Online seit gestern, 17.27 Uhr
Nach der Grundsatzeinigung zwischen Bund und LĂ€ndern ĂŒber die Finanzierung der geplanten Senkung der DienstgeberbeitrĂ€ge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um einen Prozentpunkt ab 2028 hat das Finanzministerium gestern nun Details bekanntgegeben.
Bekannt war bereits, dass die LĂ€nder ein Drittel der entstehenden LĂŒcke im FLAF ĂŒbernehmen (200 Mio.). Diese erhalten die lange geforderten Mittel aus dem EU-Wiederaufbau- und Resilienzplan (RRF) (166 Mio.). Die Einigung sei am Mittwoch âin mehrstĂŒndigen GesprĂ€chenâ zwischen Vertretern von Bund, LĂ€ndern und Gemeinden erfolgt, hieĂ es gestern in einer Aussendung aus dem Finanzressort.
Die ab 2028 geplante Senkung der Lohnnebenkosten umfasse ein Volumen von zwei Mrd. Euro, diese fĂŒhre zu einem Minus im Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) in Höhe von etwa 600 Mio. Euro. In den GesprĂ€chen einigte man sich darauf, dieses Minus gemeinsam zwischen Bund, LĂ€ndern und Gemeinden auszugleichen.
Finanzministerium: Mehreinnahmen fĂŒr Gemeinden
Wie schon zuvor mitgeteilt, beteiligen sich die LĂ€nder und Gemeinden mit 200 Mio. Euro pro Jahr an der Finanzierung. Der Bund ĂŒbernimmt zwei Drittel der Kosten. BestĂ€tigt wurde, dass die Finanzierung nur bis zum Ende der laufenden Finanzausgleichsperiode gilt â also befristet fĂŒr das Jahr 2028. Eine WeiterfĂŒhrung der Regelung darĂŒber hinaus soll Teil der Verhandlungen zum nĂ€chsten Finanzausgleich (ab 2029) sein.
Festgehalten wurde seitens des Finanzministeriums, dass den LĂ€ndern und Gemeinden durch die MaĂnahmen im Doppelbudget 2027/2028 Mehreinnahmen zugutekommen. Zudem stellt der Bund den LĂ€ndern einen Investitionszweckzuschuss in der Höhe von 166,86 Mio. Euro zur VerfĂŒgung. Zur StĂ€rkung der Gemeinden wird noch im Jahr 2026 ein Infrastruktur-Investitionspaket in der Höhe von 30 Mio. Euro auf den Weg gebracht.
âSchulterschluss zwischen Bund und LĂ€ndernâ
Finanzminister Markus Marterbauer (SPĂ) sprach von einem âfairen Modell zur Aufteilung der Finanzierungâ der âgröĂten Senkung der Lohnnebenkosten, die es in Ăsterreich je gegeben hatâ. Von einem âSchulterschluss zwischen Bund und LĂ€ndernâ und einem âwichtigen Signal fĂŒr den Standortâ sprach StaatssekretĂ€rin Barbara Eibinger-Miedl (ĂVP). StaatssekretĂ€r Josef Schellhorn (NEOS) betonte, man ziehe âan einem Strangâ, diesen âgesamtstaatlichen Reformgeistâ brauche es jetzt auch in der âReformpartnerschaftâ.
Landeshauptleute-Konferenz-Vorsitzender und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ĂVP) freute sich ĂŒber einen âerfolgreichen Abschlussâ der Verhandlungen. Gemeindebund-PrĂ€sident Johannes Pressl (ĂVP) betonte, dass es angesichts der Finanzlage vieler Gemeinden âkein leichter Schrittâ gewesen sei, dass sich auch die Gemeinden beteiligen mĂŒssen.
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