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GermanyEconomy3 days ago

No, Germany has not pledged €233 million for social housing in Ukraine

An article by CORRECTIV refutes the claim that Germany has committed to providing 233 million euros in development aid for social housing construction in Ukraine. The article notes that this false information spread widely on social media, including through the youth organization of the far-right BSW in North Rhine-Westphalia. The claim appears to originate from a report by journalist Florian Warweg, who previously worked for the Russian propaganda channel RT Deutsch. While the article mentions that Germany allocated up to 233 million euros for development cooperation, it does not specify how

Deutschland und die Ukraine schlossen Mitte April eine strategische Partnerschaft . Seitdem verbreitet sich in Sozialen Netzwerken die Behauptung, Deutschland habe sich damit verpflichtet, der Ukraine 233 Millionen Euro Entwicklungshilfe für den Bau von Sozialwohnungen zu zahlen, während in Deutschland 1,4 Millionen Wohnungen fehlten.

Beiträge mit dieser Behauptung erzielten online hunderttausende Aufrufe. Zu den Verbreitern zählt unter anderem der Jugendverband des BSW in Nordrhein-Westfalen.

Mutmaßlich ist die Behauptung auf einen Artikel des Journalisten Florian Warweg zurückzuführen, der für die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung ( OAZ ) arbeitet. Die OAZ gründete Holger Friedrich , dem auch die rechtspopulistische Berliner Zeitung gehört. Darin schreibt er, die deutsche Förderung von sozialem Wohnraum in der Ukraine werde „flankiert“ durch „neue Finanzmittel von bis zu 233 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit“. Das ist zwar richtig, lässt aber offen, wie hoch die finanzielle Unterstützung für den sozialen Wohnungsbau konkret ist. Zuvor arbeitete Warweg für den russischen Propagandasender RT Deutsch .

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Auf Instagram verbreitet sich die Falschbehauptung, Deutschland finanziere Sozialwohnungen in der Ukraine mit 233 Millionen Euro (Quelle: Instagram; Screenshot und Schwärzungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Laut zuständigem Ministerium sind 25 Millionen Euro für die Sozialwohnungen in der Ukraine vorgesehen

Aus der Erklärung über die strategische Partnerschaft selbst geht nicht hervor, wie viel Geld Deutschland der Ukraine für den sozialen Wohnungsbau zugesagt hat. Wir haben deshalb beim Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) nachgefragt. Eine Pressesprecherin des BMZ schrieb uns, dass 25 Millionen Euro für die „Wiederherstellung von Wohnungen für bedürftige Menschen in der Ukraine“ vorgesehen seien.

Daneben habe man Geld für die folgenden Projekte zugesagt:

Industrielle Zusammenarbeit und Stärkung der lokalen Wirtschaft: 11 Millionen Euro

Energieresilienz und Absicherung der Energieversorgung: 45,3 Millionen Euro

Wiedereingliederung von Veteranen, Rückkehrern, Kriegsgeschädigten: 26,5 Millionen Euro

Ausbildung von Fachkräften für den Wiederaufbau: 25 Millionen Euro

Vorbereitung auf den EU-Beitritt sowie kommunale Selbstverwaltung: 10 Millionen Euro

Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption: 3 Millionen Euro

Die restlichen Gelder, so die Sprecherin weiter, seien „für Wiederaufbau- und Krisenvorsorgebedarfe“ vorgesehen. Dazu gehöre zum Beispiel der ukrainische Katastrophenschutz.

Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher des BMZ: Nach den Regierungskonsultationen würden „die jeweiligen Kooperationen geprüft, ausgestaltet und im Lauf der nächsten Monate vertraglich zwischen Deutschland und der Ukraine vereinbart“.

Immer weniger Sozialwohnungen in Deutschland

Wie aber ist die Situation in Deutschland? Laut Angaben in Sozialen Netzwerken fehlen 1,4 Millionen Wohnungen. Das stimmt mit den Ergebnissen des Sozialen Wohn-Monitors 2026 überein. Die 1,4 Millionen Wohnungen beziehen sich auf den Datenstand bis Ende 2024.

Die Untersuchung wurde vom Pestel Institut durchgeführt und unter anderem von der Caritas und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt beauftragt. Bei seinen Berechnungen geht das Pestel Institut davon aus, dass Wohnungen, die bereits seit zwölf Monaten leerstehen, nicht mehr am Markt verfügbar sind.

Hinzu kommt, dass seit Jahren Sozialwohnungen aus der sogenannten Sozialbindung fallen, wie das Pestel Institut schreibt. Dabei handelt es sich um Wohnungen, deren Bau staatlich gefördert wird und die daher preiswerter sind, sodass Menschen mit einem geringen Einkommen dort leben können.Zwischen 2020 und 2024 verloren laut den Angaben des Instituts 107.353 Wohnungen ihre Sozialbindung und standen so dem regulären Mietmarkt zur Verfügung. Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung (bezahlpflichtig) berichtete, erwartet die Bundesregierung, „dass in den nächsten Jahren bundesweit jährlich rund 55.000 Sozialmietwohnungen aus der Bindung fallen könnten“.

Damit könnte der Verlust an Sozialwohnungen in Deutschland weiter voranschreiten. Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, kündigte im September 2025 an, mit 23,5 Milliarden Euro bis 2029 dagegen zu steuern.

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Hinzu kommt ein weiteres Problem, auf das zuerst die Zeit (bezahlpflichtig) aufmerksam machte und das der Deu…

Read the full article at CORRECTIV
Source document: Florian Warweg's article

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CORRECTIVIndependentCenter3 days ago
No, Germany has not pledged €233 million for social housing in Ukraine

An article by CORRECTIV refutes the claim that Germany has committed to providing 233 million euros in development aid for social housing construction in Ukraine. The article notes that this false information spread widely on social media, including through the youth organization of the far-right BSW in North Rhine-Westphalia. The claim appears to originate from a report by journalist Florian Warweg, who previously worked for the Russian propaganda channel RT Deutsch. While the article mentions that Germany allocated up to 233 million euros for development cooperation, it does not specify how

Bias read (Center): The article presents facts without taking a clear stance on the issue. It focuses on debunking misinformation and provides background on the origin of the claim, without showing overt bias toward any political side.

Official sources cited

  • press release Florian Warweg's article

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