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AustriaCultureOverlooked from the right14 days ago

A boycott movement in furor

The article discusses a boycott movement targeting Jewish individuals, highlighting incidents such as the exclusion of the only Jewish LGBTIQ group in Italy, 'Keshet Italia,' from the Rome Pride event due to their stance on the conflict in Gaza. The article notes that while organizers claim they are excluding Jews based on political views rather than identity, critics argue this reflects broader anti-Semitic sentiments and attempts to downplay the Holocaust.

Doron Rabinovici

Juden unerwünscht? Eine Boykottbewegung im Furor

In Rom wird eine jüdische LGBTIQ-Gruppe gecancelt, in Wien gegen die Israel-Teilnahme am Song Contest wüst agitiert. Die politische Einstellung der Einzelnen? Egal. Längst sind alle Menschen jüdischer Herkunft bedroht

Kommentar der anderen

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Doron Rabinovici

Die Rome Pride verbannt heuer die einzige jüdische LGBTIQ-Gruppe Italiens aus ihren Reihen. "Keshet Italia", so wurde beschieden, habe nicht klar genug das verurteilt, was die Leitung der Pride als "Genozid in Gaza" brandmarkte. Es half nichts, dass Keshet Italia beteuerte, sich "dem palästinensischen Volk nahe" zu fühlen, jedoch darum bat, "mit der Sprache im Zusammenhang mit diesem Krieg vorsichtig zu sein".

Die Organisation der Regenbogenparade versicherte, sie wolle Juden an sich nicht ausgrenzen, es gehe ihnen nur um die politische Haltung. Aber das Bekenntnis zum Wertekatalog, der vom Freudenmarsch, der jährlich durch Rom zieht, um die Vielfalt zu feiern, diesmal eingefordert wird, rührt am vorherrschenden Selbstverständnis nur einer einzigen Minderheit – der jüdischen. Diese argwöhnt nicht ganz zu Unrecht, es gehe so manchen darum, die Shoah zu relativieren. Der Begriff "Genozid in Gaza" wird zum Kampfruf und zum Losungswort, ohne das kein Zutritt gewährt wird.

Ein Bild von der Rome Pride 2025. Heuer wurdedie einzige jüdische LGBTIQ-Gruppe Italiens von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Das lässt an eine biblische Geschichte denken, in der die Männer von Gilead jene feindlichen Efraimiter, die unterzutauchen versuchen, an der Art erkennen, wie sie das hebräische Wort für Strömung – "Schibboleth" – aussprechen. Die besondere Artikulation entscheidet über Leben und Tod. Bei der Rome Pride wurde die Frage, wie schwer einem "Genozid in Gaza" über die Lippen kommt, zum ideologischen Schibboleth für jüdische Positionen. Sicher: Um Leben und Tod geht es hier nicht.

"Bei anderen Staaten wird die Diaspora nicht zum Zielobjekt der Hetze."

Der Ausschluss des Juden wird heutzutage mit politischen Argumenten begründet. Ende April waren in Mailand jüdische Linke aus der Festkundgebung zur Erinnerung an den Sieg über den Faschismus gedrängt worden. Sie waren mitgegangen, um der "Jüdischen Brigade" zu gedenken, die für die Freiheit gefochten hatte. Aber der jüdische Block, der unter anderem das Banner "Zwei Staaten – zwei Völker" trug, wurde mit dem Ruf "Zionisten raus aus Mailand" fortgejagt. Die Nachkommen von Überlebenden mussten hören, wie aus antifaschistischen Reihen ihnen – in Anspielung auf die Shoah – zugebrüllt wurde: "Ihr seid verhinderte Seifenstücke."

Kein Einzelfall

Solche antisemitischen Ausbrüche sind kein Einzelfall. Die Boykottforderungen gegen den israelischen Sänger beim Eurovision Song Contest waren von einschlägigen Ausfälligkeiten gekennzeichnet. Das waren nicht bloß Randerscheinungen.

Nicht irgendeine Unbekannte, sondern die Künstlerin Nina Maleika Lorenz, Moderatorin einer Gegenveranstaltung zum ESC, behauptete fälschlich auf Instagram, das Hantavirus entstamme einer israelischen Verschwörung. Sie wurde, nachdem es bekannt wurde, von der Leitung gefeuert. Der Host DJ Topoke wiederum peitschte die Menge mit dem Ruf "Death to IDF" auf.

Solche Töne kamen nicht von irgendwelchen Mitläufern, sondern von Leitfiguren der Kundgebungen – und wie bei den Covid-19-Demonstrationen kann es auch hier nicht egal sein, wer sie anführt.

Es gibt gewiss genügend Gründe, gegen die Regierung in Jerusalem, gegen die rechtsextremen Minister, gegen die Hungerblockade in Gaza, gegen die Angriffe von Siedlern auf Palästinenser im Westjordanland, gegen die Kriegsschrecken, gegen die Besatzung und gegen die Siedlungspolitik Protest zu erheben. Die israelischen Friedensinitiativen und Menschrechtsgruppen brauchen Unterstützung. Unerträglich ist, wenn hinter jeder Kritik nichts als Ressentiments gesehen wird.

Beschmiert oder beschädigt

Aber viele Manifestationen gegen Israel schlagen in einem einzigartigen Furor um. Israelische Restaurants oder jüdische Geschäfte fernab des Landes werden beschmiert oder beschädigt. Zuweilen bleibt es nicht bei symbolischen Aktionen. Wird im Nahen Osten geschossen, geraten jüdische Menschen weltweit ins Fadenkreuz – ob in Washington, in Manchester oder am Bondi Beach.

Bei anderen Staaten wird die Diaspora nicht zum Zielobjekt der Hetze. Zu Recht schändet niemand ein russisches Restaurant oder eine orthodoxe Kirche. Chinesisches Essen wird nicht gemieden, und vor iranischen Lokalen finden keine Demonstrationen statt. Der Kulturboykott gegen andere Nationen grenzt nicht alle ihre Künstler und Künstlerinnen aus, ob sie nun für oder gegen die Regierung des Landes agieren. Niemand denkt daran, Pussy Riot zu canceln. Auch wird zwischen der Kunst von Ai Weiwei und der Diktatur in Peking unterschieden.

"Wenn es gegen Israel geht, reicht die Abstammung."

Die Boykottbewegung gegen Israel kümmert sich…

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Der StandardIndependentLeft14 days ago
A boycott movement in furor

The article discusses a boycott movement targeting Jewish individuals, highlighting incidents such as the exclusion of the only Jewish LGBTIQ group in Italy, 'Keshet Italia,' from the Rome Pride event due to their stance on the conflict in Gaza. The article notes that while organizers claim they are excluding Jews based on political views rather than identity, critics argue this reflects broader anti-Semitic sentiments and attempts to downplay the Holocaust.

Bias read (Left): The article frames the exclusion of Jewish groups as part of a larger anti-Semitic trend, emphasizing concerns about the normalization of Holocaust denial through the use of terms like 'genocide in Gaza.' The tone criticizes the political motivations behind the exclusions and highlights perceived er