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AustriaCrime2 days ago

Trial begins for "revenge" rape against 11 boys and girls and a father

The trial has begun against eleven teenagers and one father accused of a 'vengeance' rape following an attack on two fathers of youths. The incident occurred on October 6th at the U2 station Aspernstraße, where three minors were beaten, dragged down a stone staircase, robbed, and one was sexually assaulted with an object. According to prosecutors, the instigator is a 57-year-old man who is the father of one of the perpetrators.

Gerichtsreportage

Auftakt zum Prozess um "Rache"-Vergewaltigung gegen elf Burschen und Mädchen sowie einen Vater

Nachdem zwei Väter von Jugendlichen angegriffen worden waren, sollen sich deren Kinder und ihre Freunde auf "sehr, sehr schreckliche" Art gerächt haben

Michael Möseneder

An der Donau hat der Wiener Gemeindebezirk Donaustadt ein modernes Gesicht, weiter nördlich herrschen eher archaische Zustände der Selbstjustiz.

Sie heißen "Psycho", "Model-Mann" und "Der Kleine", sind großteils Schüler oder arbeitslos und leben in Transdanubien, genauer, im Bezirk Wien-Donaustadt. Jene elf Angeklagten, die sich vor einem Schöffensenat verantworten müssen, dessen Vorsitzender und Beisitzerin aber ebenso wie der Staatsanwalt nicht öffentlich genannt werden wollen, da im Hintergrund auch ein Terror-Aspekt eine Rolle spielt.

Im Vordergrund geht es aber um Gewalttaten am Abend des 6. Oktobers im Bereich der U2-Station Aspernstraße. "Etwas sehr, sehr Schreckliches" sei damals passiert, erklärt der Ankläger. Drei Minderjährige seien von Angreifern teils bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt, eine Steintreppe heruntergeschleift und beraubt, sowie eines der Opfer mit einem Gegenstand vergewaltigt worden.

Anstifter ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft der zwölfte Angeklagte, der altersmäßig aus der Reihe sticht: ein 57-Jähriger. Er ist nicht nur der Vater eines Mitangeklagten, sondern soll einen Tag zuvor mit einem anderen Vater selbst als Opfer eines Angriffs im öffentlichen Raum schwer verletzt worden sein. Sein Sohn sollte die "Rache" dafür organisieren, ist der Staatsanwalt überzeugt, und habe sich dafür mehrerer Freundinnen und Freunde bedient. Von den schlussendlich drei Opfern war allerdings nur eines an diesem vorangegangenen Angriff beteiligt.

Sieben Burschen, vier Mädchen

Die sieben Burschen und vier Mädchen sind zwischen 15 und 19 Jahre alt, es sind mehrheitlich gebürtige Österreicherinnen, ein in Wien geborener Türke, ein Afghane, eine Slowakin sowie ein in Teheran zur Welt Gekommener mit unklarer Staatsbürgerschaft. Drei von ihnen sind bereits mindestens einmal vorbestraft, in der "Verfahrensautomation Justiz", der internen Datenbank, tauchen aber die meisten Namen auf, sie sind also "amtbekannt".

Was die Teenager weiter eint, sind offensichtlich Funktionsprobleme mit der weißen und grauen Masse zwischen ihren Ohren, wie aus ihren Aussagen hervorgeht: "Ich weiß nicht mehr, was ich mir da gedacht habe." "An diesem Tag ist so viel gleichzeitig passiert, da kann man nicht klar denken." "Es ist halt so aus mir rausgekommen." "Ich habe generell nicht nachgedacht." "Ich bin halt ausgerastet."

Jene unmittelbaren Täter, die entweder selbst zugeschlagen oder -getreten und die Opfer auf andere Weise qequält haben, sind großteils geständig. Leugnen wäre auch ziemlich zwecklos, wurden die Taten doch gleich von mehreren Beteiligten mit ihren Mobiltelefonen aus unterschiedlichen Blickwinkeln gefilmt. Lachen, Johlen, Beschimpfungen und Anfeuerungsrufe auf der Tonspur zeigen, wie die Täterinnen und Täter sich amüsierten. Das an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidende Vergewaltigungsopfer wurde gezwungen, seine Vorliebe für bestimmte Sexualpraktiken auf Video zu bestätigen.

"Es geht hier einfach um Gewalt"

"Es geht hier einfach um Gewalt. Um die Lust an Gewalt", fasst der Staatsanwalt den Sachverhalt zusammen. Im Zuge der Auswertung der Handys habe sich gezeigt, dass die Gruppe in unterschiedlicher Zusammensetzung "für eine ganze Gewaltserie" infrage komme. Die Jagd auf vermeintliche Pädophile wird ebenso abgetrennt verfolgt wie IS-Propaganda.

(Fast) nicht geständig zeigen sich dagegen Vater und Sohn M. sowie dessen Freundin P., die von anderen belastet werden, per Videotelefonie Anweisungen gegeben zu haben, wie die "Rache" auszuführen sei. "Mein Mandant war damals noch im SMZ Ost", argumentiert mit Norman Hofstätter der Verteidiger des 57-Jährigen dessen Unschuld. Der Mann sei noch immer im Krankenstand, die Verhandlung gegen seine Angreifer finde kommende Woche statt. Der Rechtsbeistand glaubt auch nicht an die technologische Kompetenz der Generation Ü50, denn Hofstätter ist sich sicher, dass der Vater "in seinem Alter von Livestreams keine Ahnung hat".

Auch der Sohn will nur mit einem 17-Jährigen telefoniert, und diesem vom Überfall auf seinen Vater berichtet haben. Der Teenager bekennt sich zwar schuldig, seinen Gesprächspartner aufgefordert zu haben, die vermeintlichen Angreifer zu finden und "das zu regeln". Dann will er aber nichts mehr damit zu tun gehabt haben. Der 17 Jahre alte Viertangeklagte präzisiert in seiner Aussage: Ihm sei versprochen worden, dass Vater W. ihn tätowieren würde, wenn er den "Auftrag" erledige.

Belastendes Material aus der Cloud

Sohn W. bekam auch die Videos der Taten zugeschickt, befahl aber nach Beginn der Ermittlungen allen, diese von ihren Geräten zu löschen. Das hätte ums Haar funktioniert – wenn sich nicht bei einem Angeklagten die…

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Source document: Prosecutor's statement

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Der StandardIndependentCenter2 days ago
Trial begins for "revenge" rape against 11 boys and girls and a father

The trial has begun against eleven teenagers and one father accused of a 'vengeance' rape following an attack on two fathers of youths. The incident occurred on October 6th at the U2 station Aspernstraße, where three minors were beaten, dragged down a stone staircase, robbed, and one was sexually assaulted with an object. According to prosecutors, the instigator is a 57-year-old man who is the father of one of the perpetrators.

Bias read (Center): The article presents factual details of the crime and legal proceedings without overtly biased language or selective emphasis. It reports on the charges, the victims, and the suspects without apparent ideological framing or favoritism toward any side.

Official sources cited

  • government Prosecutor's statement

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  • governmentProsecutor's statement