WM 2026
Ralf Rangnick verlängert seinen Vertrag als ÖFB-Teamchef bis zur Euro 2028
Nach wochenlangen Spekulationen herrscht nun Klarheit. ÖFB-Verbandschef Pröll sieht ein "wichtiges Signal für Geschlossenheit". Vier ÖFB-Sponsoren beteiligen sich am Gehalt
Ralf Rangnick bleibt dem ÖFB-Team als Teamchef erhalten.
Santa Barbara (Kalifornien)/Wien – Ralf Rangnick hat wenige Tage vor Österreichs WM-Start für Klarheit gesorgt. Der Teamchef bleibt der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft über das Turnier hinaus erhalten. Der 67-jährige Deutsche hat einen neuen Vertrag unterschrieben, der ihn vorerst bis Jahresende 2027 bindet. Das bestätigte der ÖFB am Samstag. Bei einer erfolgreichen Qualifikation für die EM 2028 verlängert sich der Kontrakt automatisch bis zum Turnier in Großbritannien und Irland.
Rangnick ist seit Juni 2022 ÖFB-Teamchef, sein ursprünglicher Vertrag wäre nach der WM in Nordamerika ausgelaufen. Rangnick ist seit Juni 2022 ÖFB-Teamchef, sein ursprünglicher Vertrag wäre nach der WM in Nordamerika ausgelaufen. Bei der Verlängerung sprach er von einer "Grundsatzentscheidung", bei der viele Faktoren eine Rolle gespielt hätten – insbesondere die Zukunft seiner engsten Mitarbeiter. "Alles, was die letzten vier Jahre passiert ist, und was sich entwickelt hat, ist zu mindestens 50 Prozent die Leistung meines Trainerstabes und der weiteren Betreuer", meinte Rangnick. "Die anderen 50 Prozent sind vielleicht meine."
Ende Mai hatte er sich in Wien mit Verantwortlichen von AC Milan getroffen, die ihn offenbar als Sportchef für ihr neues Projekt gewinnen wollten . Der Wahl-Salzburger entschied sich aber für das Angebot des ÖFB, in dem nicht nur seinen finanziellen Wünschen, sondern nach längerem Hin und Her auch jenen nach einem möglichst professionellen Betreuerstab entsprochen wurde. Ähnlich zäh waren die Verhandlungen auch bei Rangnicks Engagement 2022 gelaufen, als der ÖFB die Hoffnung auf eine Verpflichtung ds Startrainers bereits aufgegeben hatte, ehe Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund einen zweiten Anlauf erzwang.
Nun sagt Rangnick: "Für mich war klar, dass ich mich entscheide, bevor die WM für uns losgeht. Ich weiß aber noch nicht so lange, dass alle Mitarbeiter mit an Bord sind - und auch zufrieden mit an Bord", erklärte Rangnick. Das sei nun der Fall. "Deswegen kann ich hier sitzen und mit gutem Gefühl sagen, dass es die richtige Entscheidung ist." Diese sei keineswegs an die Forderung nach mehr Entscheidungsbefugnissen oder eine Erweiterung seiner Kompetenzen geknüpft gewesen, betonte Rangnick. Das Projekt Milan hätte nicht nur für ihn, sondern auch für andere reizvoll sein können. Vom italienischen Großclub habe es bis zuletzt aber "keine Klarheit" gegeben.
Sponsorenunterstützung beim Gehalt
"Ich freue mich sehr, dass wir unseren Fans kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft diese großartigen Nachrichten präsentieren können", sagte der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll in einer Verbandsaussendung über die Vertragsverlängerung. "Es ist ein wichtiges Signal für Geschlossenheit und gemeinsame sportliche Ziele. Die nun geschaffene Klarheit ist insbesondere für die Mannschaft von großer Bedeutung."
Zwei Millionen Euro netto soll Rangnick künftig jährlich erhalten – deutlich mehr als bisher. Finanziert wird sein Gehalt fast zur Hälfte durch vier ÖFB-Sponsoren, nämlich UNIQA, Raiffeisen, Sporteo und IMMOunited. Der Fußball-Bund schrieb von einem "maßgeblichen finanziellen Engagement" des Quartetts, ohne Zahlen zu nennen. "Ihre Unterstützung hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir den erfolgreichen Weg gemeinsam fortsetzen können", erklärte Pröll.
