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CHPolitics3 days ago

Debate in Liechtenstein Crown Prince against abortion: Why is he already announcing the veto?

Liechtenstein is considering legalizing abortions through a proposed initiative called 'Fristenlösung für Liechtenstein,' which would introduce a time limit similar to Switzerland's regulations. The initiative has begun collecting signatures and could lead to a vote in November. Currently, Liechtenstein has one of the strictest abortion laws in Europe, prohibiting abortions and preventing doctors from informing women about them. As a result, pregnant women often travel abroad for abortions, typically to Switzerland. The country's unique constitutional structure allows the Prince, currently Erb

Debatte in Liechtenstein

Erbprinz gegen Abtreibungen: Warum kündigt er schon das Veto an?

Erlaubt Liechtenstein bald Abtreibungen? Dafür werden Unterschriften gesammelt. Der Erbprinz kündigt schon ein Veto an.

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Darum geht es: Das Fürstentum Liechtenstein hat eines der strengsten Abtreibungsgesetze in Europa. Abtreibungen sind verboten, Ärztinnen und Ärzte dürfen Schwangere nicht darüber informieren. Liechtensteinerinnen müssen für einen Schwangerschaftsabbruch deshalb ins Ausland. Schätzungsweise betrifft das jährlich rund 40 Frauen, oft wählen sie die Schweiz. Seit 2015 sind diese im Ausland durchgeführten Abbrüche in Liechtenstein straffrei.

Die Initiative: Die Initiative «Fristenlösung für Liechtenstein» will Schwangerschaftsabbrüche legalisieren. Sie fordert, wie der Name sagt, eine Fristenregelung wie in der Schweiz, wo Abtreibungen bis zur 12. Woche legal sind. Seit dieser Woche sammelt das Komitee Unterschriften. Zu einer Abstimmung könnte es im November kommen.

Leere Drohungen? Das ist nicht der Stil des Fürstenhauses.

Die Veto-Ankündigung: Nun kommt die besondere Staatsform des Fürstentums zum Tragen. Die Stimmbevölkerung hat nämlich nur das vorletzte Wort. Das letzte Wort liegt beim Monarchen, genauer gesagt bei Erbprinz Alois. Und der hat nun im Interview mit der Liechtensteiner Zeitung «Vaterland» erklärt, dass er bei einem positiven Volksentscheid ein Veto einlegen würde. In der Vorlage sehe er «das zentrale Rechtsgut des Lebensschutzes» nicht ausreichend gewährleistet. Beim Informationsverbot signalisierte er Kompromissbereitschaft.

Liechtensteins Monarch und das Vetorecht

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Von seinem verfassungsrechtlich verankerten Vetorecht hat der Fürst von Liechtenstein das letzte Mal in den 1960er-Jahren Gebrauch gemacht. Damals ging es um eine Reform des Jagdgesetzes. Angekündigt hat das Fürstenhaus Vetos aber auch danach, etwa bei der Abtreibungs-Initiative von 2011.

2012 scheiterte eine Initiative, die das Vetorecht des Fürsten einschränken wollte, deutlich. Rund 70 Prozent stimmten dagegen. Im Vorfeld hatte das Fürstenhaus das Referendum zu einer Abstimmung über die Monarchie als solche gemacht: Ohne ein Vetorecht würde man sich aus Liechtenstein ganz zurückziehen, so die Drohung.

Parallelen zu 2011: Schon 2011 hat Liechtenstein über eine Abtreibungs-Initiative abgestimmt. Und schon damals kündigte Prinz Alois im Vorfeld ein Veto an, allerdings erst rund einen Monat vor dem Urnengang. Der ging äusserst knapp aus: 52 Prozent stimmten gegen die Vorlage. Die Stimmbeteiligung war damals auffallend niedrig. Beobachter bringen das mit der Veto-Ankündigung in Verbindung.

