Vera Borek, 85 Jahre alt, verstarb letzte Woche, als der letzte überlebende Zeuge des Lebens von Helmut Qualtinger, einem der berühmtesten Komiker Österreichs, verstarb. Qualtinger, der für seinen scharfen Witz und seine satirischen Werke bekannt ist, hinterließ ein Vermächtnis, das die österreichische Kultur weiterhin beeinflusst. Borek, der seit 17 Jahren mit Qualtinger verheiratet war, wurde in den 1950er und 1960er Jahren zu einer zentralen Figur in seiner persönlichen und beruflichen Welt. Qualtinger lernte Borek Anfang der 1950er Jahre kennen, als er im Hamburger Thalia-Theater arbeitete. Zu dieser Zeit war er bereits für seine komödianten Talente bekannt, nachdem er Lieder wie Der Papa wird schons richten und A Krügerl, ein Glaserl geschrieben hatte.
Diese Lieder, die oft seine eigenen Kämpfe mit Alkoholismus widerspiegelten, wurden zu einigen seiner dauerhaftesten Hits. Trotz seines wachsenden Ruhms blieb Qualtinger bescheiden und zugänglich, auch als er die Komplexität seines persönlichen Lebens navigierte. Borek erinnerte sich daran, wie sie Qualtinger zum ersten Mal traf. Sie war 29 und er war 41, beide waren in ihren frühen Karrieren. Ihr Treffen fand in der Kantine des Thalia Theaters statt, wo sie ein Gespräch begannen, das zu einer lebenslangen Partnerschaft führen würde. Qualtinger, der für seine Kühnheit bekannt war, lud sie ein, ihn anzurufen, eine Geste, die Borek sowohl überraschend als auch charmant fand.
Obwohl sie anfangs zögerte, tat sie es schließlich, und die beiden begannen eine Beziehung, die einen Großteil von Qualtingers späterer Arbeit prägte. Qualtingers Ehe mit Borek dauerte bis zu seinem Tod im Jahr 1973. In dieser Zeit produzierte er weiterhin bahnbrechendes Material, darunter das satirische Stück Der Herr Karl, das mit Carl Merz geschrieben wurde. Dieses Werk, das den politischen Opportunismus kritisierte, festigte seinen Ruf als Meister der Satire.
Ein besonders gefährlicher Scherz ereignete sich während einer Buchpräsentation. Qualtinger warf in einem Anfall von Unfug einen schweren Silberkerzenständer durch ein offenes Fenster in die Büros des Verlegers im ersten Stock. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, obwohl der Vorfall die unberechenbare Natur seines Humors hervorhob. Borek, der Qualtinger im Laufe der Jahre nahe gekommen war, war Zeuge vieler solcher Momente und fand sie oft sowohl amüsant als auch besorgniserregend.
Diese Briefe, die sich über die Jahre 1964 bis 1973 erstreckten, gaben Einblick in die komplexe Dynamik von Qualtinger's Beziehungen und den Herausforderungen, denen er sich gegenübersah. Während Borek in diesen Schriften nicht immer positiv dargestellt wurde, verstand sie die Schwierigkeiten, Teil eines so hochkarätigen und oft chaotischen Lebens zu sein. Als letzter lebender Link zu Qualtinger's frühen Tagen hinterlässt Borek's Tod eine Leere in der kulturellen Erinnerung Österreichs.
Ihr Vermächtnis wird weiterhin in Erinnerung bleiben durch die Werke, die sie unterstützte und die Leben, die sie auf ihrer langen und geschichtsträchtigen Reise berührte.
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