Nach Angaben des Justizministers Akın Gürlek plant die Türkei, im Rahmen eines Justizreformpakets eine neue Gesetzgebung über unbegrenzte Unterhaltszahlungen einzuführen. Die Reformen werden voraussichtlich im Oktober als zweiter Teil des 12. Justizpakets vorgestellt, das zwischen 24 und 25 Bestimmungen umfasst. Die Änderungen folgen einem Urteil des türkischen Verfassungsgerichtshofs vom 4. Juni, das eine Bestimmung für unbegrenzte Unterhaltszahlungen annullierte und die Notwendigkeit eines neuen Rechtsrahmens für die Unterstützung des Ehepartners hervorrief. Nach dem geltenden Recht können Ehepartner, die nach der Scheidung mit Armut konfrontiert sind, unbegrenzte finanzielle Unterstützung erhalten, die auf den Mitteln des anderen Ehepartners basiert. Die Reformen zielen darauf ab, Probleme von Anwälten anzugehen und die Justizeffizienz zu verbessern. Gürlek betonte die Bedeutung eines starken Rechtssystems für die Entwicklungsziele der Türkei und kritisierte westliche Doppelstandards bei der Reaktion auf Menschenrechte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel informiert über Justizreformen und Verfassungsentscheidungen, ohne offen eine politische Ideologie zu befürworten.





