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Im kommenden Jahr wird ein neuer Bundespräsident gewählt. Der Amtsinhaber wendet sich gegen die Idee, eine Person ohne politische Erfahrung aufzustellen.
dpa,
hell
19. Juni 2026, 15:17 Uhr
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Frank-Walter Steinmeier ist bald zehn Jahre im Amt. Es darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl des Bundespräsidenten antreten.
© Piroschka Van De Wouw/Reuters
Sein Nachfolger als Bundespräsident sollte nach Ansicht von Frank-Walter Steinmeier aus dem Politikbetrieb kommen. Nach der Bundestagswahl 2017 hatte Steinmeier CDU, CSU und SPD zur Bildung einer Koalition gemahnt, um Neuwahlen zu vermeiden. »Ich befürchte, dass ähnlich schwierige Regierungsbildungen auch in der Zukunft auf uns zukommen«, sagte Steinmeier im ARD-Interview der Woche. Deshalb befürworte er eine Wahl, bei der jemand – wahrscheinlich beim nächsten Mal eine Frau – Berücksichtigung findet, »der Kontakte und Gesprächsmöglichkeiten in die Parteien hinein hat, um solche Krisen bei der Regierungsbildung auch zu überwinden«.
Das nächste deutsche Staatsoberhaupt wird am 30. Januar 2027 von der Bundesversammlung gewählt . Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten, nach zehn Jahren endet seine Zeit als Bundespräsident im März 2027. Eine Online-Petition zur Nominierung des Komikers Hape Kerkeling für das höchste Staatsamt hat inzwischen mehr als 20.000 Unterstützer.
Wer folgt Steinmeier im Amt?
Als möglicher Nachfolger oder mögliche Nachfolgerin Steinmeiers werden in den Medien auch Bundesbildungsministerin Karin Prien ( CDU ) genannt, die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner (CDU) oder Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin. Diskutiert wird unter anderem, ob der nächste Bundespräsident oder die erste Bundespräsidentin aus einer der Parteien kommen sollte – oder ob es jemand ohne enge Bindungen in den Politikbetrieb sein sollte wie einst Joachim Gauck (2012-2017).
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