Was bedeutet das Veto? Das Initiativkomitee wirft dem Erbprinzen vor, dass er mit seiner Veto-Ankündigung in die Meinungsbildung eingreift und in diesem Sinn die Wahl manipuliere. Weil von Anfang an klar sei, dass die Initiative nicht umgesetzt würde. Dem kann man entgegnen: Der Erbprinz schafft durch seine Ankündigung klare Verhältnisse – die Stimmbevölkerung weiss, woran sie ist, bevor sie an die Urne geht. Doch auch dann bleibt die Frage: Warum meldet sich der Erbprinz schon jetzt zu Wort, Monate vor einer möglichen Abstimmung?

Das Kalkül des Prinzen: «Die Hoffnung könnte sein, dass die Menschen die Frage nach der Fristenlösung nun mit der Frage nach der Monarchie verknüpfen – und sie sich im Zweifel für die Monarchie aussprechen.» Das sagt David Sele, Leiter des Politik-Ressorts beim Vaduzer Medienhaus. Grundsätzlich geniesse die Staatsform in Liechtenstein eine hohe Zustimmung. Die Abtreibungsdebatte mache der Erbprinz also zu einer Monarchie-Debatte. Damit gehe er aber durchaus ins Risiko, vor allem zu diesem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt. «Es kann natürlich auch sein, dass jemand, der sich für die Fristenlösung einsetzt, plötzlich die Monarchie hinterfragt.»

Legende:

In Liechtenstein teilt sich das Volk die Staatsgewalt mit dem Monarchen. Da könne es auch mal vorkommen, dass die zwei Souveräne unterschiedlicher Meinung seien, sagt Erbprinz Alois (Bild von einem Anlass am Liechtensteiner Staatsfeiertag 2025).

Keystone / Gian Ehrenzeller

So geht es weiter: Die Initiatorinnen halten an ihrer Vorlage fest. Sie fordern ein klares Meinungsbild über die Mehrheitsverhältnisse in der Abtreibungsdebatte – ohne eine Diskussion über die Monarchie. David Sele schätzt: Würde heute darüber abgestimmt, würde die Initiative angenommen werden. Aber egal, wie das Ergebnis ausfällt: Die Fristenlösung werde in Liechtenstein danach sicher nicht eingeführt. «Leere Drohungen? Das ist nicht der Stil des Fürstenhauses.»

SRF 4 News, 18.06.2026, 16:23 Uhr

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Read the full article at SRF News
Source document: Fristenlösung für Liechtenstein

3 reports

Tages-AnzeigerParty-alignedCenter3 days ago
In the UK, for example, there is a growing awareness of the importance of abortion in the lives of women.

Pregnancy termination is banned in Liechtenstein. A popular initiative aims to change this. However, Head of State Alois announces his veto before the signature collection has even begun.

Bias read (Center): The article presents facts without overtly favoring any side. It mentions the legal status of pregnancy termination, the proposed initiative, and the head of state's opposition without using biased language or selective sourcing.

SRF NewsState / PublicCenter3 days ago
Debate in Liechtenstein Crown Prince against abortion: Why is he already announcing the veto?

Liechtenstein is considering legalizing abortions through a proposed initiative called 'Fristenlösung für Liechtenstein,' which would introduce a time limit similar to Switzerland's regulations. The initiative has begun collecting signatures and could lead to a vote in November. Currently, Liechtenstein has one of the strictest abortion laws in Europe, prohibiting abortions and preventing doctors from informing women about them. As a result, pregnant women often travel abroad for abortions, typically to Switzerland. The country's unique constitutional structure allows the Prince, currently Erb

Bias read (Center): The article presents both sides of the debate without overtly favoring one over the other. It explains the current law, the proposed initiative, and the potential veto by the prince without using biased language or selective sourcing.

Official sources cited

  • court Fristenlösung für Liechtenstein
  • press release Liechtensteiner Zeitung 'Vaterland'
BlickParty-alignedCenter3 days ago
Abortions in Liechtenstein: Crown Prince threatens to veto the bill

The article discusses the potential veto threat by the heir apparent of Liechtenstein regarding abortions in the country.

Bias read (Center): The article reports on a political development without overtly favoring any side. It mentions the heir apparent's potential veto but does not provide additional context or commentary that would indicate a clear ideological leaning.

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  • courtFristenlösung für Liechtenstein
  • press_releaseLiechtensteiner Zeitung 'Vaterland'