ON
← Back to feed
GermanyPoliticsOverlooked from the right4 days ago

Inter-party civil war: the dispute over Matthias Helferich is a turning point for the AfD

The power struggle within the North Rhine-Westphalia branch of the Alternative for Germany (AfD) has reached a critical stage. The party's federal arbitration court will decide whether to expel Matthias Helferich, a far-right member of parliament who has been described as the 'friendly face of National Socialism.' Helferich advocates for mass repatriation and is associated with radical elements within the party, including activist Martin Sellner. He faces opposition from Martin Vincentz, the current leader of the NRW AfD chapter, who represents a more moderate approach aimed at making the AfD煤

Der Machtkampf in der nordrhein-westfälischen AfD geht in die finale Runde: Ob der rechtsextreme Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich aus der Partei geworfen wird, soll jetzt das AfD-Bundesschiedsgericht entscheiden. Wie CORRECTIV erfuhr, hat der Landesvorstand in NRW am Dienstagabend in einer Sondersitzung einen Vergleich abgelehnt – jetzt kommt es zum Showdown.

An Matthias Helferich, der sich in einem Chat als das „freundliche Gesicht des NS“ (Nationalsozialismus) bezeichnete, lässt sich der Richtungsstreit des größten AfD-Landesverbands festmachen. Der Bundestagsabgeordnete aus Dortmund steht für eine völkische, radikale Ausrichtung der Partei: Er fordert „millionenfache Remigration“, ist eng vernetzt mit dem Vorfeld der Partei wie dem rechtsextremen Aktivisten Martin Sellner und ist mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Parteijugend verzahnt.

AfD-Bundestagsabgeordneter Matthias Helferich (rechts) und Rechtsextremist Martin Sellner machen sich einen Spaß aus dem Vorwurf der ideologischen Nähe. Foto: X-Post Matthias Helferich, 21.2.2026 (Screenshot)

Ihm gegenüber steht der aktuelle NRW-Chef Martin Vincentz: Er gilt als Vertreter eines für AfD-Verhältnisse gemäßigteren Kurses – mit dem Ziel, die AfD koalitionsfähig für die Union zu machen. Im Landesvorstand ist das „Vincentz-Lager“ mit sieben von zwölf Mitgliedern in der Überzahl.

Es ist kein Geheimnis, dass sich Helferich und Vincentz nicht ausstehen können. Helferich nennt seinen Kontrahenten einen „Pseudo-Bürgerlichen“ und wirft ihm vor, mit „der Parteirechten“ Krieg zu führen. Vincentz hingegen versucht, Helferich aus der Partei zu werfen. Hinter dem Personal-Streit verbirgt sich die Grundsatzfrage der AfD: Wie weit kann die Partei ihre völkische Agenda vorantreiben, ohne ein Verbotsverfahren zu riskieren ?

Vergleich abgelehnt: Schiedsgericht entscheidet über AfD-Zukunft von Matthias Helferich

Der Landesvorstand lehnte nun offenbar einen vom Bundesschiedsgericht vorgeschlagenen Vergleich mit sieben zu fünf Stimmen ab. Er sah vor, dass Helferich für sechs Monate kein Parteiamt innehaben dürfe, aber sein Rauswurf vom Tisch wäre. Jetzt muss das Schiedsgericht doch ein Urteil sprechen.

Vier Wochen. 300.000 Euro. Ein Ziel :

Falsche Abschlüsse, geschönte Lebensläufe, verschwiegene Verbindungen: Noch immer können Menschen politische Macht gewinnen, ohne dass ihre Angaben systematisch geprüft werden.

Mit der Spendenaktion im Rahmen von CORRECTIV.Sunlight wollen wir das ändern. In vier Wochen wollen wir 300.000 Euro sammeln, um deutlich mehr Kandidierenden-Checks vor wichtigen Wahlen möglich zu machen.

