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GermanyMedicine3 days ago

War in Iran and its aftermath - The Middle East is reshaping

The Middle East is undergoing a fundamental transformation driven by events over the past 15 years and the United States' efforts to transfer responsibility in the region to capable partners. The U.S. is considering three candidates: Israel, Iran, and a coalition led by Turkey comprising Sunni-Arab states, each with their own vision for the future. This marks a shift away from the era of superpower dominance and could lead to the rise of sovereign Muslim countries whose power rivals that of China, Russia, Europe, and India. The coming decade will be shaped by the delicate and potentially tense

Der Nahe Osten durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel, der zu gleichen Teilen durch die einschneidenden Ereignisse der vergangenen 15 Jahre und durch das Bestreben der USA ausgelöst wurde, die Verantwortung in der Region an fähige Partner zu übertragen. Zu diesem Zweck hat Washington drei Kandidaten im Blick: Israel, den Iran und eine von der Türkei angeführte Koalition sunnitisch-arabischer Staaten – von denen jeder seine eigene Zukunftsvision verfolgt.

Dies markiert eine wichtige Abkehr von der „managerialen“ Ära der Supermachtdominanz und bedeutet theoretisch den Aufstieg souveräner muslimischer Länder, deren Macht derjenigen Chinas, Russlands, Europas und Indiens gleichkommt. Das kommende Jahrzehnt wird von dem heiklen und potenziell explosiven Wechselspiel zwischen diesen regionalen Polen geprägt sein. Für die Vereinigten Staaten besteht die Herausforderung darin, diese Kräfte gegeneinander auszugleichen.

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Der Nahe Osten war im späten 20. Jahrhundert zersplittert, und seine Entwicklung wurde von regionalen Akteuren wie Ägypten, dem Iran und Saudi-Arabien bestimmt, die zwischen den Supermächten des Kalten Krieges manövrierten. Es war eine Zeit der Instabilität und der Abhängigkeit von außen. Die geopolitischen Umwälzungen der Jahre 2011 bis 2014 – insbesondere die Folgen des Arabischen Frühlings – zwangen die Türkei dazu, ihren aufstrebenden militärisch-industriellen Komplex zu nutzen, um eine autonomere strategische Rolle einzunehmen.

Dieser Kurswechsel gipfelte in der Schuscha-Erklärung von 2021, in der der geopolitische Aufstieg der Türkei durch die institutionelle, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Integration der türkischen Welt ausdrücklich formuliert wurde, wodurch Ankara effektiv als Hauptarchitekt eines neuen, einflussreichen geopolitischen Knotenpunkts positioniert wurde, der sich vom Südkaukasus bis nach Zentralasien erstreckt. Ihr Einfluss auf dem Balkan und ihre Mitgliedschaft in der Nato verstärken diesen Aufstieg nur noch. Einfach ausgedrückt besteht die Großstrategie der Türkei darin, gleichzeitig auf einem multiregionalen und multikontinentalen Schachbrett zu agieren – nicht als traditionelle Hegemonialmacht, sondern als Zentrum eines ausgeklügelten Netzwerks von Allianzen, das Zentralasien, Pakistan und sogar das Horn von Afrika umfasst.

Die Türkei und die „Großen Vier“

Der Aufstieg der Türkei fällt mit dem Aufkommen der sogenannten „Big Four“ zusammen – Länder, die mit Fug und Recht Anspruch auf eine Führungsrolle in der muslimischen Welt erheben können. Dabei handelt es sich um die Türkei, Pakistan, Saudi-Arabien und Ägypten. Diese informelle geopolitische Gruppierung hat sich aktiv in die jüngsten Krisen eingemischt, darunter die in Gaza und im Iran. Die Türkei ist aufgrund ihres technologischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Status der De-facto-Anführer, doch ihre Bündnisse mit den anderen drei Ländern sind für die Verwirklichung ihrer Ziele von entscheidender Bedeutung.

Um es klar zu sagen: Der Gruppierung fehlt es an einer echten formellen Institutionalisierung. Doch eine Vertiefung der wirtschaftlichen, technologischen und militärischen Zusammenarbeit wird die Voraussetzungen für den Aufbau von Bündnissen schaffen. Ein gutes Beispiel ist der 2025 unterzeichnete saudisch-pakistanische gegenseitige Verteidigungspakt; ein ähnliches Rahmenwerk könnte auf ein umfassenderes gegenseitiges Verteidigungsabkommen zwischen diesen Staaten ausgeweitet werden. Tatsächlich hat Pakistan die Türkei und Katar dazu aufgerufen, diesem Verteidigungspakt beizutreten.

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Das Konzept der „Big Four“ sollte an sich schon ernst genommen werden. Doch mit der Einbeziehung Pakistans würde dieses potenzielle Bündnis über Atomwaffen verfügen, was die Machtverhältnisse gegenüber Israel (und im Falle Pakistans auch gegenüber Indien) grundlegend verändern würde. Auch die „Beteiligung“ Aserbaidschans ist wichtig, da sie der Türkei eine neue Ebene der Diplomatie eröffnet, die weitgehend auf Geoökonomie und Vernetzung basiert. Nach 2021 hat Aserbaidschan die Kluft, die Zentralasien und den Südkaukasus vom Nahen Osten getrennt hatte, effektiv überbrückt. Seitdem haben die wirtschaftlichen und diplomatischen Aktivitäten zwischen diesen Regionen explosionsartig zugenommen. In diesem Zusammenhang wurde der Einfluss Russlands und Chinas, der die Expansion der Turkvölker bisher eingeschränkt hatte, geschwächt.

Die Türkei ist zudem im östlichen Mittelmeerraum und in Afrika aktiv. Sollte Ankara seinen Weg zum wichtigen Machtfaktor fortsetzen, dürften diese beiden Regionen zu Schauplätzen von Konfrontationen werden. Ohne die Sicherung der Grenzgebiete in der Levante, in Syrien und im östlichen Mittelmeerraum wird Ankara die Vorherrschaft im Nahen Osten verlieren. Es überrascht daher kaum, dass die türkische Regierung kürzlich Gesetzesvorlagen vorbereitet hat, um Ansprüche in umstrittenen Gebieten der Ägäis und des östlichen Mittelmeers zu formalisieren – ein institutionell…

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CiceroIndependentCenter3 days ago
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Bias read (Center): The article discusses geopolitical shifts in the Middle East without taking a clear stance on any particular political ideology or actor. It presents a general overview of changing dynamics without biased language or one-sided sourcing.