Das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) hat eine Regel vorgeschlagen, die die H-4-Ehepartner von H-1B-Visuminhabern aus der Kategorie der für eine Arbeitserlaubnis berechtigten Nichtbürger entfernen würde. Diese Änderung, die die Fähigkeit von H-4-Visuminhabern, in den Vereinigten Staaten zu arbeiten, effektiv beenden würde, dürfte indische Staatsangehörige, insbesondere Frauen, unverhältnismäßig stark beeinflussen.
Die vorgeschlagene Regel mit dem Titel "Removing H-4 Dependent Spouses From the Classes of Noncitizens Eligible for Employment Authorization" wurde der langfristigen Regulierungsagenda des DHS hinzugefügt, obwohl kein spezifischer Zeitplan für ihre Umsetzung angekündigt wurde.
Das DHS hat erklärt, dass die Änderung mit seiner langjährigen Position in dieser Angelegenheit übereinstimmen würde. Während der Vorschlag noch in einem frühen Stadium ist, muss er mehrere Schritte durchlaufen, bevor er offiziell wird. Dazu gehören die Veröffentlichung einer Mitteilung über die vorgeschlagene Regulierung (NPRM) im Federal Register, die Einladung von öffentlichen Kommentaren und die Beantwortung von Feedback, bevor eine endgültige Regel erlassen wird. Bis dahin können aktuelle H-4 EAD-Inhaber weiterhin nach den bestehenden Richtlinien arbeiten.
Anfang dieses Jahres schlug das DHS vor, die Gebühren für neue H-1B-Mitarbeiter auf 103.265 US-Dollar zu erhöhen und die 60-tägige Nachfrist für Berufstätige, die ihren Arbeitsplatz verlieren, zu beseitigen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Anzahl der ausgestellten H-1B-Visa zu reduzieren und Arbeitgeber davon abzuhalten, sie für Niedrigqualifizierte oder Niedriglohn-Positionen zu verwenden. Die vorgeschlagene H-4 EAD-Umkehrung passt in dieses Muster der Verschärfung der Einwanderungspolitik, was insbesondere hochqualifizierte Arbeitnehmer und ihre Familien betrifft. Für viele indische Berufstätige ist das H-1B-Visum nicht nur eine vorübergehende Arbeitserlaubnis, sondern ein entscheidender Schritt zur Erlangung einer Green Card.
Aufgrund der großen Anzahl von Bewerbern und der länderspezifischen Obergrenzen sind die Wartezeiten für den Daueraufenthalt jedoch astronomisch angestiegen. Im Dezember 2025 warteten Berichten zufolge mehr als eine Million indische Staatsbürger, einschließlich Angehöriger, in den ersten drei arbeitsmarktbezogenen Green-Card-Kategorien. In einigen Fällen konnte die Wartezeit für den Daueraufenthalt in der EB-2-Kategorie bis zu 179 Jahre betragen, während die EB-3-Kategorie Verzögerungen von fast 38 Jahren aufweisen konnte. Angesichts dieser langen Wartezeiten ist der H-4 EAD für viele Familien wesentlich geworden, so dass Ehepartner finanziell beitragen, Karrieren aufbauen und persönliche Unabhängigkeit erreichen können.
Wenn die vorgeschlagene Regel umgesetzt wird, könnte die Auswirkung auf indische Familien tiefgreifend sein. Mit fast hunderttausend indischen Ehepartnern, die derzeit H-4 EADs besitzen, könnte der Verlust dieses Vorteils die Lebensgrundlage beeinträchtigen und viele dazu zwingen, sich auf alternative Unterstützungsmittel zu verlassen.
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