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AustriaMedicine2 days ago

Ukrainian hackers disable the Russian army's Groza combat app

Ukrainische Hacker haben Zugang zum russischen Gefechtsleitsystem 'Groza' erlangt und manipulieren die App mit ukrainischen Flaggen, unzüchtigen Zeichnungen und Spam. Die OSINT-Community 'Where is Russia Today' bestätigte den Hack und veröffentlichte Screenshots sowie weitere Materialien zu dem System.

Cargo 200

Ukrainische Hacker legen die Gefechts-App Groza der russischen Armee lahm

Statt Zieldaten für Drohnen und Artillerie gibt es ukrainische Flaggen, hingekritzelte Penisse und seitenweise Spam

Peter Zellinger

Ein russischer Soldat fliegt eine Drohne. Die Zieldaten sollten von einer Software kommen, die aber nun von ukrainischen Hackern kontrolliert wird.

Hacker haben sich Zugang zum russischen Gefechtsleitsystem "Glaz/Groza" verschafft und dessen Daten erbeutet. Die OSINT-Community "Where is Russia Today" machte zuerst auf den Hack aufmerksam, Mitglieder der Gruppe aus Osteuropa haben als erstes Screenshots veröffentlicht, in denen zu erkennen ist, wie eine ukrainische Flagge über die Front gelegt wurde. Daneben sieht man ein gekritzeltes männliches Geschlechtsorgan und die Aufschrift "Groza 200". "Cargo 200" bedeutet im russischen Militärjargon so viel wie "im Einsatz getötet". Es soll also angedeutet werden, dass Groza nicht mehr einsatzbereit ist.

Die Community berichtet, dass sie Anleitungen, Videos, Patente und weiteres Material zu diesem System erhalten habe. Die Gruppe hat diese Daten in einem Proton-Ordner veröffentlicht.

Eine wichtige Schlachtfeld-App

Für Russland sind das keine guten Nachrichten: Groza ist die wichtigste App zum Gefechtsmanagement, oder C2 für Command and Control. Auf einer digitalen Karte werden die eigenen und feindlichen Positionen in Echtzeit dargestellt. Wenn ein Drohnen-Operateur über die Softwareschnittstelle Glaz ein Ziel markiert, erscheinen die Koordinaten direkt in Groza.

Das System kann auch ballistische Flugbahnen berechnen und die Informationen an die verbundenen Artillerieeinheiten weitergeben. Unterstützt wird das System durch ZOV Maps, eine russische Kartensoftware, die zivile Navigations-Apps wie AlpineQuest ersetzt hat. Die russische Armee griff zu Beginn des Krieges aus Mangel an Alternativen auf zivile Apps zurück. Offenbar ist es den Hackern nun gelungen, die Karte unbrauchbar zu machen und zu verunstalten – ein sogenanntes Defacement.

Schwachstellen im System

Eine unabhängige Bestätigung liegt noch nicht vor, aber das Fachmedium Militarnyi berichtet von Schwachstellen im Glaz/Groza-System. Es wurde maßgeblich von zivilen Entwicklern programmiert, um die akuten Probleme der Truppe an der Front zu lösen. Das Patent liegt bei der russischen Firma Media Effect, wie aus den veröffentlichten Daten hervorgeht.

Verteilung und Support laufen größtenteils über den Messenger Telegram. Administratoren teilen in geschlossenen Gruppen APK-Dateien, also die App-Installationspakete für Android, für neue Versionen und leisten dort technischen Support für die Soldaten. Das ist natürlich einer der offensichtlichsten Angriffspunkte für ukrainische Hacker.

Panik im Chat

Als Beleg für den Hack wurden Chatprotokolle von russischen Soldaten vorgelegt. Nutzer beschweren sich auf den Screenshots: "Es taucht immer wieder auf" und "Ich kann es nicht löschen". Darauf bestätigen weitere Nutzer "Derselbe Mist" oder "Bei allen das Gleiche". Auf einem der Dokumente ist zu sehen, dass der interne Chat der App mit wirren Buchstabenkombinationen geflutet und dadurch unbrauchbar gemacht wurde. Ein Admin meldete sich zu Wort und bestätigte das Problem.

Russische Soldaten beschweren sich in Chatgruppen über den Hack ihrer Gefechts-App

Im Chat wird auch erklärt, wie die Ukrainer mutmaßlich vorgegangen sind. Die Rede ist hier von einem ID-Generator, mit dem die Ukrainer sich als legitime Nutzer der Gefechtssoftware ausgeben konnten. Das wiederum machte es den Hackern möglich, Karten zu überdecken und Chats unbrauchbar zu machen. Laut den russischen Administratoren seien aber keine Daten gestohlen worden, da diese angeblich nur lokal auf den Geräten der russischen Armeeangehörigen gespeichert werden. Auch diese Behauptung lässt sich nicht unabhängig verifizieren.

Anleitungen und Patente gefunden

Im Rahmen der Untersuchung durch "Where is Russia Today" wurden zudem Anleitungen für das System gefunden, darunter hunderte Seiten mit vollständigen Benutzerhandbüchern für die App. Darüberhinaus entdeckte das Team ein Schulungsvideo, in dem das System in Echtzeit demonstriert wird. Außerdem wurde ein Patent für Groza gefunden, in dem die Funktionsweise des Systems, der Nutzerkreis und verbundene Systeme detailliert beschrieben werden.

Die Online-Ermittler können sich eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen: "Groza wurde von den russischen Medien intensiv beworben und als das führende Instrument zur Koordination auf dem Schlachtfeld präsentiert. Angesichts der Zeit, des Geldes und des Aufwands, die in Groza investiert wurden, ist dies für das russische Verteidigungsministerium äußerst peinlich und könnte die Sicherheit der Bodentruppen gefährden", schreibt die Gruppe. (Peter Zellinger, 19.6.2026)

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Der StandardIndependentCenter2 days ago
Ukrainian hackers disable the Russian army's Groza combat app

Ukrainische Hacker haben Zugang zum russischen Gefechtsleitsystem 'Groza' erlangt und manipulieren die App mit ukrainischen Flaggen, unzüchtigen Zeichnungen und Spam. Die OSINT-Community 'Where is Russia Today' bestätigte den Hack und veröffentlichte Screenshots sowie weitere Materialien zu dem System.

Bias read (Center): The article reports on a technical cyberattack without overtly biased language or selective sourcing. It presents facts about the hack, including quotes from the OSINT community and details about the system affected. There is no clear ideological framing or emphasis on one side over another.

Official sources cited

  • organisation Where is Russia Today

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