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438 Anrufe an einem Tag: 88-Jährige wegen Stalkings angeklagt
Austria🏛️ Politikvor 10 Std.

438 Anrufe an einem Tag: 88-Jährige wegen Stalkings angeklagt

Eine 88-jährige Frau aus Wien wurde beschuldigt, andere durch übermäßige Telefonanrufe zu stalken, drohende Aussagen zu machen und zu zwingen. Laut Gerichtsakten hat sie an einem einzigen Tag 438 Anrufe getätigt. Die Frau, die zuvor Sekretärin war, hat angeblich ehemalige Kollegen belästigt, indem sie sie des Diebstahls von Schmuck und Sparbüchern beschuldigte, und angeblich gedroht, ihre Häuser in Brand zu setzen oder Einbrecher zu schicken. Ihr Anwalt behauptet, sie leidet an schwerer Demenz und Hörverlust, aber das Gericht akzeptiert dies nicht als Rechtfertigung für ihre Handlungen. Der Fall wurde bis zum 4. August verschoben, und die Frau wird erwartet, dass sie am Prozess teilnimmt, obwohl sie seit einem Kreislaufkollaps unkontaktierbar ist. Das Gericht betrachtet die Situation als eine Umkehrung der Rollen von Opfer und Täter.

A 88-year-old woman from Vienna has been charged with stalking, dangerous threats, and coercion after making 438 phone calls in a single day, according to court records. The elderly woman, referred to in reports as Frau E., was brought before the Criminal Court in Vienna on Tuesday. She did not appear in court, having informed her lawyer the day prior that she had suffered a circulatory collapse and remained unreachable since then, with her apartment door locked. The case highlights a pattern of behavior spanning over a year, during which the woman allegedly stalked former colleagues. She accused them of stealing jewelry and savings books, and reportedly threatened to burn down their homes or send burglars. These allegations have led to more than 4,000 contact attempts, including repeated calls and messages, despite the victim’s inability to use WhatsApp. Her lawyer has questioned why the affected parties cannot simply block their numbers, emphasizing that an adult guardianship proceeding is currently underway. Richterin Nicole Baczak, presiding over the case, dismissed concerns about the victim's condition, stating that the situation is unacceptable and must be resolved. She emphasized that the alleged stalking is not tolerable and urged resolution through legal means. The lawyer for the accused attempted to explain that the client suffers from dementia and hearing loss, describing her as a “nice old lady.” However, the judge rejected these arguments, calling the situation a reversal of roles between perpetrator and victim. The case has sparked debate among legal professionals and advocates for the elderly. Some argue that the charges against the woman may reflect a misunderstanding of her cognitive state and communication abilities. Others suggest that the legal system must adapt to protect vulnerable individuals while ensuring due process for all parties. The lawyer has expressed frustration that the victim has not appeared in court, noting that this complicates proceedings. The trial has been postponed until August 4th, with the lawyer informing a trusted associate that the accused must attend. This deadline underscores the urgency of resolving the case, as the court insists that the woman must appear. Meanwhile, the number of contacts made by the accused continues to rise, raising questions about the effectiveness of current measures to prevent harassment and protect victims. Legal experts are monitoring the case closely, as it represents a complex intersection of elder care, mental health, and criminal law. The outcome could set a precedent for how such cases are handled in the future, particularly regarding the rights of individuals with diminished capacity and the responsibilities of legal representatives. As the court prepares for its next session, the community awaits further developments.

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Kurier logoKurierParteinahMittevor 10 Std.
438 Anrufe an einem Tag: 88-Jährige wegen Stalkings angeklagt

Eine 88-jährige Frau aus Wien wurde beschuldigt, andere durch übermäßige Telefonanrufe zu stalken, drohende Aussagen zu machen und zu zwingen. Laut Gerichtsakten hat sie an einem einzigen Tag 438 Anrufe getätigt. Die Frau, die zuvor Sekretärin war, hat angeblich ehemalige Kollegen belästigt, indem sie sie des Diebstahls von Schmuck und Sparbüchern beschuldigte, und angeblich gedroht, ihre Häuser in Brand zu setzen oder Einbrecher zu schicken. Ihr Anwalt behauptet, sie leidet an schwerer Demenz und Hörverlust, aber das Gericht akzeptiert dies nicht als Rechtfertigung für ihre Handlungen. Der Fall wurde bis zum 4. August verschoben, und die Frau wird erwartet, dass sie am Prozess teilnimmt, obwohl sie seit einem Kreislaufkollaps unkontaktierbar ist. Das Gericht betrachtet die Situation als eine Umkehrung der Rollen von Opfer und Täter.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt sowohl die Anschuldigungen gegen die ältere Frau als auch ihre Verteidigung dar, einschließlich Ansprüche auf Demenz und Hörprobleme. Er enthält direkte Zitate aus dem Gericht und dem Anwalt und bietet ausgewogene Perspektiven, ohne offen eine der beiden Seiten zu bevorzugen.

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