Die Polizei in Ljubljana hat einen versteckten Raum mit über 800 Cannabispflanzen und etwa 20 Kilogramm getrocknetem Cannabis entdeckt, so die in dieser Woche eingereichten Gerichtsdokumente. Der Angeklagte, ein 47-jähriger Mann, hat zugegeben, Strom gestohlen zu haben, um den Raum zu versorgen, bestreitet jedoch Vorwürfe im Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Cannabis. Die Entdeckung fand in Ig, einer Stadt in der Nähe von Ljubljana, statt, wo die Polizei nach einer Untersuchung über den Anbau illegaler Drogen ein Grundstück durchsuchte.
Der Angeklagte soll gestohlene elektrische Energie verwendet haben, um die Operation aufrechtzuerhalten, was zu zusätzlichen Anklagen gegen ihn geführt hat, die über Drogendelikte hinausgehen. Gemäß den Gerichtsakten hat der Mann zugegeben, dass er illegal Strom verwendet hat, um die Anlage zu betreiben. Er bestreitet jedoch die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass er Cannabis produziert und verkauft hat. Seine Verteidigung argumentiert, dass ein Teil des beschlagnahmten Cannabis nicht zum Verkauf bestimmt war. Insbesondere behauptet er, dass etwa 12 Kilogramm verarbeitetes Cannabismaterial als Abfall und nicht als Produkt für den Vertrieb angesehen wurden. Die Verteidigung plant, Beweise vorzulegen, die darauf hindeuten, dass ein Teil des beschlagnahmten Cannabis nicht für kommerzielle Zwecke geeignet war.
Die Staatsanwaltschaft stellt die Annahme in Frage, dass alle beschlagnahmten Cannabisprodukte Teil eines aktiven Handelsnetzwerks waren. Die Staatsanwaltschaft widerspricht jedoch der Forderung des Beklagten, dass Sachverständige, die sich auf Drogen und Botanik spezialisiert haben, zu seinen Gunsten aussagen. Sie argumentieren, dass ein solches Zeugnis den Fall nicht wesentlich beeinflussen würde und das Verfahren unnötig verzögern könnte. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass das Vorhandensein großer Mengen Cannabis allein ausreicht, um eine strafrechtliche Haftung zu begründen.
Neben den Drogendelikten wird der Angeklagte auch wegen Diebstahls im Zusammenhang mit der unerlaubten Stromnutzung angeklagt. Das Gericht wurde darüber informiert, dass Elektra Ljubljana, das lokale Versorgungsunternehmen, Schadensersatz in Höhe von 25.000 € fordert. Der Mann soll durch seinen illegalen Verbrauch von elektrischen Ressourcen finanziellen Schaden verursacht haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine erhebliche Strafe für den zugelassenen Stromdiebstahl, obwohl der genaue Betrag noch nicht angegeben ist. Sie betonen, dass selbst wenn der Angeklagte nicht die Absicht hatte, das gesamte Cannabis zu verkaufen, der Akt des Anbaus unter Verletzung der Gesetze eine schwere Straftat bleibt.
Der Fall unterstreicht die Komplexität der Unterscheidung zwischen persönlichem Gebrauch, Verschwendung und kommerzieller Absicht bei drogenbezogenen Straftaten. Er unterstreicht auch die rechtlichen Auswirkungen von Stromdiebstahl, insbesondere wenn er illegale Aktivitäten unterstützt. Im Laufe des Prozesses können weitere Details über die Rolle des Angeklagten und das Ausmaß der Operation auftauchen. Die Gerichtsverhandlung wird feststellen, ob die Behauptungen des Angeklagten über die Art des beschlagnahmten Cannabis Gewicht haben.
In ähnlichen Fällen in der gesamten Region ist die Frage, wie die Gerichte die Absicht hinter dem Drogenanbau beurteilen, weiterhin ein Streitpunkt.
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