Die Generation Z plant Reisen deutlich digitaler, nutzt vor allem Social Media zur Inspiration und setzt häufiger als ältere Gruppen auch auf KI-Anwendungen wie ChatGPT.
Für den österreichischen Tourismus gilt die GenZ mit rund 48 Millionen potenziellen Gästen aus Europa als wirtschaftlich wichtige, spontane und reisefreudige Zielgruppe mit ähnlich hohen Tagesausgaben wie andere Generationen.
Für Tourismusbetriebe wird digitale Sichtbarkeit immer wichtiger, da KI klassische Suchmaschinen zunehmend ergänzt, während fehlendes Know-how, Zeit und rechtliche Unsicherheiten zentrale Hürden bleiben.
Generation Z (Jahrgänge 1995 bis 2012) reist digitaler als die Generationen zuvor. Während etwa Reisebüros an Bedeutung verlieren, planen junge Menschen ihren Urlaub vermehrt mithilfe des Internets. Vor allem Social Media wie Instagram oder Tiktok haben dabei die Nase vorn und sind als Inspirationsquellen noch beliebter als die Erfahrungsberichte von Familie oder Freunden.
Auch Künstliche Intelligenz (KI) wird gerne genutzt, so eine Studie der nationalen Tourismus-Marketingorganisation Österreich Werbung (ÖW). Unter Angehörigen der GenZ verwendet ein Fünftel KI-Anwendungen wie ChatGPT bei der Reiseplanung. Bei den älteren Generationen sind es durchschnittlich acht Prozent.
Rund 48 Millionen potenzielle Gäste aus Europa
Für den heimischen Tourismus birgt die Generation Z ein großes wirtschaftliches Potenzial: Rund 48 Millionen Menschen umfasst die Altersgruppe in den wichtigsten europäischen Herkunftsmärkten . Sie planen ihre Urlaube spontaner als die älteren Generationen und zählen insgesamt zu einer der reisefreudigsten Zielgruppen, so die ÖW-Studie.
Auch bei den Ausgaben liegen sie kaum zurück. Im Sommer geben sie mit 190 Euro pro Tag gleich viel aus, wie andere Altersgruppen. Im Winter liegen sie leicht darunter, wohl weil sie günstigere Unterkünfte wählen als ältere Urlauber, vermutet ÖW-Geschäftsführerin Astrid Steharnig-Staudinger .
WKÖ-Präsidentin Martha Schultz , Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) und ÖW-Geschäftsführerin Astrid Steharnig-Staudinger (v.l.n.r.) bei einem Pressegespräch zum Auftakt des Österreichischen Tourismustags (ÖTT) in Wien.
Sie will durch einen stärkeren Fokus auf Künstliche Intelligenz die GenZ-Urlauber gezielter ansprechen, wie sie bei der Präsentation der Studienergebnisse sagt: „KI wird damit auch zum neuen Reiseberater und wir müssen als Österreich weltweit dort präsent sein, wo diese Empfehlungen auch entstehen.“
KI-Empfehlungen lösen langsam auch Suchmaschinen ab
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) sieht auch die Herausforderungen, vor die der rasche technische Fortschritt die Branche stellt: "Heute muss man nicht mehr nur auf Suchmaschinen zu finden sein, sondern auch von der KI empfohlen werden." Die Art und Weise, wie KI in die Reisebuchungen integriert ist, habe sich in den vergangenen Jahren verdreifacht, so die Staatssekretärin.
In Zukunft müssten sich selbst die kleinsten Betriebe damit auseinandersetzen, dass sie im Netz gefunden werden, sagt Martha Schultz , Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). " Betriebe, die diese Entwicklung völlig ignorieren, laufen Gefahr, an Sichtbarkeit zu verlieren. Gleichzeitig sehen wir, dass KI gerade kleinen und mittleren Unternehmen große Chancen eröffnet – von effizienteren Abläufen bis hin zu besserem Marketing und Kundenservice."
