Nach den Worten von Milei über die Abtreibung, sagen Experten: Der Rückgang der Geburten kommt seit dem Jahr 2015
Die Diskussion um die sinkenden Geburtenraten und ihre zukünftigen Auswirkungen auf das Rentensystem ist wieder aufgetaucht, nachdem Präsident Javier Milei die freiwillige Schwangerschaftsabbruch (IVE) mit der Verringerung der Arbeitnehmer in Verbindung gebracht hat, die in den kommenden Jahren die Renten unterstützen werden. Der Demograf Leandro Gonzalez erklärte, dass es derzeit keine Daten gibt, um festzustellen, wie viel Abtreibung zum Rückgang der Geburten beiträgt. Er erklärte, dass der Rückgang der Geburten mehrere Jahre vor der Verabschiedung des IVE-Gesetzes 2021 begonnen hat und dass der Rückgang 2015 begonnen und danach fortgesetzt wurde. Gonzalez betonte, dass IVE zwar einen gewissen Einfluss haben könnte, aber es keine ausreichenden Beweise gibt, um seine Bedeutung innerhalb breiterer demografischer Trends festzustellen. Er schrieb den Trend in erster Linie kulturellen und sozialen Veränderungen zu, die jüngere Generationen betreffen, wie z. B. erhöhter Zugang zu Bildung, Verfügbarkeit von Verhütten und veränderte Erwartungen an Mutterschaft und Vaterschaft.
Javier Milei's Kommentare, die die freiwillige Unterbrechung der Schwangerschaft (IVE) mit dem Rückgang der Geburten in Verbindung bringen, haben die Diskussionen über demografische Trends und ihre Auswirkungen auf das Rentensystem Argentiniens neu entfacht. Laut dem Demograph Leandro González ist der Rückgang der Geburtenraten seit 2015 im Gange, lange vor der Legalisierung der IVE im Jahr 2021. Während Milei einen Zusammenhang zwischen Abtreibungszugriff und reduzierter Arbeitskräftemenge vorschlug, betonte González, dass aktuelle Daten einen solchen direkten Zusammenhang nicht unterstützen.
Die Diskussion entfaltete sich während eines Interviews mit Punto a Punto Radio, in dem González feststellte, dass der Mangel an aktuellen Statistiken es schwierig macht, die Rolle von Abtreibungen bei der sinkenden Geburtenrate zu quantifizieren. Er erklärte, dass es keine zuverlässigen Zahlen gibt, um zu bestimmen, wie viel Einfluss IVE auf den Gesamttrend haben könnte. Der Demograf argumentierte, dass die Verringerung der Geburten Teil breiterer gesellschaftlicher Veränderungen ist, die jüngere Generationen betreffen. González wies auf kulturelle und soziale Transformationen als Schlüsselfaktoren für den demografischen Wandel hin. Dazu gehören erhöhte Bildungsmöglichkeiten, größere Verfügbarkeit von Verhütungsmethoden und sich entwickelnde Einstellungen zur Elternschaft.
Er erklärte, dass junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren, die traditionell früher Kinder hatten, jetzt andere Erwartungen haben und das Familienleben verzögern. Diese Verhaltensänderung trägt wesentlich zum anhaltenden Rückgang der Geburtenraten in den letzten Jahren bei.
Er hob ein Zeitfenster von ungefähr 10 bis 15 Jahren hervor, um strukturelle Veränderungen durchzuführen, bevor das demografische Ungleichgewicht schwerer wird. González schlug vor, dass dieser Zeitraum genutzt werden sollte, um Reformen auf der Grundlage verfügbarer Daten zu erforschen. Er schlug vor, Anpassungen des Rentenalters für diejenigen zu erwägen, die weiterhin arbeiten wollen, damit sie länger beitragen können. Er legte jedoch besonderen Wert auf die Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit und die Erhöhung der formellen Beschäftigung unter jungen Menschen. Er argumentierte, dass der formelle Beginn der Arbeit dazu beitragen kann, die Auswirkungen niedrigerer Geburtenraten auszugleichen, wirtschaftliche Stabilität zu schaffen und zum Rentensystem beizutragen.
Neben der Erwerbsbeteiligung äußerte sich González vorsichtig optimistisch über eine mögliche Erholung der Geburtenraten. Während er den aktuellen Abwärtstrend anerkannte, schloss er die Möglichkeit einer Stabilisierung oder sogar eines Wachstums in der Zukunft nicht aus. Sein Fokus blieb auf die Bewältigung unmittelbarer Bedenken bei der Vorbereitung auf langfristige demografische Veränderungen. Die Debatte unterstreicht die Komplexität der Verknüpfung spezifischer Politiken mit breiten demografischen Mustern.
Sie argumentieren, dass das Verständnis der vielschichtigen Natur der Bevölkerungstrends erfordert, über einzelne Variablen hinauszublicken und den breiteren sozialen und wirtschaftlichen Kontext zu berücksichtigen.
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