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AustriaSports3 days ago

An expert promotes an alternative to the penalty kick

The article discusses the debate over abolishing penalty kicks (Elfmeter) in football, focusing on the views of German sports journalist and author Tobias Escher. He argues that penalty kicks give players an unfair advantage, as they often choose to take them even when it might not be the best tactical decision. Escher proposes alternative rules that would reduce the number of penalties while changing the consequences of other infractions, such as introducing stricter penalties for dangerous play.

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Elfmeter abschaffen? Ein Experte wirbt für eine Alternative zum Strafstoß

Tobias Escher plädiert für neue Regeln für Elfmeter. In seinem Szenario würde es deutlich weniger davon geben – dafür hätten Notbremsen andere Konsequenzen

Lukas Kapeller

Marko Arnautovic trifft vom Elfmeterpunkt zum 3:1 gegen Jordanien – ein Moment, der Österreich am Mittwochmorgen laut werden ließ.

Es war wohl nicht die umstrittenste Szene bei dieser Fußball-WM. Aber es war eine exemplarische Szene, wie Offensivspieler im Fußball geschickt Elfmeter für ihre Mannschaft herausholen: Im Gruppenspiel Deutschland gegen Curaçao wurde Felix Nmecha von Innenverteidiger Riechedly Bazoer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit im Strafraum umgegrätscht. Kai Havertz traf daraufhin für die deutsche Mannschaft per Elfmeter.

Für den deutschen Sportjournalisten und Buchautor Tobias Escher ist die Szene ein gutes Beispiel für die Ungerechtigkeit des Elfmeters. "Felix Nmecha ist von fünf Gegenspielern umringt, geht sogar einen Schritt vom Tor weg. Er nimmt das Foul gerne an, weil er weiß: Der Elfmeter ist größer als jede Schusschance, die ich gleich haben werde", sagt Escher, dessen neues Buch Die Zukunft des Fußballs kürzlich erschienen ist, dem STANDARD.

"Übermächtig"

Während Menschen in Sport-Pubs und Wohnzimmern rund um die Welt, nicht nur während der WM, über Elfmeter-Entscheidungen diskutieren, wird laut Escher die grundsätzliche Ungerechtigkeit von Strafstößen übersehen. "Elfmeter sind schlicht und ergreifend übermächtig", sagt er. Denn: Bei einem Elfmeter liegt der Ball ruhig da, kein Verteidiger drängt sich zwischen den Schützen und das Tor, noch dazu muss der Torhüter bis zum Schuss auf der Linie bleiben.

Im laufenden Spiel haben es die Angreifer viel schwerer: Verteidiger bedrängen sie, und der Torhüter kann nach vorne laufen, um den Schusswinkel zu verkürzen. Kurzum: Im Spielfluss hat ein Stürmer meistens sehr wenig Zeit für den optimalen Schuss.

Extrem hohe Torchance

Das zeigen auch die Expected-Goals-Werte (xG), also jene Kennzahlen, die jedem Schuss eine bestimmte Wahrscheinlichkeit zuordnen. Statistikanbieter berechnen die xG-Werte, indem sie Tausende Videos von Torchancen elektronisch analysieren. Beim Elfmeter ist die Sache recht klar. Je nach Berechnungsmodell hat ein Elfmeter einen xG-Wert von 0,75 bis 0,80, heißt es auf dem Statistikportal FBRef.com . 75 bis 80 Prozent, das ist eine sehr große Torchance. In der österreichischen Bundesliga wurden in der Saison 2025/26 laut transfermarkt.at sogar 85 Prozent der Elfmeter verwandelt.

Eschers Fazit: "Statistisch gesehen ist es fast immer die bessere Wahl, einen Elfmeter herauszuholen, als zu versuchen, aus dem Spiel ein Tor zu schießen." Fast nie sei "der Elfmeter eine angemessene Bestrafung für das Vergehen, das er sanktioniert". Bei der Mehrzahl der Elfmeter werde sogar keine klare Torchance verhindert, sagt der Experte.

Kai Havertz beim Verwandeln seines Elfmeters gegenCuraçao. Davor gab es ein Foul während einer Offensivaktion der DFB-Elf mit einer geringeren Torwahrscheinlichkeit als beim Strafstoß.

Freistöße im Sechzehner

Eschers Alternativvorschlag: Es sollte nur dann einen Elfmeter geben, wenn der Verteidiger mit seiner Regelwidrigkeit eine klare Torchance verhindert. Wenn es hingegen keine eindeutige Chance gab, sollte es nur einen Freistoß am Ort des Fouls geben. Direkten oder indirekten Freistoß? (Beim indirekten Freistoß muss der Ball von einem weiteren Spieler berührt werden, bevor er im Tor landet.) "Das müsste man dann genau überlegen. Das ist ja das Schöne, wenn man solche Ideen einwirft, dass man sie nicht bis ans Ende durchdenken muss", sagt Escher mit Augenzwinkern.

Der Schiedsrichter müsste bei dieser Regeländerung auch keine zusätzliche Entscheidung – klare Torchance, ja oder nein – treffen, betont Escher. Denn auch jetzt schon müssten Schiedsrichter dies beurteilen. Wenn ein Spieler durch ein Foul eine klare Torchance vereitelt, ist dies laut Regelwerk zusätzlich mit einer Roten Karte zu ahnden.

Idee für Notbremsen

Eschers Vorschlag geht aber noch weiter: Wenn ein Stürmer allein auf das Tor zuläuft, aber noch vor dem Strafraum von einem Verteidiger abgeräumt wird, sollte es nicht wie bisher einen Freistoß geben, sondern sehr wohl Elfmeter. Strafstöße wären also auch für Fouls außerhalb des Sechzehners möglich. "Du kannst einen frei aufs Tor laufenden Stürmer derzeit einfach umhauen, und dafür gibt es einen Freistoß. Damit kannst du als Verteidiger die Torwahrscheinlichkeit dieser Szene um drei Viertel senken", sagt Escher.

Die Vision Eschers ist also, den Zusammenhang zwischen Elfmeter und Strafraum abzuschaffen – und den Fußball so gerechter zu machen.

Ousmane Dembele von PSG beim Verwandeln seines Elfmeters im Champions-League-Finale gegen Arsenal: "Eindeutig ein Foul, aber keine klare Torchance."

Spiele würden anders verlaufen

Natürlich geschehen derze…

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Der StandardIndependentCenter3 days ago
An expert promotes an alternative to the penalty kick

The article discusses the debate over abolishing penalty kicks (Elfmeter) in football, focusing on the views of German sports journalist and author Tobias Escher. He argues that penalty kicks give players an unfair advantage, as they often choose to take them even when it might not be the best tactical decision. Escher proposes alternative rules that would reduce the number of penalties while changing the consequences of other infractions, such as introducing stricter penalties for dangerous play.

Bias read (Center): The article presents Tobias Escher's argument against penalty kicks without taking a clear stance on the issue itself. It provides his perspective but does not favor one side over the other in terms of framing or emphasis. The content remains focused on the technical and strategic aspects of the足球规则