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GermanyCrime7 days ago

Movement in sexual offense law: No vote yet for 'Only Yes Means Yes'

The Justice Ministers' Conference rejected with a narrow majority a proposal to introduce the 'Only Yes Means Yes' principle into Germany's sexual criminal law. However, Federal Justice Minister Stefanie Hubig (SPD) indicated that due to new EU regulations, the principle could soon be implemented for cases involving minors. The current law already includes the 'No Means No' principle, which requires that any recognizable rejection of sexual acts be respected. The key difference is that under 'Only Yes Means Yes,' even if a victim is unable to express their will due to shock, such as in 40 to 7

Bewegung im Sexualstrafrecht : Noch kein Votum für „Nur Ja heißt Ja“

Die Justizministerkonferenz hat eine Verschärfung des Sexualstrafrechts die mit knapper Mehrheit abgelehnt. Für Jugendliche soll aber eine Änderung kommen.

Anna Gallina, Hamburgs Justizsenatorin (2. v. li.), mit ihren Amtskol­le­g:in­nen Wahlmann, Eisenreich und Bundesjustizministerin Hubig

Breuel-Bild/imago

Hamburg und Nordrhein-Westfalen wollten auf der Justizministerkonferenz Druck machen. Künftig solle auch in Deutschland das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ gelten, so der Antrag . Er wurde zwar mit knapper Mehrheit abgelehnt. Doch Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) stellte in Aussicht, dass „Nur Ja heißt Ja“ bald wegen einer neuen EU-Vorgabe zumindest für Sex mit Jugendlichen eingeführt wird.

„Nur Ja heißt Ja“ bedeutet, dass sexuelle Handlungen an einer anderen Person strafbar sind, wenn diese nicht erkennbar zugestimmt hat. Seit 2016 gilt in Deutschland immerhin das Prinzip „Nein heißt Nein“, das heißt die erkennbare Ablehnung von sexuellen Handlungen muss beachtet werden.

Entscheidender Unterschied: Wenn das Opfer bei einem sexuellen Übergriff in Schockstarre gerät, kann es auch keinen gegenstehenden Willen mehr äußern. Laut Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) ist dies bei 40 bis 70 Prozent der Vergewaltigungen der Fall. Ministerin Kathrin Wahlmann (SPD) aus Niedersachsen betonte: „In 15 EU-Staaten gilt schon ‚Ja heißt Ja‘, Deutschland hängt hinterher.“

„Nur Ja heißt Ja“ soll bald EU-weit gelten

Dennoch fand der Vorschlag auf der Justizministerkonferenz keine ausreichende Unterstützung. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) sagte, in Bayern gebe es „keine relevanten Schutzdefizite“. Es gebe bei Sexualstraftaten zwar immer wieder Beweisprobleme, aber dies sei unabhängig von „Nein heißt Nein“ oder „Nur Ja heißt ja“.

Für Bewegung wird aber eine EU-Richtlinie sorgen, die noch in diesem Jahr beschlossen werden soll und EU-weite Vorgaben für das Sexualstrafrecht machen wird. Hierzu gehört, dass bei Sex mit Minderjährigen künftig das „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip gelten soll.

Ich kann doch keiner 17-Jährigen sagen, ‚in diesem Jahr kommt es auf Deine Zustimmung an, aber nächstes Jahr musst du widersprechen‘

Kathrin Wahlmann, Niedersächsische Justizministerin

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) teilte mit, dass sie mit Familienministerin Karin Prien (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) vereinbart hat, dass Deutschland dieser Richtlinie in Brüssel zustimmen wird. „Wenn die Richtlinie beschlossen ist, muss sie in deutsches Recht umgesetzt werden und dann kann man noch einmal gründlich diskutieren“, sagte Hubig.

