Die britische Regierung hat die Schließung von 13 zusätzlichen Hotels angekündigt, in denen Asylsuchende untergebracht wurden, was eine fortgesetzte Anstrengung darstellt, die Nutzung privater Unterkünfte zu diesem Zweck schrittweise auszuschließen. Die am Mittwoch vom Innenministerium getroffene Entscheidung bringt die Gesamtzahl der in diesem Jahr geschlossenen Hotels auf 44 und lässt weniger als 160 noch in Betrieb. Die Schließungen sollen den Steuerzahlern schätzungsweise 51 Millionen Pfund sparen, was die Gesamtvorhersagten Einsparungen aus den Schließungen dieses Jahres auf 224 Millionen Pfund erhöht. Dies folgt auf eine deutliche Verringerung der Asylunterkunftskosten um fast 1 Milliarde Pfund seit den Parlamentswahlen 2024.
Die betroffenen Hotels befinden sich in mehreren Regionen in ganz England, darunter Blackpool, Nottingham, Stratford-upon-Avon, Lewisham, Bradford und Norwich.
Der Plan der Regierung beinhaltet die Nutzung von drei ehemaligen Standorten des Verteidigungsministeriums, Bicester, Barnham und Linton-on-Ouse, die zusammen etwa 3.750 Personen beherbergen könnten.
Die Einwanderungsministerin Anna Turley betonte die Notwendigkeit, das langjährige Problem der Hotels, die zum Symbol eines fehlerhaften Asylsystems wurden, anzugehen. Sie stellte fest, dass die Regierung daran arbeitet, dies zu beheben, indem sie die Nutzung von Hotels für Asylzwecke dauerhaft beendet und Personen in stabilere Lebensbedingungen umsiedelt. Ihre Bemerkungen unterstrichen den Fokus der Regierung auf die Reform des Einwanderungsrahmens, um die Grenzkontrolle zu verbessern und eine faire Behandlung innerhalb des Systems sicherzustellen.
Seit Juli 2024 berichtete die Regierung von Rekordwerten bei Asylentscheidungen, wobei fast 70.000 Migranten aus Großbritannien entfernt wurden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Reformen ist die Umsetzung eines 24-wöchigen Ziels für die Beilegung von Asyl- und Einwanderungsbeschwerden, was deutlich kürzer ist als der aktuelle Durchschnitt von 67 Wochen. Diese Initiative soll Verzögerungen verringern, die Effizienz verbessern und die Dauer der Aufenthaltsdauer von Personen in staatlich finanzierten Unterkünften minimieren.
Die Regierung betonte, dass diese Aktion einen entscheidenden Schritt zur Verwirklichung ihres Ziels darstellt, die Nutzung von Hotels für Asylunterkünfte zu beseitigen. Die Entscheidung hat unterschiedliche Reaktionen von Interessengruppen ausgelöst. Während einige lokale Behörden und Wirtschaftsführer die Möglichkeit der wirtschaftlichen Revitalisierung begrüßen, haben andere Bedenken hinsichtlich der potenziellen Herausforderungen des Übergangs von Asylbewerbern zu alternativen Wohnungsregelungen geäußert.
Dennoch hält die Regierung die Änderungen für notwendig, um die Ressourcen effektiv zu verwalten und die Integrität des Einwanderungssystems zu wahren.
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