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GermanyEconomy5 days ago

Trump's appeasement: EU Parliament votes for US customs deal with safety net

The European Parliament has approved the implementation of a controversial trade deal with the United States aimed at avoiding a trade war. The agreement provides more benefits to the U.S. than to the EU, but includes safeguards to ensure the U.S. fulfills its commitments. These include the possibility of suspending EU concessions if the U.S. violates the terms of the agreement, such as by imposing new tariffs. The U.S. is also required to reduce tariffs on certain products with steel content to no more than 15 percent by year-end.

Besänftigung von Trump : EU-Parlament stimmt für US-Zolldeal – mit Sicherheitsnetz

Mit dem Deal wollte die EU einen Handelskrieg abwenden. Das Europaparlament spricht sich trotz Bevorteilung der USA dafür aus, aber unter Vorbehalt.

Container im Hamburger Hafen

Christian Charisius/dpa

dpa/taz | Das Europaparlament hat den Weg für die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zollabkommens mit den USA freigemacht. Der Deal beinhaltet mehr Vorteile für die Vereinigten Staaten als für die Europäische Union , die sich erhofft, so immerhin nicht ständig mit neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump konfrontiert zu werden.

Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit breiter Mehrheit dafür, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Allerdings mit einem Sicherheitsnetz: Es soll dafür sorgen, dass die US-Vorteile nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen.

Unter anderem ist vorgesehen, dass die EU-Zollzugeständnisse bei Verstößen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können. Dies könnten etwa erneute Zollerhöhungen sein. Zudem sollen die USA bis Jahresende Zölle auf Waschmaschinen und andere Produkte mit Stahlanteil auf höchstens 15 Prozent reduzieren. Wenn dies nicht geschieht, will die EU ebenfalls solche Zölle prüfen. Darüber hinaus ist unter anderem ein festes Ablaufdatum vorgesehen, der 31. Dezember 2029.

Das Parlament nahm den Gesetzesvorschlag zu Industriegütern mit 440 zu 151 Stimmen an, bei 50 Enthaltungen. Für die Erleichterungen für US-Meeresfrüchte stimmten 444 Abgeordnete, 152 stimmten dagegen, 54 enthielten sich.

Trump droht mit viel höheren Zöllen

Für die Umsetzung ist auch die Bestätigung durch den Ministerrat nötig. Ver­tre­te­r*in­nen der EU-Staaten und des Parlaments hatten vereinbart, dass die Regelungen spätestens zum 4. Juli in Kraft treten sollen.

US-Präsident Donald Trump hatte vor einigen Wochen den US-Nationalfeiertag am 4. Juli als Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung ins Spiel gebracht. Sollte die EU nicht bis dahin ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle „leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen“, hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt.

Anfang Juni drohten die USA zudem unter anderem der Europäischen Union Zölle an, weil sie angeblich bei Importen von Produkten nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vorgehe . Die EU-Kommission wies den Vorwurf zurück.

Der Vorsitzende des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, Bernd Lange (SPD), erklärte das US-Vorgehen mit der Suche nach einer neuen Rechtsgrundlage für die willkürliche Zollpolitik der US-Regierung. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte wesentliche Teile von Trumps bisherigen Zöllen aufgehoben.

Die US-Regierung untersucht auch, ob strukturelle Überkapazitäten bei Handelspartnern zulasten der US-Wirtschaft gehen, unter anderem bei einzelnen Branchen der Europäischen Union. Sollte sie dies als bestätigt sehen, könnten auf dieser Grundlage Zölle erhoben werden.

Lange sagte, man müsse im Juli genau prüfen, welche Zölle die USA je nach Produkt erheben wollten. Schon jetzt hielten die USA bei einzelnen Produkten wie Lederjacken die vereinbarten Zollsätze nicht ein. Würden die vereinbarten 15 Prozent überschritten, werde die EU eine Untersuchung einleiten sowie einen Dialog, um die Tarife wieder zu etablieren, sagte Lange.

Bei der Umsetzung des Abkommens wird nach Angaben von Lange zudem eine kontinuierliche Überwachung etabliert. Die EU-Kommission muss demnach künftig alle drei Monate über die Handelsentwicklung berichten und sechs Monate vor Ablauf der Zollvorteile eine umfassende Bewertung vorlegen. Auf dieser Grundlage werden die EU-Institutionen dann über eine mögliche Verlängerung der für die USA vorteilhaften Regelungen entscheiden.

Schon das Abkommen selbst war unter dem Eindruck von Drohungen der US-Regierung ausgehandelt worden. Die EU-Kommission wollte damit im vergangenen Sommer einen Handelskrieg abwehren.

Handelskammer: Deal bringt Berechenbarkeit

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer versprach sich von der Zustimmung mehr Berechenbarkeit in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. „Genau das brauchen die Unternehmen nach Monaten voller Zollstreitigkeiten und politischer Kurswechsel. Auch wenn der asymmetrische Deal keinen Schönheitspreis gewinnt, sollten die Vereinbarungen jetzt umgesetzt und nicht durch neue Handelshemmnisse oder weitere Zolldrohungen infrage gestellt werden“, teilte Handelskammer-Außenwirtschaftschef Volker Treier mit.

Klar sei aber: „Die US-Zölle stehen im Widerspruch zu den internationalen Verpflichtungen der USA und schaden Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks. Umso wichtiger ist es, dass die EU den neuen Vorwürfen der US-Seite zu angeblichen Überkapazitäten oder Importen mit Zwangsarbeit entschieden entgegentritt, sofern diese als Rechtfertigung für neue Zölle herangezoge…

Read the full article at taz – die tageszeitung
Source document: European Parliament approves trade deal with the United States

3 reports

taz – die tageszeitungIndependentCenter5 days ago
Trump's appeasement: EU Parliament votes for US customs deal with safety net

The European Parliament has approved the implementation of a controversial trade deal with the United States aimed at avoiding a trade war. The agreement provides more benefits to the U.S. than to the EU, but includes safeguards to ensure the U.S. fulfills its commitments. These include the possibility of suspending EU concessions if the U.S. violates the terms of the agreement, such as by imposing new tariffs. The U.S. is also required to reduce tariffs on certain products with steel content to no more than 15 percent by year-end.

Bias read (Center): The article presents the situation objectively, highlighting both the approval of the deal by the European Parliament and the conditions attached to it. It does not favor one side over the other and includes details about the potential consequences if the U.S. fails to meet its obligations under the

BildParty-alignedCenter5 days ago
Trade agreement: EU Parliament decides on customs deal with Donald Trump

The European Parliament has approved a trade deal with Donald Trump.

Bias read (Center): The article presents a factual statement without evident framing or slant. It reports on an event (approval of a trade deal) without using loaded language or emphasizing one side over another.

Deutsche Welle (English)State / PublicCenter5 days ago
European Parliament approves US trade deal to lower tariffs

The European Parliament has approved a trade deal with the United States aimed at reducing tariffs on imported goods. The agreement includes a 15% tariff on EU exports to the US and removes tariffs on US industrial goods, improving market access for American agricultural products. The deal was negotiated by former U.S. President Donald Trump and European Commission President Ursula von der Leyen. Implementation details remain pending, and industry groups have called for swift action.

Bias read (Center): The article presents facts about the trade deal without overtly favoring either side. It quotes officials from both the European Parliament and the VDA, providing balanced perspectives. There is no evident editorializing or biased language.

Official sources cited

  • government Bernd Lange, Chair of the European Parliament's Trade Committee
  • organisation Hildegard Mueller, President of the German Association of the Automotive Industry (VDA)

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