Hans Rauscher
Sound of Westi
Der ORF-Stiftungsrat Westenthaler und sein politischer Destruktionsauftrag
Einserkastl
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Hans Rauscher
Hat das politische Rüpeltum zu einer Kunstform entwickelt: Peter Westenthaler.
Der neue ORF-Generaldirektor sei "in einer ekelhaften parteipolitischen Inszenierung" bestimmt worden. Sagt der von der politischen Partei FPÖ in den Stiftungsrat entsandte Peter Westenthaler.
Richtig ist, dass Clemens Pig in einer gemeinsamen Aktion von ÖVP und SPÖ bestellt wurde – aber eine plausible Wahl ist.
Aber bleiben wir noch einen Moment bei Westenthaler selbst. Er hat das politische Rüpeltum zu einer Kunstform entwickelt. Während des Wahlvorgangs sagte er zu dem stellvertretenden Stiftungsrats-Vorsitzenden Gregor Schütze (ÖVP) im Zuge eines seiner üblichen Wortgefechte: "Putz di!" (Übersetzung für Nicht-Wiener und Nicht-Favoritner: „Entferne dich ungesäumt!“).
Gut, das gehört zum Sound of Westi . Aber Menschen mit längerem Gedächtnis, darunter die ORF-Redakteursvertretung, erinnern sich, wie Westenthaler zu Zeiten von schwarz-blauen Regierungen als "Intervenierer ohne Genierer" galt. Als er 2024 Stiftungsrat, also Aufsichtsrat, des ORF wurde, meldete sich der Redaktionsrat: Es sei bedauerlich, dass man wieder einmal einen früheren Parteifunktionär nominiert habe, der sich unzulässig einmischte. Im Übrigen habe ein Stiftungsrat die Interessen des ORF zu beachten (und nicht in einem Privatsender gegen den ORF zu polemisieren).
Ein Stiftungsrat muss kein Elmayer-Élevé sein. Aber auch kein Krawallierer mit parteipolitischem Destruktionsauftrag. (Hans Rauscher, 12.6.2026)
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