Bayerns Minister Eisenreich zeigte sich gesprächsbereit. Kathrin Wahlmann aus Niedersachsen geht davon aus, dass „Ja heißt Ja“ dann auch für Erwachsene eingeführt wird. „Ich kann doch keiner 17-Jährigen sagen, ‚in diesem Jahr kommt es auf Deine Zustimmung an, aber nächstes Jahr musst du widersprechen‘.“

Keine Mehrheit für spezialisierte Strafgerichte

Einstimmig sprach sich die Justizministerkonferenz dafür aus, dass bei allen Formen von Vergewaltigung künftig eine Verjährung von 20 Jahren gelten soll. Derzeit gilt bei der Vergewaltigung einer willenlosen (zum Beispiel betrunkenen) Person nur eine Verjährung von fünf Jahren . Ministerin Hubig versprach, einen Gesetzentwurf zur Reparatur dieser gesetzgeberischen Panne aus dem Jahr 2016 vorzulegen.

Abgelehnt wurde der Vorschlag von Nordrhein-Westfalens Justizminister Benjamin Limbach (Grüne), dass alle Strafgerichte eine Spezialkammer für Sexualdelikte einrichten müssen. Er wollte so Sachkunde und empathischen Umgang sicherstellen. Die große Mehrheit der Länder wollte diese Entscheidung jedoch weiterhin den einzelnen Gerichten überlassen.

Eine Mehrheit der Länder sprach sich dagegen für den Vorstoß von Hamburgs Justizsenatorin Gallina aus, die Nichtanzeige geplanter schwerer Sexualstraftaten künftig zu bestrafen. Gallina denkt hierbei vor allem an Netzwerke, in denen sich Männer über Techniken austauschen, Frauen zu betäuben und dann zu vergewaltigen. Hier sollen auch die Männer bestraft werden, die von solchen Plänen wissen, aber nur mitlesen oder mitdiskutieren.

Ein anderer Schwerpunkt der Justizministerkonferenz befasste sich mit der Politikerbeleidigung .

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Read the full article at taz – die tageszeitung
Source document: Justice Ministers' Conference

3 reports

taz – die tageszeitungIndependentCenter7 days ago
Movement in sexual offense law: No vote yet for 'Only Yes Means Yes'

The Justice Ministers' Conference rejected with a narrow majority a proposal to introduce the 'Only Yes Means Yes' principle into Germany's sexual criminal law. However, Federal Justice Minister Stefanie Hubig (SPD) indicated that due to new EU regulations, the principle could soon be implemented for cases involving minors. The current law already includes the 'No Means No' principle, which requires that any recognizable rejection of sexual acts be respected. The key difference is that under 'Only Yes Means Yes,' even if a victim is unable to express their will due to shock, such as in 40 to 7

Bias read (Center): The article presents both sides of the debate without overtly favoring one perspective. It reports on the rejection of the proposed law by the Justice Ministers' Conference but also notes the potential future implementation due to EU regulations. The language remains neutral, and no clear bias is ev

Official sources cited

  • government Justice Ministers' Conference
taz – die tageszeitungIndependentCenter8 days ago
Movement in Sexual Crime Law: No vote yet for Yes is Yes

The Justice Ministers' Conference rejected with a narrow majority a proposal to toughen Germany's sexual criminal law. However, the 'Yes Means Yes' initiative will soon be introduced at least for minors.

Bias read (Center): The article reports on a legislative decision without overtly favoring any side. It presents the rejection of a stricter law and the introduction of 'Yes Means Yes' for minors neutrally, without loaded language or one-sided sourcing.

Official sources cited

  • government Justizministerkonferenz
Tagesschau (ARD)State / PublicCenter9 days ago
Changes in the law on sexual offences

The German Federal Minister of Justice is proposing that rape cases should have a statute of limitations of 20 years instead of the current 5 years. However, there was no agreement on whether the principle 'Only Yes Means Yes' should be enshrined in law.

Bias read (Center): The article presents the proposal by the Federal Minister of Justice without taking a stance or using biased language. It reports on the lack of consensus regarding the legal anchoring of the 'Only Yes Means Yes' principle but does not favor one side over the other.

Official sources cited

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