Investoren mögen Internetsicherheit – Dream Security sammelt 260 Millionen Dollar
Das israelische Cybersicherheitsunternehmen Dream Security zieht weiter Investoren an und hat am Donnerstag eine Finanzierungsrunde über 260 Millionen Dollar bekanntgegeben. Damit steigt die Unternehmensbewertung dreieinhalb Jahre nach der Gründung auf drei Milliarden Dollar. Angeführt wurde die Runde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler und weiteren globalen Geldgebern. Das Unternehmen ist in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien tätig. Mit dem zusätzlichen Investment treibt es die globale Expansion weiter voran. Dream ermöglicht den Einsatz Künstlicher Intelligenz auf heiklen Gebieten von Staaten und kritischer Infrastruktur.
Das Unternehmen wurde 2023 von dem früheren österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, dem israelischen Nachrichtendienst- und Cybersecurity-Experten Shalev Hulio sowie weiteren Partnern mitbegründet. Shalev Hulio ist vor allem als Mitgründer des Spyware-Unternehmens NSO Group bekannt, das wegen der Pegasus-Software international stark umstritten ist.
Volkswagen muss sich bei Hauptversammlung auf Kritik einstellen
Am Donnerstag um 10 Uhr lädt Volkswagen seine Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung ein. Bei Europas größtem Autobauer muss sich der Vorstand um Konzernchef Oliver Blume dabei auf harte Kritik von Anteilseignern einstellen. Einbrechende Gewinne, eine hartnäckige Krise in China, ein schwächelnder europäischer Automarkt und eine fehlende Antwort auf die US-Zölle machen dem Unternehmen das Leben schwer. Blume hatte im Frühjahr ein „Zielbild Volkswagen Konzern 2030" angekündigt und erste Eckpunkte für die Neuausrichtung genannt. Das neue Geschäftsmodell lässt jedoch auf sich warten. Auf der Hauptversammlung muss er sich nun den Fragen der Aktionäre zur Krise des Konzerns und zur Strategie für die Zukunft stellen.
Das Aktionärstreffen findet abermals rein digital statt, wie in den vergangenen beiden Jahren. Vorstand und Aufsichtsrat sind dabei nicht einmal in Wolfsburg, sondern werden aus München zugeschaltet.
Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Wiederwahl von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Der 75-Jährige soll für weitere fünf Jahre in das Gremium gewählt werden. Seine Wahl gilt als sicher: Großaktionär Porsche SE hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte, zusammen mit dem Land Niedersachsen sind es mehr als 70 Prozent.
Zudem ist der Dieselskandal abermals Thema. Zur Abstimmung stehen die Vergleiche, die der Konzern 2021 mit seinem früheren Vorstandschef Martin Winterkorn sowie weiteren ehemaligen Vorständen wie Rupert Stadler und den eigenen Manager-Haftpflichtversicherungen geschlossen hatte. 11,2 Millionen Euro sollte Winterkorn an den Konzern zahlen, im Gegenzug von weiteren Ansprüchen freigestellt werden. Darüber hatten die VW-Aktionäre schon 2021 abgestimmt, doch der Bundesgerichtshof erklärte die Zustimmung 2025 teilweise für nichtig. Grund waren laut VW lediglich formale und nicht inhaltliche Mängel. Der Konzern stellt die Vergleiche daher nun weitgehend unverändert erneut zur Abstimmung.
Uli Putz
Googles Gemini-Vizechef wechselt zu Konkurrent OpenAI
Noam Shazeer, einer der Chefentwickler des KI-Modells Gemini von Google, verlässt den Konzern und wechselt zum ChatGPT-Hersteller OpenAI, der einen Börsengang anstrebt. Das teilte Shazeer am Mittwoch mit. Der überraschende Abgang erfolgt weniger als zwei Jahre, nachdem Google Medienberichten zufolge 2,7 Milliarden Dollar gezahlt hatte, um Shazeer vom Start-up Character.AI zurückzuholen. Shazeer gilt als Schlüsselfigur dahinter, dass Gemini die technologische Lücke zu OpenAI schließen konnte. „Ich bin unglaublich stolz auf das großartige Team bei Google und alles, was wir gemeinsam aufgebaut haben“, erklärte Shazeer auf der Plattform X. Google dankte Shazeer in einer Stellungnahme für seine „bedeutenden Beiträge“.
Philipp von Reinersdorff
Apple plant Preiserhöhungen aufgrund gestiegener Chipkosten
Angesichts gestiegener Kosten für Speicherchips plant Apple Preiserhöhungen für seine Produkte. „Leider sind Preiserhöhungen unvermeidbar“, sagte Konzernchef Tim Cook der Zeitung „Wall Street Journal“ in einem Interview. Das Unternehmen tue sein Bestes, um die enormen Kostensteigerungen abzufedern und die Kunden zu schützen. „Doch die Situation ist nicht mehr tragbar.“ Wann und in welchem Maße die Preise steigen sollen und welche Produkte betroffen sind, ließ Cook offen.
Hintergrund ist die rasant steigende Nachfrage nach Chips für Rechenzentren im Zuge des Booms rund um Künstliche Intelligenz (KI), was zu einem harten Wettbewerb um die knappen Bauteile führt. Cook wird im September die Führung des iPhone-Herstellers an John Ternus übergeben. Eine Stellungnahme von Apple auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters lag zunächst nicht vor.
Philipp von Reinersdorff
Bosch zahlt Millionenstrafe in de…
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