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AustriaSports3 days ago

Accompaniment instead of "vacation": how to train suspended pupils

In Austria, the number of students suspended from school has increased significantly over recent years. In the 2024/2025 school year, 784 students in Vienna alone were suspended, compared to 756 in the previous year. Nationally, the figure rose from around 950 in 2018/2019 to 2,187 in the most recent school year. The Vienna Education Department provides suspension data annually, with current numbers at 779 cases three weeks before the end of the school year.

Rund 2190 Mal wurden Schülerinnen und Schüler österreichweit im vergangenen Schuljahr auf begrenzte Zeit der Schule verwiesen. Heuer dürfte es eine weitere Zunahme geben.

Erst im Mai wurde bekannt, dass drei Schüler eines Wiener Gymnasiums seit Monaten "herabsetzende Videos über Lehrpersonen angefertigt" und aus dem Unterricht live gestreamt hatten . Die Jugendlichen wurden suspendiert. Alleine im Schuljahr 2024/2025 wurden in Wien 784 Schülerinnen und Schüler auf eine bestimmte Zeit vom Unterricht verwiesen, das waren etwas mehr als im Schuljahr davor (756).

Die Bildungsdirektion für Wien veröffentlicht die Suspendierungszahlen grundsätzlich einmal jährlich nach Abschluss des Schuljahres, heißt es auf STANDARD-Anfrage. Drei Wochen vor Schulschluss liegen in Wien derzeit 779 Suspendierungsfälle vor. "Verglichen mit der steigenden Schülerinnenzahl befindet sich die Quote daher zum aktuellen Zeitpunkt etwa auf dem Niveau des vergangenen Schuljahres."

Aber die Bundeshauptstadt ist nicht alleine mit diesem Problem.

Die Zahl der suspendierten Kinder und Jugendlichen steigt: Im Schuljahr 2018/2019 wurden österreichweit noch rund 950 Verweise ausgesprochen. Im vergangenen Schuljahr hatte sich diese Zahl bereits mehr als verdoppelt: 2187 Mal wurden Schülerinnen und Schüler laut Bildungsministerium im vergangenen Schuljahr auf Zwangspause geschickt. Einen Dämpfer gab es zwischendurch in den Schuljahren 2019/2020 und 2020/2021 – allerdings waren diese Jahre durch die Corona-Pandemie geprägt, inklusive Lockdown und Homeschooling.

Und auch heuer dürfte es eine Zunahme geben, wie erste Zahlen aus den Bildungsdirektionen zeigen . Demnach hat sich die Zahl in mehreren Bundesländern – noch vor Schulschluss – bereits erhöht. In der Steiermark hat sich die Zahl nach Angaben der Bildungsdirektion von 95 auf mehr als 200 bereits mehr als verdoppelt. Wie lässt sich das erklären?

"Die psychischen Belastungen in der Gesellschaft haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, während die individuelle Resilienz vieler Menschen abgenommen hat", heißt es seitens der steirischen Bildungsdirektion zum STANDARD. Dazu würden etwa soziale Entwicklungsdefizite bei Kindern und Jugendlichen beitragen, "die während der Corona-Pandemie wesentliche Entwicklungsphasen durchlaufen haben, sowie der zunehmende und oft übermäßige Konsum digitaler Medien."

Vier Wochen Pause

Bis zu vier Wochen können Schülerinnen und Schüler, wenn "Gefahr in Verzug" ist, vom Unterricht suspendiert werden, einmal die Auszeit um zwei Wochen verlängert werden – sofern ein Antrag auf Ausschluss gestellt wurde. Zahlen dazu, wie lange die Kinder und Jugendlichen im Schnitt zu Hause bleiben müssen, werden derzeit nicht zentral erfasst. Ein systematisches Monitoring sei allerdings im Aufbau, heißt es aus dem Bildungsministerium von Christoph Wiederkehr (Neos). Sehr wohl erheben aber die einzelnen Bildungsdirektionen diese Zahlen schon jetzt.

Und hier sieht man: Es ist höchst unterschiedlich. Während die steirischen Schülerinnen und Schüler im Schnitt drei Wochen suspendiert werden, sind es in Vorarlberg acht Tage und in Kärnten zehn. Im Burgenland werden Kinder und Jugendliche durchschnittlich 13 Tage heimgeschickt.

Was die Kinder und Jugendlichen in dieser Zeit tun, können sie bisher mehr oder weniger selbst entscheiden. Denn die einzige Vorgabe ist, sie sollen nicht den Unterricht besuchen. Ab dem kommenden Schuljahr ändert sich das: Dann werden sie in der Zeit betreut – verpflichtend. Geplant ist, dass Schülerinnen und Schüler, die mehr als vier Tage suspendiert werden, acht bis maximal 20 Stunden in der Suspendierungsbegleitung verbringen. Jeweils die Hälfte der Zeit sollen sie auch Unterricht haben.

In etwas mehr als zwei Monaten geht es also los. Doch wo steht das Projekt? Die Suspendierungsbegleitung befinde sich derzeit noch im Aufbau, zuständig seien die neun Bildungsdirektionen, teilt das Ministerium mit. Wie die Maßnahme organisiert wird, sei Sache der Länder. Die jeweilige Bildungsdirektion habe "die Möglichkeit zur freien Gestaltung und Strukturierung".

So werden etwa Standorte, an denen Suspendierungsbegleitung künftig stattfindet, dezentral ausgewählt. Dies können laut Ministerium aber auch außerschulische Orte sein. Eine bundesweite Übersicht gebe es auch hier nicht.

Freier Wille

In manchen Bundesländern wird für suspendierte Schülerinnen und Schüler schon jetzt eine freiwillige Suspendierungsbegleitung angeboten. Zum Beispiel in der Steiermark, wo man dies als "wichtigen Beitrag zur Abfederung von Konflikt- und Krisensituationen im schulischen Umfeld" sieht. So gibt es in Graz einen eigenen Standort, der schon jetzt für die Suspendierungsbegleitung genutzt wird – für Schülerinnen und Schüler in Graz, Graz-Umgebung und Voitsberg. Im restlichen Bundesland wird die Begleitung an der bisher besuchten Schule durchgeführt.

Auf dieses Mischmodell will man künftig auch in Oberösterreich setzen: In urbanen Regionen, wo "mehrere suspendierte…

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Source document: Bildungsdirektion für Wien

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Der StandardIndependentCenter3 days ago
Accompaniment instead of "vacation": how to train suspended pupils

In Austria, the number of students suspended from school has increased significantly over recent years. In the 2024/2025 school year, 784 students in Vienna alone were suspended, compared to 756 in the previous year. Nationally, the figure rose from around 950 in 2018/2019 to 2,187 in the most recent school year. The Vienna Education Department provides suspension data annually, with current numbers at 779 cases three weeks before the end of the school year.

Bias read (Center): The article presents factual data on student suspensions without taking a stance on the issue. It reports on trends and statistics without using biased language, emphasizing neutrality in the presentation of information.

Official sources cited

  • government Bildungsdirektion für Wien
  • government Bildungsministerium

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  • governmentBildungsdirektion für Wien
  • governmentBildungsministerium