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GermanyBusiness6 days ago

Negotiations in the Iran War: Just another airline number or not?

The article discusses ongoing negotiations between the United States and Iran regarding the Iran conflict, noting that previous announcements of imminent agreements have often turned out to be empty promises. However, this time there may be more substance behind the talks.

Es gibt in Amerika ein schönes Wort,

um ein Ereignis zu beschreiben, um das zunächst viel Aufhebens gemacht wird,

das sich dann aber als nichtig und unbedeutend herausstellt. Das Wort ist

» nothingburger «. Ein Burger aus Nichts.

Donald Trump versorgt die Welt seit

dem 8. April – seit dem Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und Iran –

mit einem nothingburger nach dem anderen. Die Nachricht ist immer dieselbe:

Ein »Deal« mit dem Iran steht unmittelbar bevor! Meist zeigt sich schon nach

wenigen Stunden, dass das nicht stimmt.

Seit Donnerstag und Freitag dieser

Woche befindet sich die Welt im jüngsten Nothingburger-Zyklus. Oder dieses Mal

vielleicht nicht? Gibt es nun wirklich eine Einigung?

Am Donnerstag drohte Trump zunächst

auf seiner Plattform Truth Social, die USA würden den Iran noch in der Nacht

»sehr hart treffen« und in der »nicht allzu weit entfernten Zukunft« die

iranische Öl- und Gas-Industrie unter Kontrolle nehmen – inklusive der Insel Charg im Persischen Golf. Wenig später schrieb er, er habe die »Schläge« wieder

»abgesagt«, denn »alle Seiten« hätten »finalen Punkten« eines möglichen

Abkommens zugestimmt. Wieder etwas später sagte er bei einer digitalen

Wahlkampfveranstaltung: »Ich weiß nicht, ob sie es schon gehört haben, aber wir

haben heute den Krieg mit dem Iran beendet.« Der Iran habe zugestimmt, auf

Atomwaffen zu verzichten. Am Donnerstagabend amerikanischer Zeit meldeten dann

verschiedene US-Medien unter Berufung auf »Quellen« oder »Diplomaten«, beide

Seiten hätten einem »Interimsabkommen« zugestimmt.

Der Journalist Barak Ravid,

der für das US-Nachrichtenportal Axios arbeitet und in den vergangenen Wochen

schon mehrfach vermeintlich kurz bevorstehende Abkommen verkündet hatte (die es

dann nicht gab), schrieb dieses Mal sogar, vier US-Transportflugzeuge seien auf

dem Weg nach Europa, um die Reise von Vizepräsident JD Vance zu einer

Unterzeichnungszeremonie in Genf vorzubereiten.

Jetzt sprang das Kopfkino an

Bei vielen Europäern sprang spätestens

jetzt das Kopfkino an. Auch bei den Diplomaten, die gerade dabei sind, den G7-Gipfel Anfang nächster Woche im französischen Evian

vorzubereiten, zu dem auch Donald Trump erwartet wird. Am Sonntag, so stellte man es sich vor, feiert Donald Trump

seinen 80. Geburtstag. Auf dem Rasen vor dem Weißen Haus findet aus diesem

Anlass ein UFC-Kampf statt. Während Trump also (gleich neben der gigantischen

Baugrube für seinen Ballroom) den Kampf im Kreise seiner Anhänger genießt,

unterzeichnet Vance in Genf ein Memorandum of Understanding , ein Vorabkommen

mit dem Iran. Dann fliegt Trump nach Evian und lässt sich von den anderen

G7-Ländern – darunter Deutschland und Kanada, mit denen es zuletzt knirschte –

als Friedensfürst feiern.

Doch bevor die Fantasie allzu weit gedeihen konnte, wiesen iranische Offizielle erst einmal die Berichte zurück, sobald sie am Freitag mit den Meldungen und

Posts vom amerikanischen Vorabend aufwachten. Der Sprecher des iranischen

Außenministeriums sagte, es handele sich lediglich »um Spekulationen«. Die den

Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars schrieb, die Berichte

seien »vollständig falsch«. Und am Freitagnachmittag europäischer Zeit

wechselte auch Trump selbst wieder den Ton: »Sehr unehrenhafte Leute« seien die

Iraner, schrieb er. Mit solchen Leuten könne man nicht verhandeln. Er schloss

noch eine halbe Drohung an: » They have to get their act together, and FAST! «

Read the full article at Die Zeit

2 reports

Süddeutsche ZeitungIndependent🔒Center6 days ago
What does the Iran-US agreement mean?

The article discusses the agreement between Iran and the United States, focusing on its implications and significance.

Bias read (Center): The article appears to provide an objective overview of the agreement without overtly favoring either side. It does not exhibit clear signs of loaded language, one-sided sourcing, or editorializing that would indicate a particular ideological leaning.

Die ZeitIndependentCenter9 days ago
Negotiations in the Iran War: Just another airline number or not?

The article discusses ongoing negotiations between the United States and Iran regarding the Iran conflict, noting that previous announcements of imminent agreements have often turned out to be empty promises. However, this time there may be more substance behind the talks.

Bias read (Center): The article presents a neutral observation about past negotiations and suggests that this time there might be more substance, without taking a clear stance or using biased language.