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GermanySports5 days ago

Dealing with the far-right party: the last interior ministers' conference without AfD?

The article discusses concerns among German interior ministers regarding the potential rise of the far-right Alternative für Deutschland (AfD) party in the state elections in Saxony-Anhalt and Mecklenburg-West Pomerania. The ministers warn of serious security risks if the AfD were to gain power, including access to sensitive information and the possibility of an 'internal coup.' The upcoming Interior Ministers' Conference (IMK) in Hamburg could be the last without AfD participation, highlighting the growing political tension around the party's influence.

Heikles Thema auf der Innenministerkonferenz: Wie umgehen mit der AfD, sollte sie in Sachsen-Anhalt regieren? Das würde zu mehreren Problemen führen.

Schafft Ulrich Siegmund es, eine AfD-Regierung zu bilden? Das Szenario besorgt die In­nen­mi­nis­te­r*in­nen

Ronny Hartmann/dpa

Die Warnungen waren drastisch. Vor einem „Staatsstreich“ warnte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) , sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt regieren. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) appellierte, man müsse sich auf den Eintritt „des Worst-Case-Szenarios “ vorbereiten. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (auch CDU) erklärte, wenn eine rechtsextreme Partei Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen habe, sei das „eine konkrete Gefahr“.

Ab Mittwoch werden die In­nen­mi­nis­te­r*in­nen nun konkret über diese Gefahr reden: auf der Innenministerkonferenz (IMK), die halbjährlich tagt, diesmal in Hamburg. Und sie die letzte IMK ohne AfD-Beteiligung werden könnte.

Denn in Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht die AfD in der Nähe einer absoluten Mehrheit, auch in Mecklenburg-Vorpommern ist sie stark. Noch ist der Wahlausgang offen, aber die Lage ist ernst: Erstmals seit 1945 könnte eine rechtsextreme Partei wieder in einem Bundesland reagieren – und damit auch einen Innenminister stellen. Was beim Thema Sicherheit einschneidende Folgen hätte .

Nun, direkt vor der IMK, geben sich die Innenminister und Innenministerinnen zu dieser Frage bedeckt. Zu groß ist die Sorge, mit der Debatte der AfD voreilig Erfolge zuzusprechen. Einige der Minister kritisieren, dieser Schaden sei mit der Debatte zuletzt bereits entstanden.

Stärkung des Bundesamts für Verfassungsschutz?

Auch der IMK-Gastgeber, Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), äußert sich zur AfD-Frage nicht. Man wolle möglichen Beratungen nicht vorgreifen, erklärt sein Sprecher. Tamara Zieschang (CDU), Innenministerin in Sachsen-Anhalt, und Christian Pegel (SPD), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, für die sich die Frage am drängendsten stellt, schweigen ebenso. An „Spekulationen“ beteilige man sich nicht, heißt es aus ihren Häusern.

Tatsächlich ist das Thema AfD auch kein eigener Punkt auf der Tagesordnung der IMK. Am Kamin, den vertraulichen Gesprächen der Minister ohne Entourage, ist das Thema aber unumgänglich. Denn eine AfD-Regierung und ein AfD-Innenminister hätten gleich mehrere einschneidende Folgen für die Sicherheitsarchitektur.

So kündigt die AfD bereits seit Langem an, in diesem Fall das Landesamt für Verfassungsschutz umzukrempeln und die Spitze auszutauschen. Die Partei schmäht den Dienst als neue Stasi und „Regierungsschutz“ – weil er die Partei unter Beobachtung nahm und in Sachsen-Anhalt schon Ende 2023 als gesichert rechtsextrem einstufte .

In der Innenministerkonferenz gibt es nach taz-Informationen nun eine Beschlussvorlage, wonach die „Zentralstellenfunktion“ des Bundesamts für Verfassungsschutz gestärkt werden soll – vorgelegt aus Mecklenburg-Vorpommern. Das soll vor allem der gebündelten Auswertung von Daten dienen. Es böte aber auch die Option, dass das Bundesamt bei einem AfD-Ernstfall in Sachsen-Anhalt eingreifen könnte. Wie genau, auch dazu äußert sich niemand der Beteiligten. Denkbar wäre, dass das Bundesamt dann etwa Personal oder Daten, die sich mit der AfD oder Rechtsextremismus beschäftigen, an sich zieht.

Nächstes Problem: Ein AfD-Innenminister hätte auch Zugriff auf sicherheitsrelevante Daten – auch über Erkenntnisse des Verfassungsschutzes über die AfD selbst. Diese Daten lassen sich nicht einfach aus den verzahnten Informationssystemen des Verfassungsschutzverbunds und der Polizei auskoppeln. Eine Überlegung hier: künftig mehr Sperrvermerke für heikle Informationen, die dann nicht mehr für alle einsehbar wären.

Auch BKA-Chef Holger Münch erklärte bereits, im Ernstfall müsse man „ darüber nachdenken, wie offen wir dann mit Informationen im Verbund umgehen können “. Das birgt aber auch Probleme: Blieben beispielsweise Hinweise auf konkrete Bedrohungslagen in Sachsen-Anhalt hängen und es käme etwa zu einem Anschlag, wäre das fatal.

Was ist mit dem Einstimmigkeitsprinzip?

Ein AfD-Innenminister könnte auch die Innenministerkonferenz selbst blockieren – gilt dort doch bisher das Prinzip, alle Beschlüsse einstimmig zu fassen. Eine Überlegung hier: Das Einstimmigkeitsprinzip würde – im Falle eines AfD-Innenministers – aufgehoben. Formal festgeschrieben ist das Prinzip tatsächlich nicht. Auch deuteten mehrere In­nen­mi­nis­te­r*in­nen bereits an, mit einem AfD-Minister nur auf der nötigsten Ebene zusammenarbeiten zu wollen.

Die wiederholte Forderung nach einem AfD-Verbot dürfte dagegen keine große Rolle auf der IMK spielen – zu tief ist die Verunsicherung nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln im Februar, die bundesweite Einstufung der AfD als gesichert rechtsextrem vorerst nicht umzusetzen . Zumindest ob und wie aber mit AfD-Mitgliedern in Verwaltung oder Polizei umgegangen wird, dürfte…

Read the full article at taz – die tageszeitung
Source document: Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD)

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taz – die tageszeitungIndependentCenter5 days ago
Dealing with the far-right party: the last interior ministers' conference without AfD?

The article discusses concerns among German interior ministers regarding the potential rise of the far-right Alternative für Deutschland (AfD) party in the state elections in Saxony-Anhalt and Mecklenburg-West Pomerania. The ministers warn of serious security risks if the AfD were to gain power, including access to sensitive information and the possibility of an 'internal coup.' The upcoming Interior Ministers' Conference (IMK) in Hamburg could be the last without AfD participation, highlighting the growing political tension around the party's influence.

Bias read (Center): The article presents warnings from various interior ministers across different political parties (SPD, CDU) regarding the potential consequences of the AfD gaining power. It does not take a clear ideological stance but reports on the concerns raised by officials from multiple parties. The framing is

Official sources cited

  • government Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD)
  • government Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU)
  • government Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU)

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  • governmentThüringens Innenminister Georg Maier (SPD)
  • governmentHessens Innenminister Roman Poseck (CDU)
  • governmentBrandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU)