zwischen dem Wort "Telefon" und seiner aktuellen Form untersucht, einem multifunktionalen Gerät, das oft mehr als Fernseher als als Mittel der direkten Kommunikation dient.

Während des Interviews diskutierte Kohan, wie Studenten heute Fernseher in die Klassenzimmer bringen, ein Phänomen, das er auf die verschwommenen Linien zwischen verschiedenen Formen des Medienkonsums zurückführt. Er erzählte von einem Fall im öffentlichen Verkehr, bei dem jemand Inhalte mit erhöhter Lautstärke sah, was ihn dazu veranlasste, sie zu bitten, sie zu senken. Die Person zögerte, bevor sie erkannte, dass sie tatsächlich Fernsehen schaute, anstatt ein Telefon zu verwenden. Kohan betonte diese Unterscheidung und bemerkte, dass Studenten, die TikTok während des Unterrichts sehen, nicht nur ein Telefon verwenden, sondern sich mit dem Fernsehen beschäftigen, was ihre Fähigkeit, effektiv zu lernen, behindert.

Der Schriftsteller äußerte sich auch zu den Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen digitaler Geräte auf das Lesen und die Konzentration unter seinen Schülern. Er räumte zwar ein, dass seine Perspektive aufgrund seiner Rolle als Literaturlehrer voreingenommen sein könnte, aber er bemerkte, dass selbst diejenigen, die sich für das Literaturstudium entscheiden, oft mit Konzentration zu kämpfen haben. Er erklärte, dass das Übertragen eines Computers überall, der im Wesentlichen ein Telefon enthält, zu ständiger Ablenkung führen kann. Zuvor konnten die Menschen den Akt des Lesens von der Ablenkung trennen, aber jetzt erscheinen Benachrichtigungen, Vibrationen und Nachrichten auf demselben Bildschirm, was die nachhaltige Aufmerksamkeit extrem schwierig macht.

Kohan erläuterte, wie sich das Konzept eines "Telefons" über seine traditionelle Funktion hinaus entwickelt hat. Er wies darauf hin, wie gängige Phrasen wie "Gib mir das Telefon, damit ich ein Foto machen kann" diese Verschiebung widerspiegeln und Parallelen zu den Werken von Julio Cortázar ziehen. Darüber hinaus hob er hervor, wie Sprache das Verhalten prägt und zitierte Fälle, in denen Menschen virtuelle Treffen trotz fehlender physischer Anwesenheit als "Treffen" bezeichnen.

Seine Erkenntnisse unterstreichen die komplexe Beziehung zwischen Technologie und menschlicher Interaktion und deuten darauf hin, dass die Entwicklung von Geräten weiterhin sowohl persönliche als auch akademische Erfahrungen beeinflusst.

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Martin Kohan: Wer zurückgelassen wurde, kann nicht aufhören, sich zu fragen, was passiert ist

Der Schriftsteller Martín Kohan diskutiert seinen neuesten Roman "La separación", der Themen der Unsicherheit, Intimität und ruhigen Momente zwischen Menschen untersucht. Das Buch folgt einem Mann, der von Buenos Aires in eine kleine Stadt in Córdoba reist, um seinen kürzlich getrennten Bruder zu besuchen. Während eines Gesprächs in einem Café reflektiert Kohan über die Auswirkungen der modernen Technologie auf die Kommunikation, insbesondere den Übergang von Telefonanrufen zu digitalen Interaktionen. Er kritisiert die Ablenkung durch den ständigen Zugang zu Bildschirmen und stellt fest, wie dies die Aufmerksamkeitsspanne beeinflusst, insbesondere bei Studenten. Kohan erwähnt sein Buch "Hola? Un réquiem para el teléfono" als eine Reflexion über diese Trennung zwischen dem Wort und dem Ding und hebt hervor, wie sich Menschen jetzt mit Medien durch Geräte statt durch direkte Interaktion beschäftigen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel konzentriert sich auf kulturelle Kommentare und literarische Diskussionen, ohne eine politische Haltung einzunehmen.

Warum Faktentreue (85): The article provides a detailed account of an interview with Martín Kohan, discussing his latest novel 'La separación' and his views on technology and literature. It accurately reflects his statements and the themes of his work as presented during the interview. The content aligns with typical repor

Warum Objektivität (80): The tone is respectful and informative, focusing on Kohan's thoughts and insights. While there is some subjective interpretation of his ideas, the article maintains a neutral stance and avoids overtly emotional or biased language. The narrative style is engaging but remains focused on presenting inf

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

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