Doppelbudget und Tourismusstrategie beschäftigen die Branche
Die größte Herausforderung für die Betriebe sei dabei meist nicht die Technologie selbst, sondern fehlendes Know-how, rechtliche Unsicherheiten und fehlende Zeitressourcen. Die WKÖ versuche, Betriebe durch Weiterbildungsangebote zu unterstützen, sagt sie. Neben dem technologischen Umbruch beschäftigen auch das kürzlich beschlossene Doppelbudget und die am Montag vorgestellter Tourismusstrategie der Bundesregierung ("Vision T") die Branche.
Für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) stehe die "Tourismuspolitik ganz oben auf der Agenda", wie er sagt. Er hebt vor allem die Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt im Jahr 2028 hervor, die die besonders personalintensive Branche stützen soll. Zudem seien die gewerblichen Förderungen in Höhe von 23 Millionen Euro abgesichert worden. Auch die ÖW bekommt mehr Budget und hat ab 2028 statt etwas über 30 mehr als 33 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.
kurier.at, mali
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16.06.2026, 15:28
Read the full article at Kurier →📄Source document: Keynote by Alexander Pröll, State Secretary for Digitization
3 reports
KurierIndependentCenter2 days ago A summer night concert with location discussionThe article discusses an event hosted by Raiffeisen Continuum at the Apothekertrakt Schönbrunn, which took place ahead of the Vienna Philharmonic's Summer Night Concert. The event focused on the theme 'Location and AI: What Makes SMEs Future-Proof,' with Alexander Pröll, State Secretary for Digitization, delivering a keynote speech. Attendees included guests from business, industry, and law. The discussion centered on whether Austria and Europe want to remain dependent on the US and China in the field of artificial intelligence or if Austria has the courage to shape the future itself. Thomas A
Bias read (Center): The article presents a balanced overview of an event discussing AI and economic independence without overtly favoring any particular political stance. It includes quotes from multiple participants and focuses on the event's content rather than taking a clear ideological position.
Official sources cited
- organisation Keynote by Alexander Pröll, State Secretary for Digitization
- organisation Statements by Thomas Arnoldner, Deputy CEO of A1 Telekom
ORF NewsState / PublicCenter5 days ago Tourism Secretary: Not resting on successThe Austrian news outlet ORF reports on the current state of tourism in Austria, highlighting the focus on digitalization, AI, economic strengthening of businesses, and development toward year-round tourism at the Österreichischer Tourismustag event. Officials such as Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) and representatives from organizations like the Wirtschaftskammer (WKO) and Österreich Werbung (ÖW) emphasize the need for adaptation to changing market conditions and the importance of targeting younger demographics like Gen Z. A new tourism strategy called 'Vision T' up to 2035
Bias read (Center): The article presents statements from various officials and industry representatives without overtly favoring any political side. It focuses on economic and technological developments within the tourism sector, with no clear ideological framing or biased language.
Official sources cited
- government Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP)
- organisation Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKO), Martha Schultz
- organisation Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW), Astrid Steharnig-Staudinger
- government Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP)
KurierIndependentCenter5 days ago AI as a travel consultant: how Generation Z is vacationingThe article discusses how Generation Z plans vacations more digitally than previous generations, using social media platforms like Instagram and TikTok for inspiration and frequently employing AI tools such as ChatGPT for travel planning. According to a study by Austria's national tourism marketing organization Österreich Werbung (ÖW), one-fifth of Generation Z members use AI applications for trip planning, compared to eight percent among older generations. The article highlights the economic importance of Generation Z for Austrian tourism, noting their high spending power and spontaneous,旅游-爱
Bias read (Center): The article focuses on travel behavior and technology usage among Generation Z without taking a stance on political issues. It presents factual data from a tourism organization and does not exhibit biased language or one-sided sourcing.
Official sources cited
- organisation Study by Österreich Werbung (ÖW)