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AustriaCulture2 days ago

Why a drink from St. Pölten is suddenly everywhere in Vienna's trendy bars

The article discusses the rise in popularity of Ippai Lemon Sour, a canned alcoholic drink inspired by Japanese Sours, in Vienna's trendy bars. The drink was developed by Marcel Buchberger, who learned about the Japanese getränk culture during his time in Japan, and two other entrepreneurs. It combines shochu, lemon juice, soda water, sugar, and salt, and has become a staple in hipster venues across the city.

Essen & Trinken

Warum ein Getränk aus St. Pölten plötzlich überall in Wiens angesagten Bars steht

Silberne Dosen, japanischer Look: Das alkoholische Getränk ist in den Hipster-Buden und -Lokalen der Stadt omnipräsent. Wie kam es dazu?

Kevin Recher

"Ich bin zurück nach Wien gekommen und wir sind im Gastgarten gesessen. Ich habe die Getränkekarte aufgemacht und es gab wieder nur Bier und Spritzer", erzählt Marcel Buchberger. "Ich war es schon gewohnt, japanische Sours zu trinken, und habe das vermisst."

Buchberger verbrachte viele Monate in Japan und lernte in dieser Zeit eine Getränkekultur kennen, die in Österreich kaum vertreten war: sogenannte Sours. Dabei handelt es sich um ein erfrischendes, leicht alkoholisches Mischgetränk. Besonders der Lemon Sour gehört in Japan zum Alltag. Es besteht aus der japanischen Spirituose Shochu, Zitronensaft und Sodawasser, ergänzt durch etwas Zucker und Salz. Ausgeschenkt wird es häufig in Izakayas, also japanischen Bars, meist zum Essen. Gleichzeitig ist Lemon Sour auch als fertiges Dosengetränk in ganz Japan erhältlich – und seit einigen Monaten eben auch in Wien.

Ippai Lemon Sour: Die Dose schaut aus wie aus Japan importiert, sie kommt aber aus St. Pölten

Buchberger hat sich mit Andreas Ebner und Hannes Weiß zusammengetan und zwei Jahre an der Entwicklung einer österreichischen Version des Lemon Sour gearbeitet. Herausgekommen ist das Ippai Lemon Sour benamste Getränk in der silber-blauen Dose. "Wir hatten keine professionelle Rezeptur und keinen Rezeptentwickler. Wir haben versucht, Hersteller zu finden, die uns helfen können", sagt Ebner. Die Entwicklung sei komplex gewesen, weil die drei Gründer eine europäische Version schaffen wollten, die sich möglichst nah an der japanischen Trinkkultur orientiert. "Unsere Vision war, einen Lemon Sour zu kreieren, das so schmeckt wie in einer Izakaya", sagt Buchberger.

Schwierige Branche mit großer Verdrängung

Produziert wird das Getränk überwiegend in Österreich. Der Shochu stammt aus Japan, die Zitronen aus Sizilien, abgefüllt wird derzeit in St. Pölten. Der Sitz der Neo-Getränkefirma befindet sich im fünften Bezirk in Wien. "Die Getränkeindustrie ist eine extrem schwierige Branche. Es ist ein Markt mit sehr großer Verdrängung und großen Unternehmen", sagt Buchberger über die Herausforderungen als Neueinsteiger.

Während viele Produkte mit Süßungsmitteln, Aromen und Konservierungsstoffen arbeiten würden, setzt man bei Lemon Sour nach eigenen Angaben auf wenig Zucker und verzichtet auf Süßungsmittel und Konservierungsstoffe. Das Getränk sei zudem histaminfrei. Der Alkoholgehalt liegt bei fünf Prozent.

Damit soll Lemon Sour bewusst nicht in der klassischen Cocktail- oder Longdrink-Kategorie landen. Die Gründer sehen das Getränk vielmehr als Alternative zu österreichischen Klassikern: "Wir wollen eine Alternative zu Bier und Spritzer schaffen", sagt Buchberger. "Es soll etwas sein, das man untertags leicht trinken kann und am Abend auch über längere Zeit."

Das Gründer-Team von Lemon Sour hat zwei Jahre an der Entwicklung des Getränks gearbeitet.

Diese Positionierung passt zu einem internationalen Trend, der in den vergangenen Jahren immer stärker geworden ist: Mindful Drinking. Gemeint ist damit ein bewussterer Umgang mit Alkohol – also weniger Konsum von Alkohol generell und mehr Bewusstsein dafür, was tatsächlich getrunken wird. Zwar trinken vor allem jüngere Generationen laut verschiedenen Studien immer weniger Alkohol, statt eines völligen Verzichts versuchen viele aber, ihren Konsum anders zu gestalten.

"Wir haben das eigentlich auch ein bisschen für uns selbst geschaffen", sagt Buchberger. "Wir haben alle immer gern getrunken, aber irgendwann schaut man mehr darauf, was man zu sich nimmt, weil man Alkohol immer schlechter verträgt."

Getränk für den Ü35-Kater

Gerade eine Zielgruppe jenseits der klassischen Partyjahre scheint auf Lemon Sour anzusprechen. Die Nachfrage komme nicht nur von jüngeren Konsumenten, sondern auch von Menschen, die nach Jahren mit Bier, Wein oder Spritzer nach Alternativen suchen. "Wir haben zuerst viel darüber nachgedacht, welche Zielgruppe wir ansprechen. Aber von Gen Z bis 50 plus trinken es alle Leute", sagen die drei.

Es sei ein Getränk für Leute Ü35, scherzt man. Denn der Lemon Sour soll verträglicher sein als der Alkohol in Bier und Wein. Klar, einen Kater gibt es auch mit dem Hipster-Getränk, dieser soll aber, so die Rückmeldungen, weniger schlimm sein. " Wir hören sehr oft, dass Leute sagen, dass es sich anders anfühlt."

Die Nachfrage sei schneller gestiegen als erwartet. Ursprünglich planten die Gründer mit deutlich kleineren Mengen. "Wir hatten in unserem Plan 30.000 Dosen vorgesehen. Dann haben wir 75.000 Dosen abgefüllt und müssen schon wieder produzieren", erzählen sie. Wie kommt es also, dass das Getränk innerhalb weniger Monate auf Partys und in angesagten Lokalen der Stadt auftaucht?

Nicht nebensächlich dürfte das Netzwer…

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Der StandardIndependentCenter2 days ago
Why a drink from St. Pölten is suddenly everywhere in Vienna's trendy bars

The article discusses the rise in popularity of Ippai Lemon Sour, a canned alcoholic drink inspired by Japanese Sours, in Vienna's trendy bars. The drink was developed by Marcel Buchberger, who learned about the Japanese getränk culture during his time in Japan, and two other entrepreneurs. It combines shochu, lemon juice, soda water, sugar, and salt, and has become a staple in hipster venues across the city.

Bias read (Center): The article provides a neutral overview of the development and growing popularity of a specific beverage without taking a stance or showing bias toward any political ideology. It focuses on cultural trends and entrepreneurship rather than political issues.