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GermanyEconomy5 days ago

Regional prices: where life is particularly expensive and where it is particularly cheap

The article discusses the regional cost of living in Germany, highlighting Munich as the most expensive location among 400 German districts and independent cities. The cost of living in Munich is nearly 24% higher than the national average. Surrounding areas like Starnberg and Fürstenfeldbruck are also among the top ten most expensive regions. Other major cities such as Frankfurt, Freiburg, Stuttgart, Hamburg, Heidelberg, and Cologne are noted for their high price levels. These findings come from the Regional Price Index (RPI), developed by the Institute for Economic Research (IW) and the BBSR

München ist unter den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten der mit Abstand teuerste Standort. Dort ist die Lebenshaltung um fast 24 Prozent teurer als im Bundesdurchschnitt. Wer wegen der hohen Preise aus der Stadt ins Münchner Umland ziehen möchte, um preisgünstiger zu leben, wird indes keinen allzu großen Kaufkraftanstieg erleben. Denn die hohen Münchner Preise strahlen ins Umland aus. So ist der Landkreis München mit einem Preisindex von 117 – also 17 Prozent teurer als der bundesweite Durchschnitt – die zweitteuerste Region Deutschlands. Auch andere Landkreise im Münchner Umland wie Starnberg – der Kreis mit dem mit Abstand höchsten Pro-Kopf-Einkommen – und Fürstenfeldbruck befinden sich unter den Top Ten der teuersten Standorte. Ansonsten sind es die Metropolen und begehrten Universitätsstädte, die im Preisranking vorne liegen. So zählen Frankfurt, Freiburg, Stuttgart, Hamburg, Heidelberg und Köln mit Preisniveaus zwischen 115 und 110 allesamt zu den Top 13 der teuersten Regionen.

Dies sind Ergebnisse des vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR) entwickelten Regionalen Preisindexes (RPI). Dieser hat für das Jahr 2024 zum dritten Mal in Folge die regionalen Preise auf Ebene aller 400 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland verglichen. Die Preisdaten werden hierzu überwiegend selbst mittels Web Scraping erhoben. Sie werden regelmäßig automatisiert von diversen Internetportalen und Firmenseiten ausgelesen und weiterverarbeitet. Damit die ermittelten Preise regional vergleichbar sind, werden – mit Ausnahme der Wohnungen – in jedem Ort dieselben Produkte abgerufen. Die Preise der einzelnen Produkte werden dann zu einem Gesamtindex aggregiert. Dabei werden die Gewichte aus dem Preisindex der Lebenshaltung des Statistischen Bundesamtes verwendet, um das Konsumverhalten der in Deutschland lebenden Bevölkerung möglichst repräsentativ abzubilden. Nicht für alle Güter lassen sich im Internet gut vergleichbare Preise ermitteln. Gleichwohl können rund 85 Prozent des amtlichen Warenkorbs erfasst werden.

Die sieben größten Städte sind mit Abstand am teuersten

Der Vergleich zeigt ebenso, dass die Verbraucherpreise in ländlichen Regionen – vor allem der ostdeutschen Bundesländer – am niedrigsten sind. Dort liegen auch die drei günstigsten Standorte des Regionalvergleichs: Gera (Thüringen), Görlitz und der Vogtlandkreis (beide Sachsen). Auffällig ist, dass die Preisunterschiede am unteren Ende der Liste sehr klein sind. So kommt der Vogtlandkreis als günstigste Region auf ein Preisniveau von 89,6. Gerade einmal drei Prozent teurer lebt es sich im 50 Plätze weiter oben platzierten Landkreis Hameln-Pyrmont (Index 92,3), der in Niedersachsen liegt. Die Preisunterschiede zwischen Stadt und Land zeigen sich auch deutlich, wenn man die Landkreise und kreisfreien Städte nach ihrem Raumtyp eingruppiert. Mit Abstand am teuersten sind die sieben größten Städte Deutschlands, die als Gruppe betrachtet um elf Prozent höhere Lebenshaltungskosten haben als Deutschland insgesamt. Die sieben größten Städte Deutschlands sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart und stellen eine relativ homogene Gruppe sehr großer, wirtschaftsstarker und international verflochtener Stadtregionen dar, sodass sie gut dafür geeignet sind, als gemeinsame statistische Einheit betrachtet zu werden. Die übrigen kreisfreien Großstädte und die städtischen Landkreise unterscheiden sich im Mittel preislich kaum voneinander und liegen in etwa auf Durchschnittsniveau. In den ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen lebt es sich vier Prozent günstiger als im gesamtdeutschen Mittel, und die dünn besiedelten ländlichen Kreise haben sogar einen Preisvorteil von fünf Prozent. Grundsätzliches hat sich im Ranking in den letzten Jahren nicht geändert. So beobachten das IW und das BBSR trotz der insgesamt sehr hohen Inflation annähernd konstante regionale Preisunterschiede.

Getrieben werden die Preisunterschiede vor allem durch die Wohnungsmieten. Während die Lebenshaltungskosten in den sieben größten deutschen Städten insgesamt nur elf Prozent höher liegen, müssen die Haushalte dort 48 Prozent mehr Miete zahlen als im gesamtdeutschen Mittel. Die Wohnungsmieten ermittelt das IW in einem speziellen Verfahren, bei dem auf Basis umfangreicher Angebotsmietdaten aus Onlineportalen und Internetzeitungen Durchschnittsmieten geschätzt werden, um die tatsächlich von Haushalten gezahlten Mietkosten realitätsnäher abzubilden. Wie beim Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes wird nach dem Mietäquivalenzansatz die Entwicklung der Immobilienpreise nicht direkt erfasst. Ergänzend werden kalte Wohnnebenkosten wie Wasser, Müllabfuhr, Abwasser und Grundsteuer berücksichtigt. Die regionalen Unterschiede der Wohnnebenkosten sind geringer als die der Wohnungsmieten. Entsprechend nivellieren sich die regionalen Preisunterschiede ein wenig, sodass die sieben…

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Source document: Regionaler Preisindex (RPI)

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Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center5 days ago
Regional prices: where life is particularly expensive and where it is particularly cheap

The article discusses the regional cost of living in Germany, highlighting Munich as the most expensive location among 400 German districts and independent cities. The cost of living in Munich is nearly 24% higher than the national average. Surrounding areas like Starnberg and Fürstenfeldbruck are also among the top ten most expensive regions. Other major cities such as Frankfurt, Freiburg, Stuttgart, Hamburg, Heidelberg, and Cologne are noted for their high price levels. These findings come from the Regional Price Index (RPI), developed by the Institute for Economic Research (IW) and the BBSR

Bias read (Center): The article presents factual data on regional cost-of-living differences without overt ideological framing. It reports on economic indicators and does not take a stance on policy, politics, or social issues.

Official sources cited

  • organisation Regionaler Preisindex (RPI)
  • organisation Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
  • organisation Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR)

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  • organisationRegionaler Preisindex (RPI)
  • organisationInstitut der deutschen Wirtschaft (IW)
  • organisationBundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR)