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GermanySports10 days ago

Tracking, data analysis and AI: How invisible workers control football

The article discusses the increasing use of data analytics, AI, and tracking technologies in football, particularly highlighting the 2026 Men's World Cup as the most data-driven tournament in history. It mentions tools such as AI-assisted offside detection, sensor-equipped balls, 3D scans of players, and AI assistants for national teams. The piece also notes the growing role of real-time tracking, data-based recruitment models, and tactical dashboards in football. However, it points out that discussions around these technologies often focus narrowly on visible aspects like offside lines or直播统计

Die Fußball-WM 2026 der Männer, die heute beginnt , gilt als das Turnier der Sportgeschichte, das bislang am stärksten von Daten getrieben ist. Zu den eingesetzten Werkzeugen gehören KI-gestützte Abseitserkennung, mit Sensoren bestückte Bälle, 3D-Scans der insgesamt 1.248 Spieler sowie KI-Assistenten für jede Nationalmannschaft . Und auch im sonstigen Fußballgeschehen spielen Echtzeit-Tracking, datenbasierte Rekrutierungsmodelle und taktische Dashboards eine wachsende Rolle.

Die Diskussion über diese Technologien beschränkt sich jedoch meist auf die Abseitslinie, den Videobeweis oder Live-Statistiken. Kaum jemand fragt danach, wer unter welchen Bedingungen die dafür notwendigen Daten erzeugt. Dabei stehen hinter jedem einzelnen dieser Datenpunkte unsichtbare Arbeiter:innen.

Die stille Daten-Revolution

Sogenannte künstliche Intelligenz ist auf Daten angewiesen und damit auf menschliche Arbeit, die diese Daten erstellt und prüft. Und der Fußball ist von dieser Arbeit schon weit länger abhängig, als der aktuelle KI-Hype es vermuten lässt.

Bereits 2012 kaufte der FC Arsenal, einer der großen englischen Klubs, eine kleine Datenanalyse-Firma, die er daraufhin in eine interne Abteilung für Datenwissenschaft umwandelte. Die detaillierten Videoanalysen dieser Firma haben Datenarbeiter:innen in Kambodscha und Laos erstellt. Sie bilden nur einer der äußeren Schichten jener Arbeitskräfte, die sich von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet seit über zehn Jahren rund um das Spielfeld bilden.

Dem Fußballspiel am nächsten stehen die vereinsinternen Tech-Arbeiter:innen. Die Analyst:innen und Data Scientists stellen die Klubs direkt an. Sie arbeiten eng mit den Trainerstäben zusammen.

Die Vereine organisieren deren Arbeit recht unterschiedlich. Die Abteilungen tragen jeweils verschiedene Namen, sind an unterschiedlichen Stellen der Vereine angesiedelt, die Verträge der Fachleute variieren und sie sind mal promovierte Physiker:innen, mal Mathematiker:innen oder auch Menschen, die Vereine aus großen Technologiekonzernen abgeworben haben. Und oftmals halten die Klubs ihre internen Strukturen geheim .

Auch in Deutschland prägt die Datennutzung das moderne Scouting, also die Suche nach talentiertem Nachwuchs, immer stärker. Einer Studie aus dem Jahr 2023 zufolge nutzte etwa jeder zehnte Profiklub ein solches Datenscouting. Heute dürfte dieser Anteil deutlich höher sein.

Millionen Datenpunkte in jedem Spiel

Hinter den Kulissen erfolgt die Auswertung dann wie in einem datengetriebenen Unternehmen: Bei einem Bundesligisten werden Millionen Datenpunkte während eines Spiels erfasst, dann in einer skalierbaren Snowflake-Architektur gespeichert, über Datenpipelines aufbereitet und in Echtzeit analysiert.

Jenseits der Klubs gibt es unterschiedliche Datenanbieter. Einige von ihnen erheben die offiziellen Ereignisdaten, also das strukturierte Protokoll jeder Aktion am Ball. Sie halten auch die Rechte, diese Daten an Medien und Wettanbieter weiterzugeben.

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Andere Anbieter haben sich auf das Tracking spezialisiert. Dafür nutzen sie Kameras in den Stadien, die die Position jedes einzelnen Spielers festhalten. Eine der bekanntesten deutschen Firmen auf dem Markt ist Impect , die von ehemaligen Profi-Spielern in Köln gegründet wurde. Impect hat eine eigene Kennzahl namens „Packing“ eingeführt, die seit der Europameisterschaft 2016 in Umlauf ist. Sie bezieht mehrere Spieleigenschaften eines Fußballspielers ein und beschreibt so seine Effizienz auf dem Feld. Auf Impects Daten setzt inzwischen auch die deutsche Nationalmannschaft .

Das Ökosystem des Trackings und der Prognosen

All diese Firmen bewegen sich in einem größeren Ökosystem. Es gibt Hersteller tragbarer Sensoren, die erfassen, wie viel und intensiv sich Spieler:innen bewegen; Videoplattformen, die Spiele aufzeichnen und verschlagworten; Scouting-Datenbanken, die die Klubs bei der Suche nach dem nächsten Neuzugang helfen; Beratungsfirmen, die Spielerleistungen aus Daten modellieren; Unternehmen, die der Wettindustrie entstammen und Prognosen verkaufen; Systeme zum Athletenmanagement, die das Verletzungsrisiko einzelner Spieler vorhersagen sollen.

In all diesen Unternehmen sind die Menschen, die die Arbeit verrichten, meist fest angestellt, oft durch Vertraulichkeitsvereinbarungen gebunden und an wenigen Standorten konzentriert.

In den vergangenen Jahren ist das Marktumfeld enger geworden. Die Branche hat sich konsolidiert – durch Übernahmewellen, Private-Equity-Kapital und Geld von den Finanzmärkten . Heute kontrolliert eine kleine Zahl von Unternehmen die Daten, von denen die Mehrheit der Klubs abhängt.

Unsichtbare Arbeiter:innen hinter den Tribünen

Noch weiter weg von der Öffentlichkeit arbeiten die Datenarbeiter:innen, die annotieren, was auf dem Platz geschieht. Sie schauen die Spiele und übersetzen – im Wettlauf mit der Live-Übertragung – jeden Pass, jeden Zweikampf und jed…

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Source document: dialnet.unirioja.es

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netzpolitik.orgIndependentCenter10 days ago
Tracking, data analysis and AI: How invisible workers control football

The article discusses the increasing use of data analytics, AI, and tracking technologies in football, particularly highlighting the 2026 Men's World Cup as the most data-driven tournament in history. It mentions tools such as AI-assisted offside detection, sensor-equipped balls, 3D scans of players, and AI assistants for national teams. The piece also notes the growing role of real-time tracking, data-based recruitment models, and tactical dashboards in football. However, it points out that discussions around these technologies often focus narrowly on visible aspects like offside lines or直播统计

Bias read (Center): The article provides an informative overview of technological advancements in football without taking a clear stance on any political issue. It focuses on technical developments and raises questions about labor practices behind data creation but does not exhibit ideological bias.