Die beiden französischen Filmemacher Gaël Mocaër und Sébastian Perez-Pezzani wurden zusammen mit ihrem togolischen Filmemacher Fred Vedomey am 27. Juli während der Dreharbeiten für eine Dokumentarfilm-Episode für France Télévisions verhaftet.
Laut den togolesischen Behörden hat das Team eine Drohne in Regionen betrieben, die als hochrisikogebiet eingestuft wurden, insbesondere in der Region Savanne im äußersten Norden des Landes, die seit 2022 aufgrund erhöhter Dschihad-Aktivitäten in Notstand ist.
Das Ministerium behauptet, dass die vom Tourismusministerium ausgestellte Filmgenehmigung ausschließlich von Vedomey unterzeichnet wurde und nicht die Gebiete abdeckte, in denen die Drohne geflogen wurde. Es behauptet weiter mehrere Unregelmäßigkeiten in der Vorbereitung und Durchführung der Mission, obwohl keine Einzelheiten zur Verfügung gestellt wurden. Das Gerichtsverfahren begann am 17. August, als die drei Männer in Begleitung ihres Anwalts Martial Akakpo vor Staatsanwälten in Lomé erschienen.
Patrice Lucchini, Direktor von Tony Comiti Productions, der Firma hinter dem Projekt, erklärte, dass das Team rechtmäßig gehandelt und sogar einen bestimmten Bereich versehentlich überschritten habe. Er betonte, dass das Team alle erforderlichen Schritte unternommen habe, um den togolesischen Vorschriften zu entsprechen. Reporter ohne Grenzen (RSF) hat wiederholt die sofortige Freilassung der beiden französischen Journalisten gefordert, unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich ihrer Gesundheit. Sebastian Perez-Pezzani leidet angeblich an schweren medizinischen Problemen, wobei ein togolesischer Arzt vor einer möglichen Sepsis warnt.
Der Direktor von RSF, Thibaut Bruttin, erklärte, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Männer absichtlich falsche Aussagen gemacht haben, und forderte die Behörden auf, Perez-Pezzani eine dringende Evakuierung nach Frankreich zu gestatten. Die Organisation hob auch die Not der Familien der Journalisten hervor, die ihre tiefe Besorgnis über ihre Inhaftierung zum Ausdruck brachten. Die togolesische Regierung behauptet, dass die drei Männer unter sicheren Bedingungen festgehalten werden, die internationalen Standards entsprechen und Zugang zu konsularischer Hilfe und Familienkommunikation haben.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen ausländischen Medienteams und lokalen Behörden in Ländern, die mit erhöhten Sicherheitsrisiken konfrontiert sind, insbesondere in Regionen, die von grenzüberschreitenden Dschihadisten bedroht sind.
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