Die Europäische Fußballunion (UEFA) hat die Zahlung eines Abfindungspakets an einen ehemaligen Mitarbeiter bestätigt, der mit Gianni Infantino, dem derzeitigen Präsidenten der FIFA und ehemaligen Leiter der UEFA, in Verbindung steht. Die Bestätigung kommt inmitten von Medienberichten, insbesondere von der britischen Boulevardzeitung Daily Telegraph, die behauptet, die Frau habe eine Beziehung zu Infantino gehabt.
Ein Vertreter der Organisation bemerkte, dass die Frau auch eine Finanzierung für ein MBA-Programm an einer der lokalen Bildungseinrichtungen erhalten habe. Infantino war von 2000 bis Februar 2016, als er Präsident der FIFA wurde, bei der UEFA tätig. Von 2009 bis zu seinem Wechsel zur FIFA war er Generalsekretär.
Die Medienberichte über die Abfindungszahlung entstanden während einer Zeit des Drucks auf Infantino aufgrund eines umstrittenen Vorschlags, Anteile an den kommerziellen Rechten an FIFA-Wettbewerben zu verkaufen. Der Vorschlag wurde unter erheblichem Druck von FIFA-Mitgliedern, einschließlich der UEFA, zurückgezogen.
"Der Präsident der FIFA, Gianni Infantino, bestreitet diese Vorwürfe, da sie völlig falsch sind", sagte der Sprecher. "Kein Mitarbeiter der UEFA oder der FIFA hat jemals eine Beschwerde gegen Infantino eingereicht und erklärt, dass er nie in irgendein Fehlverhalten verwickelt war". "Alle Entscheidungen der Organisationen in Bezug auf Mitarbeiter, einschließlich Abreisen und Kündigungszahlungen, wurden immer von den für diesen Bereich zuständigen Direktoren auf der Grundlage der bestehenden Vorschriften genehmigt", betonte der Sprecher. "Infantinos Amtszeit bei der UEFA umfasste mehr als ein Jahrzehnt, in dem er bis zum Generalsekretär aufstieg, bevor er zur FIFA wechselte".
Seine Rolle bei der UEFA beinhaltete die Überwachung administrativer Funktionen und die Vertretung der Organisation auf internationaler Ebene. Unter seiner Führung führte die UEFA mehrere Reformen durch, die auf die Modernisierung der Fußballverwaltung und die Erhöhung der Transparenz abzielten.
Trotz der Rücknahme des Vorschlags wird Infantino weiterhin von verschiedenen Interessengruppen im Weltfussball zur Rechenschaft gezogen. Die Situation unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Führung der FIFA und ihren Mitgliedsländern, insbesondere in Bezug auf finanzielle Transparenz und Governance-Praktiken.
Im Zuge der weiteren Untersuchungen der FIFA wird sich der Fokus wahrscheinlich darauf konzentrieren, ob diese Enthüllungen die Glaubwürdigkeit der Führung der Organisation und ihre Fähigkeit, systemische Probleme effektiv anzugehen, beeinträchtigen.
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