Die österreichische Regierung unter Führung der konservativen Volkspartei (ÖVP) erwägt, ein Verfassungsgesetz zum Verbot des "politischen Islams" zu erlassen, das einen Wendepunkt in der Herangehensweise des Landes an religiöse Organisationen markieren könnte. Der Vorschlag wurde durch die Bedenken des ehemaligen Staatssicherheitschefs Omar Haijawi-Pirchner über die "Islamisierung" der Gesellschaft und potenzielle Bedrohungen durch Gruppen wie die Muslimbruderschaft ausgelöst. Nach der plötzlichen Beendigung der Zusammenarbeit mit der De-Radikalisierung NGO Derad aufgrund angeblicher Verbindungen zur Muslimbruderschaft hat Kanzler Christian Stocker ein Verfassungsverbot des politischen Islam gefordert. Das vorgeschlagene Gesetz würde "legalistische Formen" des Islamismus anvisieren, die islamische Prinzipien gegen demokratische Normen durchsetzen wollen. Experten warnen, dass eine so breite Definition zur Auflösung vieler islamischer Organisationen führen könnte, einschließlich der türkisch-verbundenen Organisationen der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGG) und ihrer verbundeten Gruppen wie der Vereinigung Atib.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel beschreibt die Forderung nach einem verfassungsmäßigen Verbot des "politischen Islams" als notwendige Maßnahme gegen Extremismus und Bedrohungen der Demokratie, die mit den Bedenken der Rechten über den Einfluss der Religion in der Politik übereinstimmt.




