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GermanyEnvironment3 days ago

Last nuclear waste from the British Sellafield in Germany

A specialized ship has arrived at the port of Brunsbüttel in northern Germany carrying seven containers of radioactive waste, known as Castors, from the UK's Sellafield reprocessing plant. These containers contain remnants of nuclear fuel rods processed at Sellafield from German nuclear power plants before 2005. Germany has committed to retrieving this high-level radioactive waste. The containers will now be transported by special trucks to an interim storage facility near the decommissioned Brokdorf nuclear power plant, approximately 15 kilometers away. The exact route of the transportation,

Stand: 16.06.2026 • 13:36 Uhr

Ein Transport mit radioaktiven Abfällen aus Großbritannien hat am frühen Morgen Brunsbüttel erreicht. Dort werden die Behälter nun umgeladen. Ziel ist das Zwischenlager Brokdorf - es ist das letzte Mal, dass dort Atommüll hingebracht wird.

Seit heute Vormittag werden im Elbehafen Brunsbüttel ( Kreis Dithmarschen ) Behälter mit hochradioaktiven Abfällen verladen. Sie sollen in das zwölf Kilometer entfernte Zwischenlager in Brokdorf im Kreis Steinburg transportiert werden, wie die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mitgeteilt hat. Den Angaben zufolge handelt es sich um sieben Behälter mit radioaktivem Müll - sogenannte Castoren.

Der atomare Abfall stammt aus einer Wiederaufbereitungsanlage in Großbritannien. Von dort war das Spezialschiff "Pacific Grebe" in der vergangenen Woche gestartet und heute in den frühen Morgenstunden in Brunsbüttel angekommen.

Vorbereitungen für Weitertransport - Route geheim

Am Vormittag wurde der erste Castor-Behälter vom Schiff auf einen Spezial-Lkw umgeladen. Dafür kam ein besonderer Kran zum Einsatz, der die schweren Castoren anhebt. Mit einem zweiten Kran wurde Material bewegt, das das Personal zum Umladen braucht, berichtet ein NDR Reporter vor Ort. Die Umlade-Arbeiten werden laut GNS mindestens bis in den Mittwoch dauern. Wann der Weitertransport auf der Straße nach Brokdorf beginnt, ist ungewiss. Die genaue Route ist geheim.

Am Dienstagvormittag wurde der erste Castor-Behälter umgeladen.

Polizei sichert Hafen

Die Polizei sperrt seit dem Morgen mit mehreren Einsatzfahrzeugen die Zufahrten zum Hafen ab. "Die Polizei passt auf, dass alles vernünftig über die Bühne geht", sagte der Leiter der Polizeidirektion Itzehoe, Frank Matthiesen. Er lobte die Kolleginnen und Kollegen der Wasserschutzpolizei und Küstenwache, die das Spezialschiff bereits auf dem Wasser begleitet hatten.

Keine Anti-Atomkraft-Proteste am Morgen

Proteste gab es am frühen Morgen nicht. Aktivisten hielten sich nur vereinzelt rund um den Elbehafen auf. Eine Gruppe von Castor-Gegnern mit dem Namen "Brokdorf - Castor stoppen!" hatte zwar bereits im Vorfeld vermutet, dass das Atommüll-Schiff am Dienstag in Brunsbüttel anlegen wird. Da aber ein Schiff der Küstenwache seit Montagabend mit langsamer Fahrt von Helgoland auf dem Weg Richtung Brunsbüttel war, waren Anti-Atomkraft-Aktivisten davon ausgegangen, dass die "Pacific Grebe" erst gegen Mittag in Brunsbüttel ankommen würde.

Protest-Kundgebung vor AKW Brokdorf angekündigt

"Grundsätzlich kann man sagen, dass in Deutschland Castor-Transporte ein gewisses Protestpotenzial haben", sagte Frank Matthiesen von der Polizei Itzehoe . Die Polizei ist demnach auf Proteste - auch entlang des weiteren Transportweges - vorbereitet und beobachtet mögliche Aufrufe im Internet. Die Initiative "Castor stoppen!" hat für heute Abend um 17.30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf angekündigt. Auch für Mittwoch sind laut einem Aktivisten Mahnwachen entlang der möglichen Route von Brunsbüttel Richtung Brokdorf geplant.

Letzter Castor-Transport aus England nach Deutschland

In den Behältern befinden sich Brennelemente, die vor 2005 aus deutschen Kernkraftwerken ins britische Sellafield transportiert worden sind. Dort sind sie aufbereitet worden. Diese wiederaufbereiteten Brennelemente muss Deutschland wieder zurücknehmen. Die meisten befinden sich schon in anderen Zwischenlagern in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen. Die heute angekommene Ladung der "Pacific Grebe" ist der letzte Castor-Transport von Großbritannien nach Deutschland - und auch der letzte radioaktive Abfall, der in Brokdorf ankommt.

