Präsident Prabowo Subianto schlug in seiner Rede bei der Jahrestagung der Volksberatungsversammlung (MPR) und der gemeinsamen Sitzung des Repräsentantenhauses (DPR) und des Regionalen Repräsentantenrates (DPD) in Jakarta am Freitag vor, dass es möglicherweise ein Ad-hoc-Gericht und eine mögliche Amnestie für Führungskräfte von staatseigenen Unternehmen (SOEs) geben könnte.
Als Reaktion darauf erklärte Staatssekretär Prasetyo Hadi, dass die Regierung zwar der Verbesserung des Managements von SOEs verpflichtet ist, die Idee, Führungskräften Amnestie zu gewähren, jedoch noch nicht formal angesprochen wurde. Hadi erklärte, dass der Fokus der aktuellen Reformen darin besteht, vergangene Missstände bei Unternehmen zu identifizieren und zu korrigieren, anstatt sofort eine rechtliche Nachsicht für ehemalige Beamte zu suchen. Er stellte fest, dass die Regierung mit der Diskussion eines Amnestieprozesses noch nicht vorangekommen ist und betonte, dass ein solcher Schritt vorzeitig wäre.
"Wenn die Frage lautet, ob dies bis zur Amnestie reichen wird, lautet die Antwort: Nein, noch nicht", erklärte Hadi während einer Pressekonferenz im Präsidentenpalastkomplex in Jakarta. Prabowo's Bemerkungen hob die Besorgnis über die historischen Governance-Probleme innerhalb der staatlichen Unternehmen hervor und stellte fest, dass Indonesien einst etwa 1.074 staatliche Unternehmen betrieb, von denen viele im Laufe der Zeit konsolidiert und umstrukturiert wurden. Er kritisierte bestimmte Führungskräfte der staatlichen Unternehmen dafür, dass sie nicht verantwortungsvoll gegenüber dem Staat handelten und verwies auf Fälle, in denen später festgestellt wurde, dass gemeldete Unternehmensgewinne manipuliert wurden. Diese Kritik unterstrich die breitere Herausforderung, die Rechenschaftspflicht und Transparenz im staatlichen Sektor zu gewährleisten.
Während derselben Sitzung skizzierte Prabowo acht wichtige nationale Prioritäten für den Entwurf des Staatshaushaltsplans 2027 (RAPBN), mit dem Ziel, das Wirtschaftswachstum zu stimulieren und das Wohlergehen der Bevölkerung zu verbessern. Diese Prioritäten umfassen die Stärkung der Ernährungshoheit, die Erreichung von Energie- und Wasserautarkie, die Förderung von Bildung und Gesundheitsversorgung, die Förderung der Industrialisierung und der Infrastrukturentwicklung und die Verringerung der Armut. Der Haushaltsplan betont die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren und Regionen, verstärkt die Bedeutung von Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und unterstützt kleine Unternehmen und gefährdete Gemeinschaften.
Ein zentrales Element der vorgeschlagenen Reformen ist die verstärkte Rolle von Danantara, der staatlichen Vermögensverwaltungsagentur Indonesiens. Hadi stellte fest, dass die jüngste Umstrukturierung der staatlichen Unternehmen zu bemerkenswerten Verbesserungen geführt hat, wobei Berichte darauf hindeuten, dass die Gewinne zwischen 300% und 400% deutlich gestiegen sind. Dieser Erfolg hat das Vertrauen der Verwaltung in die laufenden Governance-Reformen gestärkt.
Während die Regierung ihre wirtschaftliche und soziale Agenda vorantreibt, bleibt das Gleichgewicht zwischen Rechenschaftspflicht und Reformen ein kritischer Diskussionspunkt unter politischen Entscheidungsträgern und Analysten.
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