Die Vereinten Nationen haben die haitianischen Behörden aufgefordert, den Schutz der Zivilbevölkerung angesichts der eskalierenden Ganggewalt zu erhöhen. Ein brutaler Angriff in Kenscoff in der Nähe von Port-au-Prince führte zu 47 Toten und über 50 Entführungen. Der Vorfall löste Kritik gegen Haitis Nationalpolizei aus, weil sie den Angriff nicht verhindert hatte. Die UN-Menschenrechtssprecherin Marta Hurtado beschrieb den Angriff, bei dem 34 Menschen in einer Kirche getötet wurden, und hob die breitere Krise hervor und verwies auf 1.480 Tötungen in gangbezogener Gewalt seit April. Der UN-Sicherheitsrat forderte eine strengere Durchsetzung eines Waffenembargos und den vollen Einsatz der Gang Suppression Force. Bewaffnete Banden kontrollieren jetzt 70% von Port-au-Prince und tragen zu einer weit verbreiteten Vertreibung und einer Verschlechterung der Armutterung bei.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet eine ausgewogene Darstellung der Situation in Haiti, wobei sowohl die Maßnahmen der haitianischen Behörden als auch der Aufruf der UNO zur Intervention zitiert werden.





