Die Polizei in Madrid hat in den frühen Morgenstunden des Dienstags ein selbstverwaltetes Wohnungsrecht-Camp auf dem Plaza del Sol aufgelöst. Vertreter der lokalen Regierung gaben an, dass der Einsatz 400 Beamte umfasste und zur Evakuierung von 334 Personen führte, ohne dass es zu größeren Zwischenfällen kam. Es wurden lediglich zwei Festnahmen gemeldet. Mitglieder der Bewegung "Acampada 26S" beschrieben den Einsatz jedoch als übertrieben und gewalttätig und behaupteten, dass Tränengas eingesetzt, körperliche Angriffe verübt und diskriminierende Äußerungen von Beamten geäußert wurden. Aktivisten kritisierten das Fehlen einer vorherigen Ankündigung und den Zeitpunkt des Einsatzes und wiesen darauf hin, dass das Camp auch schutzbedürftige Personen beherbergte, darunter ältere und behinderte Menschen. Der Platz wurde anschließend gereinigt und für Touristen und den Handel wieder geöffnet, was das Ende des Protests markierte, der seit Ende September stattfand.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel enthält vor allem Aussagen von Aktivisten, die Polizeigewalt schildern, und lässt Gegenargumente zur Rechtmäßigkeit der Besetzung aus. Er stellt die staatlichen Maßnahmen ausschließlich aus der Perspektive der Opfer dar.