Kritik an Transporten zu Zwischenlagern

Aktivisten wie Christian Völker kritisieren Transporte dieser Art. "Das Narrativ ist: Wir müssen es wieder zurücknehmen. Aber es wird wieder Zeug durch die Gegend gekarrt, damit sind wieder Gefahren verbunden und es gibt wieder kein Endlager-Konzept", sagte er NDR Schleswig-Holstein.

Nach Angaben der GNS werden die sieben Behälter nach Ankunft des Spezialschiffs später per Kran auf ein Transportfahrzeug umgeladen. In den Röhren sind laut Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ) die hochradioaktiven Abfälle in Glas eingeschmolzen und in Edelstahlgussformen gefüllt. Allein ein solcher Behälter wiegt über einhundert Tonnen. Wann der Umschlag erfolgt und wie lange er dauert, ist unklar.

Bis zum Jahr 2005 wurden laut GNS verbrauchte Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach England und Frankreich transportiert. Dort sind spezialisierte Anlagen, die aus dem Material wertvolle Brennstoffüberreste separieren, die wiederverwendet werden können. Gleichzeitig entstehen jedoch auch nicht weiter verwertbare radioaktive Stoffe, die entsorgt werden müssen. Die Praxis der Wiederaufarbeitung wurde von der Bundesregierung im Jahr 2005 gesetzlich beendet. Zur Rücknahme der radioaktiven Abfälle haben sich sowohl die Betreiber der Kernkraftwerke privatrechtlich als auch die…

Read the full article at Tagesschau (ARD)
Source document: Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS)

4 reports

Die ZeitIndependentCenter3 days ago
The legacy of nuclear energy: nuclear transport from England reaches Brokdorf

A shipment of radioactive waste from the Sellafield reprocessing plant in the UK has arrived at the interim storage facility at the decommissioned Brokdorf nuclear power plant in Germany. The waste consists of remnants of fuel rods from German nuclear plants that were processed in England. The interim storage site currently holds 76 containers, and with the addition of seven new containers, the site will now hold 83 containers until an end storage solution is available.

Bias read (Center): The article presents factual information without overtly biased language or emphasis. It reports on the arrival of radioactive waste without taking a stance on the policy or environmental implications of nuclear energy or waste management.

Official sources cited

  • organisation Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS)
  • organisation BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung
taz – die tageszeitungIndependentCenter5 days ago
Nuclear waste from the UK: Castor landed

A ship carrying radioactive waste from the UK has arrived in Brunsbüttel, Germany, marking what is likely the last transport of such material to the interim storage facility in Brokdorf. The waste consists of glass-encased nuclear waste produced during the reprocessing of spent fuel rods from German nuclear power plants at the British Sellafield site. According to existing agreements with the UK, this waste must be returned to Germany for long-term storage.

Bias read (Center): The article presents factual information without overtly biased language or framing. It describes the event neutrally, providing context about the origin of the waste, the logistics of its transport, and the legal basis for its return to Germany. There is no evident emphasis on one side over another

Tagesschau (ARD)State / PublicCenter5 days ago
Castor transport has arrived in Brunsbüttel

A shipment of radioactive waste from the UK has arrived in Brunsbüttel, Germany, where it is being transferred to specialized trucks for transport to the intermediate storage facility in Brokdorf. The waste comes from a reprocessing plant in the UK and consists of seven containers known as Castors. The transfer operations are expected to continue until at least Wednesday, though the exact start time for the road transport to Brokdorf remains uncertain.

Bias read (Center): The article provides a factual account of the arrival and handling of radioactive waste without evident ideological framing, loaded language, or selective sourcing. It focuses on logistical details and does not take a stance on the broader nuclear policy debate.

Official sources cited

  • organisation Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS)
  • organisation NDR Reporter
Deutsche Welle (Deutsch)State / PublicCenter5 days ago
Last nuclear waste from the British Sellafield in Germany

A specialized ship has arrived at the port of Brunsbüttel in northern Germany carrying seven containers of radioactive waste, known as Castors, from the UK's Sellafield reprocessing plant. These containers contain remnants of nuclear fuel rods processed at Sellafield from German nuclear power plants before 2005. Germany has committed to retrieving this high-level radioactive waste. The containers will now be transported by special trucks to an interim storage facility near the decommissioned Brokdorf nuclear power plant, approximately 15 kilometers away. The exact route of the transportation,

Bias read (Center): The article presents factual information without overtly favoring any side. It includes perspectives from activists criticizing the transportation method but does not editorialize or present biased language.

Official sources cited

  • government Polizeisprecherin

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The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.