Eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen kam zu dem Schluss, dass die Inhaftierung des ehemaligen peruanischen Präsidenten Pedro Castillo willkürlich war und forderte seine sofortige Freilassung zusammen mit einer Entschädigung. Die Gruppe für Willkürliche Inhaftierung (GTDA), ein Teil des UN-Menschenrechtsrats, erklärte, dass Castillos Verhaftung gegen internationale Menschenrechtsgesetze verstoße, einschließlich der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte. Der Bericht hebt hervor, dass Castillo ohne ordnungsgemäße rechtliche Verfahren inhaftiert wurde, wie zum Beispiel die Achtung seiner parlamentarischen Immunität und die Forderung nach einem vorherigen Gesetzgebungsverfahren, um seine Immunität aufzuheben. Die GTDA forderte die peruanische Regierung auf, die Umstände seiner Inhaftierung zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Castillo, der von 2021 bis 2022 Präsident war, verbüßt derzeit eine 11-jährige Haftstrafe für seinen gescheiterten Putschversuch im Dezember 2022.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Ergebnisse eines unabhängigen UN-Gremiums zur Rechtmäßigkeit der Inhaftierung eines ehemaligen Staatsoberhauptes vor.




