Der Senegalesische Fußballverband (CAF) und der Royal Marokkanische Fußballverband (RMF) haben gegen die Entscheidung des CAF, das Turnier an Marokko zu vergeben, Berufung eingelegt. Die Anhörung, die im CAS-Hauptquartier in Lausanne, Schweiz, stattfinden wird, folgt auf eine formelle Berufung, die Senegal am 25. März 2026 eingereicht hat.
Nach Angaben der CAF verließ Senegal vorübergehend den Platz als Protest gegen eine umstrittene Strafentscheidung, die nach einer Überprüfung durch einen Video-Assistenten-Schiedsrichter (VAR) getroffen wurde. Dies führte zu einer 14-minütigen Verzögerung, bevor das Spiel wieder aufgenommen wurde. Marokko argumentierte, dass das Vorgehen von Senegal gegen die Wettbewerbsregeln verstoße, was die CAF-Berufungskommission dazu veranlasste, am 17. März 2026 zugunsten Marokkos zu entscheiden.
Der Fall wird hinter verschlossenen Türen verhandelt, da keine der Parteien eine öffentliche Sitzung beantragt hat. Rechtliche Vertreter des senegalesischen Fußballverbandes, der CAF und des königlichen marokkanischen Fußballverbandes werden ihre Argumente vorlegen, unterstützt durch dokumentarische Beweise und Zeugenaussagen. Das Ergebnis hängt davon ab, wie das Tribunal die relevanten Artikel der CAF-Wettbewerbsregeln, insbesondere die Artikel 82 und 84, auslegt, die in der Entscheidung des CAF-Berufungsausschusses zitiert wurden. Der Streit hat in afrikanischen Fußballkreisen eine bedeutende Debatte ausgelöst.
In der Zwischenzeit behaupten Marokko und die CAF, dass die Handlungen von Senegal während des Finale einen Verstoß gegen das Protokoll darstellten und den administrativen Sieg rechtfertigten. Die mögliche Umkehrung der Entscheidung der CAF könnte zu einer formellen Anerkennung von Senegal als AFCON-Champion 2025 führen und die historische Erzählung des Turniers verändern.
Die Kontroverse um das Finale der AFCON 2025 begann während des Spiels selbst. Nach der VAR-Überprüfung verurteilte der Schiedsrichter Marokko zu einer Strafe, was dazu führte, dass die Spieler von Senegal aus Protest den Platz verließen. Sie blieben ungefähr 14 Minuten außerhalb des Spielfelds, bevor sie zurückkehrten, um das Spiel fortzusetzen. Die Strafe wurde letztendlich verpasst, und Senegal gewann das Spiel 1-0 nach der Verlängerung.
Das CAS-Verfahren stellt einen entscheidenden Punkt im laufenden Rechtsstreit über die Legitimität der AFCON-Meisterschaft 2025 dar.
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