Damit sichtbar wird, wer um Vertrauen wirbt – bevor Stimmen abgegeben und Ämter vergeben werden.

Jetzt mitmachen

Martin Braukmann, Vize-Präsident des AfD-Bundesschiedsgerichts, bestätigte den Vorgang gegenüber CORRECTIV. Derzeit haben die beiden Streitparteien noch Zeit, eine Stellungnahme einzureichen. Eine Entscheidung in der Sache erwartet Braukmann, der auch Vorsitzender der zuständigen Kammer ist, Ende Juni.

Wichtige Urteile zum Umgang mit Sellner und seinem „Remigrationskonzept“

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen stellte am 13. Mai 2024 im Verfahren zur Beobachtung der AfD klar: „Verfassungswidrig und mit der Menschenwürde unvereinbar ist allerdings die Verknüpfung eines ,ethnisch-kulturellen Volksbegriffs’ mit einer politischen Zielsetzung, mit der die rechtliche Gleichheit aller Staatsangehörigen in Frage gestellt“. Entscheidend sei eine „Vielzahl“ entsprechender Äußerungen, die von der Parteiführung nicht unterbunden würden – unabhängig davon, ob sie im Parteiprogramm stehen. Zudem reiche es, wenn Äußerungen nur nahelegten, dass die „Remigration“ auch für Staatsbürger gelten solle. Das Verwaltungsgericht in München stellte 2024 fest, dass von einer „Freiwilligkeit“ bei Sellners „Remigration“ nicht gesprochen werden könne.

Eine wegweisende Entscheidung folgte im Juni 2025: Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig stellte im Compact-Verfahren fest, dass das „Remigrationskonzept“ auch gegenüber Staatsbürgern „menschenwürdewidrig“ ist, dem Demokratieprinzip widerspricht, auf Vertreibung hinausläuft und faktisch „Ausbürgerung“ vorsieht – unabhängig von sprachlichen Tarnbegriffen.

Helferich kommentiert die Entscheidung des Vorstands auf X so: „Zu meinem Bedauern lässt der Vincentz-Vorstand den innerparteilichen Bürgerkrieg weiter eskalieren.“ Anstatt gemeinsam die CDU zu bekämpfen, bekämpfe man in NRW lieber Parteifreunde. Eine Anfrage von CORRECTIV ließ Helferich unbeantwortet.

Nach CORRECTIV-Informationen nehmen Teile des NRW-Landesvorstands die Entscheidung so wahr, dass Chef Vincentz die Verantwortung abgebe. Die Fronten seien so verhärtet und die Parteibasis so aufgestachelt, dass Vincentz viel Vertrauen verlieren würde, wenn er seinen Kurs des Helferich-Rauswurfs nicht zu Ende ginge.

Anfragen von CORRECTIV ließen die NRW-AfD und auch Landeschef Vincentz unbeantwortet.

Helferich-Lager erhebt Vorwürfe: Vincen…

Read the full article at CORRECTIV
Source document: CORRECTIV

1 reports

CORRECTIVIndependentLeft4 days ago
Inter-party civil war: the dispute over Matthias Helferich is a turning point for the AfD

The power struggle within the North Rhine-Westphalia branch of the Alternative for Germany (AfD) has reached a critical stage. The party's federal arbitration court will decide whether to expel Matthias Helferich, a far-right member of parliament who has been described as the 'friendly face of National Socialism.' Helferich advocates for mass repatriation and is associated with radical elements within the party, including activist Martin Sellner. He faces opposition from Martin Vincentz, the current leader of the NRW AfD chapter, who represents a more moderate approach aimed at making the AfD煤

Bias read (Left): The article uses strong negative language to describe Matthias Helferich, such as 'rechtsextreme' (far-right), 'völkische, radikale Ausrichtung' (ethnic, radical orientation), and references his association with 'verfassungsschutzbeobachtete Parteijugend' (party youth group under constitutional-prob

Official sources cited

Go to the primary sources (1)

The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.