Eine groß angelegte Studie aus Taiwan, an der fast eine Million verheiratete Erwachsene beteiligt waren, ergab, dass, wenn ein Ehepartner an Demenz erkrankt, der andere deutlich häufiger die gleiche Diagnose erhält. Die Forschung analysierte Gesundheitsakten aus dem nationalen Krankenversicherungsprogramm Taiwans zwischen 1998 und 2022, wobei mehr als 190.000 Personen mit einem Ehepartner, bei dem Demenz diagnostiziert wurde, mit mehr als 760.000 Personen ohne eine solche Diagnose verglichen wurden. Nach Anpassung an Faktoren wie Alter, Einkommen und bereits bestehende Gesundheitszustände stellte die Studie fest, dass Frauen, deren Partner an Demenz erkrankt waren, ein 74% höheres relatives Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, während Männer ein 69% erhöhtes Risiko hatten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine wissenschaftliche Studie ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen. Während sich das Thema auf die öffentliche Gesundheit - ein politisch sensibler Bereich - bezieht, wird es mit ausgewogenen Berichten behandelt, die mehrere akademische Quellen zitieren und die Unterscheidung zwischen Korrelation und Kausalität betonen.





