ON
← Zurück zum Feed
ABZ*Austria-Chefin Vollmann: "Wir haben keine faire Aufteilung der unbezahlten Arbeit"
Austria🏛️ PolitikProgressivvor 8 Tagen

ABZ*Austria-Chefin Vollmann: "Wir haben keine faire Aufteilung der unbezahlten Arbeit"

In einem Interview mit dem CEO-Podcast von STANDARD diskutiert Manuela Vollmann, CEO von ABZ*AUSTRIA, die anhaltenden Herausforderungen, mit denen Frauen bei der Vereinbarkeit von Familienleben und Karriere konfrontiert sind. Sie betont, dass unbezahlte Arbeit immer noch überproportional zwischen Männern und Frauen verteilt ist, wobei Väter im Vergleich zu Müttern deutlich weniger Freizeit in Anspruch nehmen. Vollmann argumentiert, dass zwar Verbesserungen erzielt wurden, wie zum Beispiel mehr Frauen in Führungspositionen und ein größeres Bewusstsein für die Gleichstellung der Geschlechter, aber strukturelle Veränderungen erforderlich sind. Sie schlägt vor, Elternurlaubsrichtlinien mit flexiblen Arbeitsmaßnahmen der Pandemie zu kombinieren, um ein gerechteres System zu schaffen. Vollmann kritisiert die jüngsten Kommentare der Familienministerin Claudia Bauer, die den Menschen geraten hat, sich bei der Erwägung der Elternschaft eher auf Intuition als auf sorgfältige Planung zu verlassen, und bezeichnet diesen Ansatz als beunruhigend.

Manuela Vollmann, Leiterin von ABZAustria, kritisierte den aktuellen Zustand der Gleichstellung der Geschlechter auf dem österreichischen Arbeitsmarkt und betonte die fehlende gerechte Verteilung der unbezahlten Arbeit zwischen Männern und Frauen. In einem Podcast-Interview mit Der Standard betonte sie, dass trotz der Bemühungen der letzten drei Jahrzehnte das Gleichgewicht zwischen Familienleben und beruflicher Karriere immer noch eine schwere Belastung für Frauen darstellt. Sie wies darauf hin, dass Väter im Vergleich zu Müttern weiterhin deutlich weniger und kürzere Elternzeiträume in Anspruch nehmen, was darauf hindeutet, dass die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen nicht vollständig umgesetzt werden.

Vollmann schlug vor, das Elternurlaubsgesetz mit den Lehren aus den von der Pandemie ausgelösten Kurzarbeitsarrangements zu kombinieren. Dies würde es Familien ermöglichen, ihre Arbeitszeit bis zum vierten oder fünften Geburtstag ihres Kindes zu reduzieren und Anreize für eine bessere Arbeitsteilung zwischen den Eltern zu schaffen. Die Regierung könnte den Einkommensverlust teilweise kompensieren und sicherstellen, dass Familien rund 90 Prozent ihres bisherigen Einkommens behalten.

Während die Balance zwischen Familie und Karriere zu Diskussionsthemen geworden ist, bleiben strukturelle Fragen wie unzureichende Kinderbetreuungsanlagen ungelöst. Die Debatte um Österreichs Familienpolitik intensivierte sich, nachdem die Äußerungen des Bundeskanzlers Christian Stocker öffentliche Empörung ausgelöst hatten.

Trotz der hohen öffentlichen Ausgaben für Familienleistungen zählt Österreich in OECD-Vergleichen zu den Spitzenländern, doch haben diese Maßnahmen nicht zu höheren Geburtenraten geführt. Nur 16 Prozent der Väter nehmen Elternurlaub in Anspruch, und fast die Hälfte aller Frauen arbeitet aufgrund von Pflegepflichten in Teilzeit. Das Fehlen einer weit verbreiteten Infrastruktur für Kinderbetreuung, insbesondere in ländlichen Gebieten, verschärft diese Herausforderungen. Kritiker argumentieren, dass Österreichs konservativer Ansatz in der Familienpolitik die traditionellen Rollenverteilungen verstärkt und zu niedrigeren Löhnen und Renten für Frauen beiträgt.

Experten schlagen vor, den Fokus auf die Verbesserung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung zu lenken, anstatt sich ausschließlich auf finanzielle Anreize zu verlassen, die unbeabsichtigt veraltete Geschlechternormen unterstützen können.

Die derzeitige Diskussion unterstreicht die Komplexität der Verwirklichung einer echten Gleichstellung der Geschlechter in Österreich, die vielseitige Strategien erfordert, die sowohl strukturelle Ungleichheiten als auch die kulturelle Wahrnehmung familiärer Verantwortlichkeiten angehen.

