Extra ins BĂŒro, um den Server per BIOS-Eingriff wieder flott zu kriegen? Den Weg kann ein IP-KVM wie der PicoKVM ersparen. Wir haben ihn ausprobiert.
17.06.2026,
14:00
Uhr
Lesezeit:
9Â Min.
Rechner ĂŒbers Netz per Browser fernsteuern: Luckfox PicoKVM im Test
Erste Handgriffe
Service extra
Fazit
Bei modernen Serverboards stecken IPMI-Systeme zum Fernbedienen per Keyboard-Video-Mouse over IP, kurz IP-KVM, schon seit vielen Jahren auf der Platine. Das erleichtert Admins in Rechenzentren die Arbeit, weil sie keinen Rollwagen mit Monitor, Tastatur und Maus mehr durch die Gegend schieben mĂŒssen. AuĂerdem können sie per VPN auch aus dem Homeoffice rettende Eingriffe simpel per Browser tĂ€tigen.
Nachbauten als ansteckbare GerĂ€te fĂŒr beliebige Hosts mit HDMI-Videoport und USB-Anschluss gibt es von verschiedenen Herstellern. Eine sparsame AusfĂŒhrung wie den Luckfox PicoKVM findet man schon fĂŒr rund 60 Euro; damit lĂ€sst sich ein Heimserver fĂŒr ein Taschengeld fernsteuerbar machen. Wir haben das KVM-Klötzchen an einem NAS ausprobiert, inklusive Installation eines fremden Betriebssystems ĂŒbers Netz aus dem Homeoffice.
Wer keinen nackten Platinenstapel hinter dem Rechner verstecken will, bekommt das GerĂ€t als Full-Version fĂŒr knapp 84 Euro auch im GehĂ€use mit 1,5-Zoll-Touchscreen. Der PicoKVM braucht nur drei Verbindungen: ein HDMI- und ein USB-KĂ€belchen zum Host sowie einen RJ45-Patch ins Netzwerk. Per USB bekommt er Energie und agiert als Tastatur, Maus und Massenspeicher. Den HDMI-Videostream kodiert er in drei wĂ€hlbaren QualitĂ€tsstufen entweder mit H.264 oder H.265, damit das Bild mit niedriger Bitrate durchs Netz flutscht.
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