Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten am Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa mitteilte.
In den vergangenen Jahren hatte stets der damalige ungarische Regierungschef Viktor Orbán eine einjährige Verlängerung blockiert. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar gilt als deutlich russlandkritischer als sein Vorgänger, der enge Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin pflegte.
Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine umfassen insbesondere Beschränkungen im Handel, im Finanzwesen, im Energiesektor sowie in der Industrie, im Verkehrswesen und bei Luxusgütern. Darüber besteht etwa ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg und es wurden etliche russische Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift abgekoppelt.
Der Gesetzestext zur Sanktionsverlängerung soll in den nächsten Wochen vom Ministerrat beschlossen werden. Dies gilt als Formalie.
EU plant neue Sanktionen
In einer Gipfelerklärung zum Ukrainekrieg heißt es nun, die Europäische Union bleibe entschlossen, »den Druck auf Russland weiter zu erhöhen und die russische Kriegswirtschaft weiter zu schwächen, damit Russland seinen brutalen Angriffskrieg beendet und ernsthafte Friedensverhandlungen aufnimmt«. Dazu sollen demnach unter anderem weitere Schritte zur Verringerung der russischen Energieeinnahmen, zur Eindämmung der Aktivitäten der russischen Schattenflotte und zur weiteren Beschränkung des russischen Bankensystems ergriffen werden.
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Tagesschau (ARD)State / PublicCenter2 days ago EU extends sanctions against Russia for one yearThe European Union has extended sanctions against Russia for an additional year.
Bias read (Center): The article presents a factual statement without editorializing, loaded language, or one-sided sourcing. It simply reports the extension of sanctions without indicating approval or criticism.
Der SpiegelIndependentLeft2 days ago Ukraine war: EU extends Russia sanctions for the first time by 12 monthsThe European Union has decided to extend its economic sanctions against Russia for an additional twelve months, marking the first time the extension period has been longer than six months. This decision was made during the June summit in Brussels by the heads of state and government of the member states. Previously, the then Hungarian Prime Minister Viktor Orbán had blocked annual extensions, but the new Prime Minister Péter Magyar is seen as more critical of Russia than his predecessor, who maintained close ties with Russian President Vladimir Putin. The sanctions include restrictions on the
Bias read (Left): The article frames the EU's decision to extend sanctions as a continuation of pressure on Russia due to its 'brutal attack' on Ukraine, using strong condemnatory language ('brutal', 'aggression') and emphasizing the goal of ending the war through economic measures. It highlights the shift in Hungary
Official sources cited
- government Sprecherin von Ratschef António Costa