5 Berichte

Der Standard logoDer StandardUnabhängigProgressivFaktentreue 90Objektivität 85vor 10 Tagen
ABZ*Austria-Chefin Vollmann: "Wir haben keine faire Aufteilung der unbezahlten Arbeit"

In einem Interview mit dem CEO-Podcast von STANDARD diskutiert Manuela Vollmann, CEO von ABZ*AUSTRIA, die anhaltenden Herausforderungen, mit denen Frauen bei der Vereinbarkeit von Familienleben und Karriere konfrontiert sind. Sie betont, dass unbezahlte Arbeit immer noch überproportional zwischen Männern und Frauen verteilt ist, wobei Väter im Vergleich zu Müttern deutlich weniger Freizeit in Anspruch nehmen. Vollmann argumentiert, dass zwar Verbesserungen erzielt wurden, wie zum Beispiel mehr Frauen in Führungspositionen und ein größeres Bewusstsein für die Gleichstellung der Geschlechter, aber strukturelle Veränderungen erforderlich sind. Sie schlägt vor, Elternurlaubsrichtlinien mit flexiblen Arbeitsmaßnahmen der Pandemie zu kombinieren, um ein gerechteres System zu schaffen. Vollmann kritisiert die jüngsten Kommentare der Familienministerin Claudia Bauer, die den Menschen geraten hat, sich bei der Erwägung der Elternschaft eher auf Intuition als auf sorgfältige Planung zu verlassen, und bezeichnet diesen Ansatz als beunruhigend.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert die Frage der Ungleichheit der Geschlechter als ein systematisches Problem, das strukturelle Veränderungen erfordert, und betont die Notwendigkeit politischer Interventionen.

Warum Faktentreue (90): The article provides accurate data on family benefits in Austria compared to OECD countries and discusses the historical development of these policies. The claim about birth rates aligns with the cross-source consensus.

Warum Objektivität (85): The article maintains a balanced tone but includes a slight critique of conservative policies not achieving their goals, which introduces a mild ideological tilt.

Der Standard logoDer StandardUnabhängigProgressivFaktentreue 85Objektivität 70vor 10 Tagen
Wie Stocker Unsinn redete – aber trotzdem auch recht hatte

Der Artikel kritisiert die Äußerungen des österreichischen Bundeskanzlers Christian Stocker während einer Sommerreise, in der er behauptete, dass Kinderbetreuung keine Arbeit sei. Der Autor erkennt zwar an, dass seine Aussage unlogisch und möglicherweise abweisend gegenüber der beteiligten Arbeit war, stellt jedoch fest, dass Stockers Absicht gewesen sein könnte, den emotionalen Aspekt der Erziehung und Erziehung zu betonen, anstatt eine finanzielle Entschädigung.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt Stockers Bemerkungen als fehlgeleitet und lehnt die in der Kinderbetreuung erforderlichen Anstrengungen ab, was mit linksgerichteten Perspektiven übereinstimmt, die die Anerkennung von Hausarbeit schätzen. Die Kritik betont die Notwendigkeit staatlicher Unterstützung und Gleichstellung der Geschlechter und deutet auf eine linksgerichtete Haltung hin.

Warum Faktentreue (85): This article provides accurate reporting on the Chancellor’s remarks and includes relevant statistics from previous sources, such as the ÖAW study on parental leave. The author acknowledges the controversy but does not invent new information. The reference to the prepared nature of the events and th

Warum Objektivität (70): While the article avoids overtly biased language, it still presents a somewhat critical view of the Chancellor’s actions, calling his behavior ‘unprofessional’ and noting that even his own party did not strongly defend him. This suggests a subtle bias, though it remains more balanced compared to the

Der Standard logoDer StandardUnabhängigMitteFaktentreue 80Objektivität 85vor 11 Tagen
Herdprämie oder Kinderbetreuungsplätze? Österreich muss sich entscheiden

Österreich gibt im Vergleich zu anderen OECD-Ländern viel für Familienleistungen aus, einschließlich Barzahlungen wie Kindergeld, Kinderbetreuungsleistungen und Steuervergünstigungen wie der Family Bonus Plus. Dieser vielschichtige Ansatz hat sich historisch durch soziale Partnerschaften mit verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Interessen entwickelt. Trotz dieser Bemühungen liegt die Geburtenrate Österreichs bei einem historischen Tief von 1,3 Kindern pro Frau, und der umfassende Zugang zur Kinderbetreuung fehlt immer noch, insbesondere in ländlichen Gebieten. Viele Frauen arbeiten aufgrund der Pflegeverantwortung in Teilzeit, und nur 16% der Väter nehmen Elternurlaub. Der Autor kritisiert das derzeitige System, weil es diese Probleme nicht effektiv angeht, und schlägt vor, mehr vorausschauende Politiken zu verfolgen, die von skandinavischen Modellen inspiriert sind, um die Beteiligung der Väter zu erhöhen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt eine ausgewogene Kritik an der österreichischen Familienpolitik dar und hebt sowohl die hohen Ausgaben als auch das Fehlen gewünschter Ergebnisse wie erhöhte Geburtenraten und besserer Zugang zur Kinderbetreuung hervor.

