Schweiz: Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde nicht statt, teilte das Ministerium am Freitagmorgen mit. Dort sollten die Unterhändler beider Seiten über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. Die Schweizer Regierung fügte etwas später hinzu, dass die Verhandlungen „verschoben“ seien.
US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben bereits ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das die im April verkündete Waffenruhe verlängert und unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Für die anschließenden Verhandlungen wurde eine Frist von 60 Tagen gesetzt. US-Vizepräsident J.D. Vance hatte seine Teilnahme abgesagt. Zuvor hieß es, seine Abreise verzögere sich.
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars hatte auch die Delegation aus Teheran die Reise abgesagt, weil Israel sich weiterhin nicht aus Südlibanon zurückgezogen hatte. In der Nacht gab es zwischen der Hizbullah und Israel abermals schwere Gefechte, wird berichtet.
Ursprünglich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus Iran und den USA bereits am Freitag treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte am Donnerstagabend, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. „Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann.“ Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.
Keine Aufhebung der UN-Sanktionen ohne Frankreichs Zustimmung
Frankreich knüpft eine Aufhebung der UN-Sanktionen gegen Iran an Bedingungen. Sein Land werde einer Lockerung nur zustimmen, wenn die Gespräche über das iranische Atomprogramm die französischen Erwartungen erfüllten, sagte Außenminister Jean-Noel Barrot. Es werde keine Stabilität in der Region geben, solange die Gespräche zwischen den USA und Iran die Fragen rund um das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Stellvertretern nicht klärten. „Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel seitens Irans.“ Frankreich ist als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats eine der fünf Vetomächte.
Schwere Gefechte zwischen Hizbullah und Israel
Trotz der Vereinbarung zwischen den USA und Iran ist es abermals zu schweren Zusammenstößen im Süden Libanons gekommen. Hizbullah-Raketen sollen ein Militärfahrzeug zerstört haben, außerdem wird von israelischen Verlusten nach Angriffen mit Bomben an Straßenrändern und Panzerabwehrraketen berichtet. Israelische Kampfflugzeuge führten mehrere Angriffe um Nabatieh durch, heißt es. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden dabei 16 Menschen getötet. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Sabrina Frangos
USA heben Blockade von Iran auf: Tanker passieren Straße von Hormus
Nach Inkrafttreten des vorläufigen Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran passieren wieder Öltanker die Straße von Hormus. Die US-Regierung erklärt ihre Blockade von Iran für aufgehoben. Der Ölpreis fällt daraufhin auf den niedrigsten Stand seit dem 2. März.
Sabrina Frangos
Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz
US-Vizepräsident J.D. Vance wird vorerst nicht für Verhandlungen mit Iran in die Schweiz reisen. Stand jetzt werde er in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend (Ortszeit). „Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar.“ Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar.
Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus Iran und den USA bereits heute treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte später, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. „Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann.“ Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.
Philipp von Reinersdorff
USA heben Blockade iranischer Häfen auf
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben nach mehr als zwei Monaten ihre Blockade iranischer Häfen aufgehoben. „Heute haben die US-Streitkräfte die Blockade für den gesamten Schiffsverkehr, der iranische Häfen und Küstengebiete anläuft oder verlässt, aufgehoben“, erklärte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom am Donnerstag im Onlinedienst X. US-Kriegsschiffe würden jedoch „in dem Gebiet bleiben, um sicherzustellen, dass alle Teile der Vereinbarung eingehalten werden“.
US-Vizepräsident J.D. Vance sagte vor Journalisten im Weißen Haus, die US-Armee habe am Donnerstag „mehr als ein Dutzend Schiffe unsere Seeblockade passieren lassen“. Damit erfülle Washington seinen Teil der Vereinbarung.
Philipp von Reinersdorff
Net…
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