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GermanyCulture24 days ago

Climate change: Why the worst-case scenario has been mitigated

The article addresses false claims made by members of the AfD and other figures regarding the World Climate Council (IPCC) retracting its worst-case climate scenario. The article clarifies that the IPCC does not create climate scenarios but evaluates existing scientific literature. It criticizes the misinformation spread by individuals like Stefan Homburg and Marc Friedrich, who promote misleading information and conspiracy theories.

In einer von der AfD beantragten Debatte im Bundestag Ende Mai behauptete Karsten Hilse, klimapolitischer Sprecher der AfD, der Weltklimarat ziehe das schlimmste Klimaszenario zurück. Es sei ein „Horrorszenario, das nie auch nur im Ansatz plausibel“ gewesen sei und dass sich das Klima nicht schützen lasse. Ähnlich äußerte sich die US-Regierung unter Präsident Donald Trump: „Das oberste Klimakomitee der Vereinten Nationen [hat] gerade zugegeben, dass seine eigenen Prognosen (RCP8.5) falsch waren!“

Diese Aussagen sind falsch und ihnen fehlt wesentlicher Kontext: Warum das Szenario angepasst wurde, erwähnt keiner von ihnen. Auch nicht der AfD-nahe Finanzwissenschaftler und Corona-Kritiker Stefan Homburg , der häufiger irreführende Informationen verbreitet, oder Marc Friedrich , umstrittener Finanzexperte und Bestsellerautor, der in seinen Videos auch Verschwörungstheorien bedient . Fachleute sehen in den Behauptungen eine politische Instrumentalisierung.

Weltklimarat sichtet Literatur und zieht keine Klimaszenarien zurück

Zunächst vorweg: Der Weltklimarat, auch IPCC genannt, erstellt keine Klimaszenarien und – anders als behauptet – zieht er auch keine Szenarien zurück. Seine Aufgabe ist es , Literatur zu bewerten, die für das Verständnis des Klimawandels relevant ist.

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Zuständig für die Aktualisierung der Klimaszenarien ist ein internationaler Ausschuss namens ScenarioMIP innerhalb des Weltklimaforschungsprogramms. Das Team hat ein neues Set an Szenarien entwickelt und im April 2026 veröffentlicht , darunter die Anpassung des schlimmsten Klimaszenarios, auch als Worst-Case-Szenario bezeichnet. Die Szenarien werden als Grundlage für Klimamodelle und daraus entstehende Projektionen genutzt und sollen in den nächsten IPCC-Bericht Ende 2029 einfließen.

Worum es in dem pessimistischen Klima-Szenario geht

Das bisherige Worst-Case-Szenario nennt sich RCP8.5 oder SSP5-8.5. Es beschreibt eine Entwicklung mit sehr hohen Emissionen, einem starken Bevölkerungswachstum und geringem technischen Fortschritt. Es geht bis zum Jahr 2100 von einem Temperaturanstieg von bis zu 4,8 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aus.

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Was sind die RCP- und SSP-Emissionsszenarien?

Die RCP-Szenarien sind vor fünfzehn Jahren entwickelt worden. Dabei handelt es sich um vier Szenarien mit jeweils unterschiedlich hoher Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Daraus wird ein möglicher Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur abgeleitet.

Fünf Jahre nach ihrer Entwicklung wurden sie von den SSP-Szenarien abgelöst, die neben Emissionen etwa auch das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum berücksichtigen. Das Worst-Case-Szenario RCP8.5 wird deshalb inzwischen als SSP5-8.5 bezeichnet.

Die auf den Szenarien basierenden Klimaprojektionen werden in einem Zyklus von ungefähr sieben Jahren erneuert .

Die Szenarien führen zu unterschiedlich hohen Temperaturanstiegen – beim Worst-Case-Szenario (dunkelrot) wurde im letzten IPCC-Bericht eine globale Erwärmung von 4,8 Grad im Jahr 2100 berechnet (Quelle: Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Dieses Worst-Case-Szenario bezeichnet das ScenarioMIP-Team als „mittlerweile unplausibel“. Das neue Worst-Case-Szenario geht nun anstelle von 4,8 Grad von wahrscheinlich etwa 3,5 Grad Erderwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts aus. Das Forscherteam betont, auch der neue Worst-Case könnte zu schweren Klimaauswirkungen führen.

Diese Grafik zeigt, wie die Erwärmung nach neuen Klimaszenarien aussehen könnte, bis zum Ende des 21. Jahrhunderts und darüber hinaus. Auch beim aktualisierten Worst-Case-Szenario ist mit weitreichenden Folgen zu rechnen. (Quelle: CMIP; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Diese Anpassung wird von einigen so umgedeutet, dass sie Klima-Forschenden vorwerfen, sich geirrt zu haben. Manche nehmen das als Anlass, um weniger Anstrengungen gegen den Klimawandel zu fordern.

Niklas Höhne, Mitbegründer des New Climate Institutes Köln, findet es „unverantwortlich […], wie Klimaskeptiker, Rechts-außen-Medien und auch die Trump-Regierung diese Lage für ihre eigene…

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Source document: World Climate Council (IPCC)

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CORRECTIVIndependentCenter24 days ago
Climate change: Why the worst-case scenario has been mitigated

The article addresses false claims made by members of the AfD and other figures regarding the World Climate Council (IPCC) retracting its worst-case climate scenario. The article clarifies that the IPCC does not create climate scenarios but evaluates existing scientific literature. It criticizes the misinformation spread by individuals like Stefan Homburg and Marc Friedrich, who promote misleading information and conspiracy theories.

Bias read (Center): The article presents factual corrections to misinformation without taking a partisan stance. It critiques false claims from specific individuals and groups while explaining the role of the IPCC objectively. There is no overt ideological framing or biased language.

Official sources cited

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The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.