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GermanyPolitics5 days ago

Care and costs: Early life with social support

The article discusses potential changes to the income threshold for children who must cover the costs of caring for elderly relatives under Germany's proposed nursing care reform. It notes that the current limit of 100,000 euros annual gross income may decrease, potentially eliminating it altogether. The piece highlights the rising cost of nursing home care, which is becoming increasingly unaffordable even for basic facilities. It also mentions that the state currently covers approximately 37% of nursing costs for those without sufficient resources, while others rely on pensions, savings, and,

Geplante Pflegereform : Du bist mir lieb – und viel zu teuer

Gesundheitsministerin Nina Warken will ein Milliardenloch in der Pflegeversicherung stopfen. Das sind für fast alle schlechte Nachrichten. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Pflege kostet – und die Belastungen könnten durch die Reform noch steigen

Peter Kneffel/dpa/picture alliance

Was bedeutet der Gesetzentwurf für Pflegebedürftige?

Harte Einschnitte. Über 6 Millionen Menschen sind derzeit pflegebedürftig, Tendenz steigend. Mit dem vorgelegten Entwurf für das Pflegeneuordnungsgesetz möchte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nun in erster Linie den Anstieg der Pflegekosten begrenzen. Deshalb soll zum Beispiel die Pflegebegutachtung strenger werden. Damit wird es schwerer, sich die Pflegebedürftigkeit anerkennen zu lassen.

Im niedrigsten Pflegegrad 1 soll zudem bei Neueinstufungen der Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat gestrichen werden. Im Gegenzug ist mehr Prävention geplant. Neu eingeführt werden soll ein Anspruch auf individuelle Pflegebegleitung, also eine psychosoziale Unterstützung pflegender Angehöriger. Ein weiterer Punkt: Menschen, die im Pflegeheim wohnen, müssen mehr zahlen. Dabei können sich schon jetzt viele die hohen Eigenanteile nicht leisten, im Bundesdurchschnitt liegen sie im ersten Jahr bei etwa 3.200 Euro im Monat.

Je länger Be­woh­ne­r*in­nen im Heim bleiben, desto höhere Zuschüsse bekommen sie von der Pflegekasse. Nach den neuen Plänen soll es aber länger dauern, bis der nächsthöhere Zuschuss greift. Sind Heim­be­woh­ne­r*in­nen finanziell überfordert, springt das Sozialamt ein. Damit kommen höhere Kosten auf die Kommunen zu.

wochentaz

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Und was bedeuten die Pläne für pflegende Angehörige?

Noch mehr Belastung . Auf harte Kritik stößt das Vorhaben, Rentenbeiträge für sie zu kürzen. Der Großteil der Pflege wird in Familien zu Hause gestemmt. Viele reduzieren dafür ihre Lohnarbeit oder unterbrechen sie sogar ganz – mit entsprechendem Armutsrisiko. Zum Ausgleich zahlt die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen Rentenbeiträge für pflegende Angehörige.

Das seien „häufig Frauen, Partnerinnen, Töchter und Schwiegertöchter“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats der taz. Ihnen weniger rentenrechtliche Anerkennung zu geben, sei „ein fatales Signal“. Ihre Arbeit stabilisiere das Pflegesystem jeden Tag. Und auch die Fachverbände für Menschen mit Behinderung sprechen von einer „massiven Zumutung“. Warkens Pläne seien verheerend für Eltern von Kindern mit Behinderung, die ihre Kinder oft über viele Jahrzehnte zu Hause pflegen.

Verschlechtert sich durch die Reform die Pflege?

Die Versorgung könne „fragiler“ werden, befürchtet Pflegerat-Präsidentin Vogler. Der Pflegebedarf verschwinde nicht, „weil Leistungen später greifen, Budgets gekürzt oder Menschen niedriger eingestuft werden“. In Heimen könne eine niedrigere Einstufung auch weniger Personal bedeuten. Gravierend sei auch das Vorhaben, die Tariftreueregelung in der Langzeitpflege auszusetzen. Gute Löhne seien „Voraussetzung für Personalgewinnung, Personalbindung und Versorgungssicherheit“. Kritik am Sparpaket kommt auch von SPD und CSU. Sozialverbände, Länder und Kommunen beklagen einseitige Einsparungen zulasten von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Gemeinden.

Müssen künftig mehr Pflegebedürftige zum Sozialamt, weil das eigene Einkommen und Vermögen nicht reichen, um die Kosten für die Pflege zu bezahlen?

Wahrscheinlich ja. Derzeit müssen rund 36 Prozent der Pfle­ge­heim­be­woh­ne­r:in­nen einen Antrag auf Hilfe zur Pflege beim Sozialamt stellen . Sollte die geplante Pflegereform tatsächlich kommen, könnten es im Jahre 2035 womöglich rund 46 Prozent der Heim­be­woh­ne­r:in­nen sein, hat der Bremer Gesundheitsökonom Heinz Rothgang errechnet. Vor der Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1995 mussten übrigens ganze 70 Prozent der Pfle­ge­heim­be­woh­ne­r:in­nen einen Antrag beim Sozialamt auf Hilfe zur Pflege stellen.

Auf welche Vermögen darf das Sozialamt nicht zugreifen, wenn man Hilfe zur Pflege im Heim benötigt?

10.000 Euro pro Person gelten als Schonvermögen, sagt der Paragraf 90 im SGB 12. Ein eigenes Haus, das noch von der Ehepartnerin oder dem Ehepartner genutzt wird, muss nicht verkauft werden. Wenn das Haus sehr groß ist, kann das Sozialamt aber für einen gewissen Anteil der noch genutzten Immobilie eine Grundschuld eintragen lassen.

Wichtig: Die Er­b:in­nen ei­ne:r Pfle­ge­heim­be­woh­ne­r:in müssen laut Paragraf 102 im SGB 12 aus dem Nachlass die Sozialleistungen zurückzahlen. Manche Rechtsanwälte raten daher Eigenheimbesitzern, die Immobilie rechtzeitig an die künftigen Erben zu verschenken, womöglich unter Beib…

Read the full article at taz – die tageszeitung
Source document: Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU)

2 reports

taz – die tageszeitungIndependentCenter5 days ago
Care and costs: Early life with social support

The article discusses potential changes to the income threshold for children who must cover the costs of caring for elderly relatives under Germany's proposed nursing care reform. It notes that the current limit of 100,000 euros annual gross income may decrease, potentially eliminating it altogether. The piece highlights the rising cost of nursing home care, which is becoming increasingly unaffordable even for basic facilities. It also mentions that the state currently covers approximately 37% of nursing costs for those without sufficient resources, while others rely on pensions, savings, and,

Bias read (Center): The article presents facts about the proposed nursing care reform and its financial implications without overtly favoring any political side. It includes information from official policy proposals and does not exhibit clear ideological framing or biased language.

Official sources cited

  • government Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU)
  • government Pflegekassen
taz – die tageszeitungIndependentCenter9 days ago
Planned care reform: You're dear to me and far too expensive

Health Minister Nina Warken aims to address a billion-euro gap in the nursing care insurance system. The article outlines key questions and answers regarding the planned reform.

Bias read (Center): The summary presents the reform as a necessary measure without overtly favoring any political side. It does not include biased language, one-sided sourcing, or editorializing that would indicate a clear ideological lean.

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The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.

  • governmentPflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU)
  • governmentPflegekassen