Warum Faktentreue (80): The article states that women work 40 hours per week on unpaid tasks, which is a generalization supported by broader discussions in the other articles. While specific data sources aren't cited, this figure is consistent with the overall theme.

Warum Objektivität (85): The article remains neutral in tone, presenting the statistic without additional commentary or bias.

Der Standard logoDer StandardUnabhängigProgressivFaktentreue 78Objektivität 65vor 8 Tagen
Wie konservativ ist Österreichs Familienpolitik?

In dem Artikel wird der konservative Charakter der österreichischen Familienpolitik diskutiert, der sich auf Geschlechterrollen und elterliche Verantwortlichkeiten konzentriert. Es wird die Kritik an der Aussage von Kanzler Christian Stocker hervorgehoben, dass Kinderbetreuung keine Arbeit ist, was öffentliche Empörung auslöste.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel bezeichnet die österreichische Familienpolitik als übermäßig konservativ und veränderungswiderstandsfähig und betont die anhaltende Ungleichheit der Geschlechter und die traditionellen Rollen.

Warum Faktentreue (78): The article presents factual data from the Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) and Statistik Austria regarding parental leave and childcare benefits, which aligns with cross-source consensus. It accurately reports the public reaction to the Chancellor’s comments and contextualizes them

Warum Objektivität (65): The article uses emotionally charged language like 'ewiggestrige Politik' (perpetually outdated policy) and frames the debate through a critical lens toward the government. While it attempts to present both sides, the overall tone leans toward criticism of the current administration, suggesting a la

Kurier logoKurierParteinahMitteFaktentreue 75Objektivität 60vor 12 Tagen
Jogger gegen Kinderwagen: So schnell wie ein Einjähriger

Der Artikel erzählt von einer persönlichen Erfahrung eines Joggers in Graz, der einem Kollegen begegnet, der einen Kinderwagen schiebt, während er am Mur läuft. Zunächst überrascht von der Geschwindigkeit des Kollegen, erfährt der Jogger später, dass der Kollege sein einjähriges Kind während seines zweimonatigen Elternurlaubs mit zum Spazierengehen nimmt. Sie laufen mehrere Kilometer zusammen, was zu einem freundlichen Gespräch führt. Der Kollege nimmt ein Foto von ihnen und sendet es an einen anderen Kollegen mit einem humorvollen Kommentar über die Bereitstellung von Kinderbetreuung und Altenbetreuung auf einmal. Der Jogger findet dies lustig und erkennt die Unterstützung des Kollegen an, obwohl er den Jogger in der Vergangenheit während der Läufe zurückgelassen hatte.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel ist eine persönliche Anekdote, die sich auf eine zufällige Jogging-Begegnung konzentriert und keine politisch aufgeladenen Themen beinhaltet.

Warum Faktentreue (75): The article describes a personal experience of a jogger encountering a colleague pushing a stroller in Graz. It provides specific details like the population of Graz, the jogger's familiarity with the city, and the shared run. While these details are plausible and consistent with general knowledge a

Warum Objektivität (60): The tone is somewhat subjective, as it presents the author's personal perspective and emotions, such as frustration at being overtaken and later amusement at the colleague's comment. There is some editorializing in the interpretation of the colleague's message, suggesting a level of bias toward the

Wie jede Seite berichtete

Dasselbe Ereignis, gruppiert nach der politischen Ausrichtung der berichtenden Medien.

Wie jede Seite berichtete

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Weltweite Berichterstattung

Dasselbe Ereignis, wie es in anderen Ländern berichtet wurde.

Weltweite Berichterstattung

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Faktencheck

Zentrale faktische Aussagen und wie viele Quellen sie bestätigen bzw. bestreiten.

Faktencheck

Unterstütze unabhängige, biasbewusste Nachrichten und schalte den Social-Puls, das Community-Voting und alle weiteren Unterstützer-Funktionen frei.

Unterstützer werden

Halte die Nachrichten ehrlich.

ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.

Unterstützer werden

Ähnliche Themen