Liebe Leserinnen und Leser,
hĂ€tte ich doch eine bessere Streaming-QualitĂ€t gehabt âŠ
Um den vorangegangenen Satz zu verstehen, muss ich etwas ausholen: Vor zwei oder drei Jahren war ich am Steinhuder Meer spazieren. Da fragte mich ein Fremder, ob ich ein Foto von ihm machen könne. Klar! Ich nehme sein Handy, positioniere mich. WĂ€hrenddessen drapiert er theatralisch seinen auffĂ€lligen lila Cashmere-Pulli ĂŒber die Schultern. Dann spitzt er die Lippen, zieht die Augenbrauen hoch, runzelt die Stirn und schaut dabei völlig eisig in die Kamera. Ăh. Okay? Foto gemacht. Doch statt eines âDanke!â folgte die absolute Diva-Eskalation. Nicht wegen seiner modellĂ€hnlichen Fotos. Sondern wegen mir. Ich hĂ€tte ihn nicht erkannt, und das sei ihm noch nie passiert. Absolute Eskalation. Viele Worte. Er ist beleidigt. Greift sein Handy und ruft im Vorbeigehen, dass er FuĂballer sei. Aha.
Situation mit KI grob visualisiert.
Und jetzt, liebe Leserinnen und Leser, wissen Sie, warum ich eine bessere Streaming-QualitĂ€t gebraucht hĂ€tte. Als ob ich in diesem Fernseh-Pixelbrei sehen kann, welcher lila Cashmere-Prinz da gerade hinter einem Ball herlĂ€uft? Bei den WM-Zusammenfassungen von ARD und ZDF bilden sich zum Beispiel hĂ€ssliche Blockartefakte um die Spieler. Kollege Hartmut Gieselmann hat sich deshalb mal die MagentaTV-App angeschaut und nachgemessen. So ist es vielleicht auch fĂŒr Sie einfacher, die Gesichter der âStarsâ auf offener StraĂe zu erkennen und den Promis solche unangenehmen Momente zu ersparen. đ
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Okay, weg von dem frustrierten lila Cashmere-FuĂballer, hin zu einem Thema, mit dem ich privat deutlich mehr anfangen kann â besonders jetzt, wo die Badesaison startet: smarte Waagen. Bei knackigen 34 °C in Hannover werde ich nachher bestimmt hoch motiviert auf das Display schielen, um mir schwarz auf weiĂ bestĂ€tigen zu lassen, dass zumindest laut Zahlen alles im grĂŒnen Bereich ist. Doch inzwischen messen die Dinger nicht nur die Kilos, sondern auch Körperfett, Muskelmasse und â bei den teureren Modellen â sogar die Nerven- und Herzgesundheit per EKG. Kollege Jan Wöbbeking hat Waagen zwischen 30 und 400 Euro getestet und geklĂ€rt, welche Werte wirklich nĂŒtzlich sind, wie sich die Apps unterscheiden und fĂŒr wen sich die Investition in ein LuxusgerĂ€t mit Handsensoren ĂŒberhaupt lohnt.
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Weiter geht es mit einem meiner Highlights dieser Woche. Der Artikel: "Das Fritzbox-Kompendium: Einrichten, absichern und optimieren". Warum das mein Highlight ist? Nicht nur, weil ich jetzt deutlich mehr Wissen ĂŒber meine kleine rot-weiĂe Box im Arbeitszimmer habe, sondern auch weil mein Kollege Alexander Spier damit einen umfassenden Fritzbox-Schinken veröffentlicht hat. Das StĂŒck bricht mit einer Lesezeit von satten 71 Minuten (!) den aktuellen heise-Rekord fĂŒr gebĂŒndeltes Fachwissen. Egal, ob Sie sich bislang noch nie mit Ihrem Router auseinandergesetzt haben â weil man das Teil einmal einrichtet und dann gefĂŒhlt nie wieder anfasst â oder ob Sie ein ganz spezifisches Problem lösen wollen: Hier werden Sie garantiert fĂŒndig. Und falls doch noch eine Frage offen bleibt, schreiben Sie das in die Kommentare!
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Auch diese Woche komme ich nicht am allgegenwĂ€rtigen Thema KI vorbei. SelbstverstĂ€ndlich lasse ich mir im Job auch von kĂŒnstlicher Intelligenz unter die Arme greifen â alles andere wĂ€re ja fast schon fahrlĂ€ssig. Ich nutze sie gern als Sparringspartner fĂŒr die Synonymsuche, beim Umformulieren oder wenn ich beim Gegenlesen der Kollegen die Artikel-Fakten checke. Allerdings kann KI keine schlechten Prozesse reparieren â im schlimmsten Fall beschleunigt sie diese nur. Bevor man also teure KI-Lizenzen fĂŒr die Belegschaft kauft, sollte man vielleicht erst mal die eigene Arbeitskultur hinterfragen. Genau diesem Gedanken widmet sich ein Artikel bei uns, der die richtigen Fragen stellt: Nicht "Welches Tool brauchen wir?", sondern "Wann komme ich endlich zum konzentrierten Arbeiten?".
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AbschlieĂend dann noch ein Beispiel, wenn KI eben nicht hilft. Und zwar kĂ€mpfte Kollege Denny Gille lange mit der KI von Microsoft: Copilot. Eigentlich wollte er nur einen Workflow finden, um damit ganz einfach Powerpoint-PrĂ€sentationen nach bestimmten Stilvorgaben erstellen zu lassen. Doch der Weg dorthin war nicht nur extrem frustrierend, sondern auch alles andere als zielfĂŒhrend. Statt nun fröhlich ein Lobeslied zu zwitschern, wie toll die KI arbeitet, musste er einen Artikel darĂŒber schreiben, was eigentlich alles nicht funktioniert und warum die Odyssee nicht im sicheren Hafen von Ithaka, sondern irgendwo im Nirgendwo auf dem Meer endet. Kleiner Spoiler: ChatGPT hat die PP-Folien problemlos erstellt â dazu gibt es einen anderen Ratgeber ( ebenfalls von Denny ).
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Ich wĂŒnsche Ihnen ein erholsames Wochenende!
Michaela Gebauer Leitende Redakteurin heise+
( mig )
Read the full article at heise online â