Deutlich mehr hätte Rangnick bereits 2024 verdienen können. Damals schlug der Schwabe kurz vor der EM ein Trainer-Angebot von Bayern München aus, um als Teamchef in Österreich zu bleiben. "Klar ist, dass der ÖFB finanziell nicht mit internationalen Spitzenklubs konkurrieren kann. Es waren, und das möchte ich ausdrücklich betonen, auch andere Faktoren, die Ralf Rangnick überzeugt haben", meinte Pröll. "Österreich und Ralf Rangnick - das passt einfach zusammen."
Bitteres EM-Aus und höchster Punkteschnitt
Rangnick, damals Interimscoach von Manchester United, hatte vor vier Jahren als Nachfolger von Franco Foda beim ÖFB angeheuert. Nach dem Abstieg aus der Nations-League-Liga A führte der Deutsche die ÖFB-Auswahl 2024 als Gruppensieger ins EM-Achtelfinale. Dort setzte es mit einem 1:2 gegen die Türkei in Leipzig allerdings die bitterste Niederlage seiner bisherigen Amtszeit.
Sportdirektor Peter Schöttel (ÖFB) und Teamchef Ralf Rangnick werden auch künftig im ÖFB zusammenarbeiten.
Durch das Erreichen des Kontinentalturniers in Deutschland stand Rangnick auch für die folgende WM-Qualifikation unter Vertrag. Österreichs erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren wurde im November in einem dramatischen Entscheidungsspiel in Wien gegen Bosnien (1:1) fixiert. Auch Rumänien, Zypern und San Marino ließ das…
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4 reports
KurierIndependentCenter5 days ago Exception Ralf Rangnick: If you scatter roses to the OFB team leaderThe article discusses the history of Austrian football team coaches who faced public criticism before major tournaments, focusing on Ralf Rangnick being the first ÖFB team coach to receive unanimous negative feedback ('Rosen streut') from players and experts prior to a World Cup. The piece references past instances involving Max Merkel (1978), Karl Stotz (1982), Josef Hickersberger (1990), and Herbert Prohaska (1998). It also notes Prohaska’s later role as an ORF analyst and his reflections on the treatment of team coaches.
Bias read (Center): The article provides historical context about Austrian football coaching decisions without taking a stance on current events or political issues. It presents facts and past incidents objectively, with no evident framing or slant toward any particular viewpoint.
KurierIndependentCenter8 days ago Ranknick remains: Why this was a difficult process at the EIFThe article discusses why Ralf Rangnick remaining as team coach was a difficult process for the Austrian Football Association (ÖFB).
Bias read (Center): The article focuses on a sports-related decision regarding coaching staff, which is generally apolitical. There is no indication of biased language, one-sided sourcing, or editorializing that would suggest a particular ideological leaning.
Der StandardIndependentCenter8 days ago Ralf Rangnick extends his contract as the head of the OFB team until Euro 2028Ralf Rangnick has extended his contract as head coach of the Austrian Football Association (ÖFB) until the European Championship in 2028. This decision comes after weeks of speculation and is seen by ÖFB president Pröll as an important signal of unity. Four ÖFB sponsors are contributing to Rangnick's salary.
Bias read (Center): The article reports on a sports-related contractual extension without taking a stance or using biased language. It presents facts objectively, including quotes from officials and mentions sponsor contributions without implying approval or criticism.
Official sources cited
- organisation ÖFB-Verbandschef Pröll
Kleine ZeitungParty-alignedCenter8 days ago Decision fixed: Ralf Rangnick extends his contract with the EAFRD until 2028Ralf Rangnick has extended his contract with the Austrian Football Association (ÖFB) until 2028.
Bias read (Center): The article reports a straightforward contractual extension without any ideological or political framing. The subject is purely sports-related and does not involve political controversy.